Triple Barrel – Scorcese draußen, Mischmaschine defekt, UB/ AP x 3

Caesars Palace Las Vegas

Eine defekte Mischmaschine und aufmerksame Spieler kosten das „Golden Nugget“-Casino in Atlantic City Hundertausende Dollar. Gleich drei Autoren widmen sich der Geschichte um Absolute Poker und dem UB-Superuser-Skandal und bei einem Remake des Siebziger Jahre-Films „The Gambler“ wird Martin Scorcese als Regisseur abgelöst.

Sollten wir mal ein bestimmtes Thema besprechen, das hier noch nicht vorkam? Schreiben Sie uns Ihre Anregungen unten ins Kommentarfenster.

Schlecht gemischt ist halb verloren

Eine defekte Mischmaschine hat im „Golden Nugget“ Casino von Atlantic City einen handfesten Skandal ausgelöst. 14 Spieler hatten am 30. April an einem Baccarat-Tisch gesessen und bemerkt, dass die Mischmaschine immer und immer wieder dieselben Kartensequenzen ausspuckte.

Die Spieler erhöhten ihren Einsatz sofort von $10 auf $5000(!) und scheffelten innerhalb von kurzer Zeit 1,5 Millionen Dollar. Nach 41 gewonnenen Händen in Folge wurde es der Casino-Security zu bunt. Ohne den Fehler erkennen zu können, aber von einem groß angelegten Betrug ausgehend, beendeten sie die Partie.

onlinebaccarat
Baccarat.

Den Spielern wurde die Auszahlung von knapp 560.000 Dollar erlaubt.  Der Umtausch von weiteren 980.000 Dollar wurde hingegen verhindert. Nachdem das Casino herausgefunden hatte, dass ein Defekt in der Kartenmischmaschine für den Fehler verantwortlich war, wurden die Spieler und auch das Mischmaschinen-Unternehmen Gemaco auf Schadensersatz verklagt.

Im Gegenzug haben die 14 Spieler nun allerdings gegen das Casino Klage eingereicht. Drei von ihnen, die chinesischer Abstammung sind, stellten sogar die Rassendiskriminierung in den Mittelpunkt ihrer Klage. Ein Anwalt sagte: „Es gibt kein Gesetz auf dieser Welt, welches einem Casino erlaubt zu behaupten ein Spiel sei illegal gewesen nur weil deren eigene Mischmaschine defekt war.“

Drei sind keiner zuviel

ben mezrich to write absolute poker book
Ben.

Bezüglich der News um die Pleiteunternehmen Absolute Poker und Ultimate Bet geht es diesmal nicht um die unmögliche Auszahlung der Spielerkonten (was ja sowieso keinen verwundert hat), sonder um gleich drei Projekte, die sich mit der ebenso turbulenten, wie aufregenden Gründung und Geschichte der Pokerrooms beschäftigen.

Dabei sind die Ansätze absolut gegensätzlich.

Autorin Haley Hintze beispielsweise, knöpft sich in ihrem Buch noch einmal den Superuser-Skandal vor. Experten befürchten allerdings, dass sie daran scheitern könnte den Mainstream zu erreichen. Sie verliere sich zu sehr in den technischen Details und könnte am Ende lediglich die Nerds für ihre Geschichte begeistern.

Mehr mit Michael Moore und dem Schock- und Ekel-Effekt hält es dagegen Scott Bell, auch bekannt unter seinem Nick „ElevenGrover“. Er will eine 90-minütige Dokumentation über dasselbe Thema in die Kinos oder wenigstens ins TV bringen.

Und letztlich ist da noch Ben Mezrich. Der ist bekannt für die Bücher „Bringing Down the House“ und „The Accidental Billionaires“, aus denen die beiden Filme „21“ und „The Social Network“ entstanden sind.Nun geht es ihm um den Gründungsmythos von Absolute Poker.

Seine Idee aus einem harmlosen Haufen von College Kids, Verfolgte der US-Regierung zu machen, weckt allerdings auch größte Befürchtungen.  Aus den Personen, die für eine Veruntreuung von 80 Millionen Dollar verantwortlich sind, könnten durch die Feder eines unbeteiligten Profis noch Helden werden.

Scorcese vs. Hangover

todd phillips the hangover
Todd.

Auch in Hollywood scheint man momentan wieder verstärkt Interesse an Gamblerfilmen zu haben. Nach „Runner Runner“ (Fortsetzung von „Rounders“ mit Justin Timerlake und Ben Affleck) und „Mississippi Grind“ (Jake Gyllenhaal) wurden nun Details bezüglich eines dritten Projekt bekannt.

Für das Remake des Films „The Gambler“ von 1974 (mit James Caan, als spielsüchtigen Englisch-Professor) gibt es offenbar einen hochkarätigen Ersatz für Martin Scorcese. Dieser war ursprünglich als Regisseur vorgesehen und macht nun Todd Phillips Platz. Phillips war schon für die „Hangover“-Filme verantwortlich.

Auch das Skript stammt aus einer Edelfeder. William Monahan hat es ebenso geschrieben, wie vorher schon für Oscarfilm, „Departed“.

 

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare