Texas Hold’em Poker Regeln, Spielweise und Online spielen

Texas Hold‘em ist die beliebteste und am weitesten verbreitete Poker Variante. In diesem Artikel erklären wir die offiziellen Regeln von Texas Hold’em, zeigen Schritt für Schritt, wie man Hold’em spielt und beantworten die wichtigsten Fragen zu dem Spiel. Wir beschränken uns dabei auf die gebräuchlichste Variante, No Limit Texas Hold’em.

Die Pokervariante Texas Hold‘em wurde erstmals in den 60’er Jahren in Las Vegas gespielt und gewann schnell an Popularität. Heutzutage werden die meisten Pokerturniere und ein Großteil aller Cashgames in der Variante No Limit Texas Hold’em (oder kurz NLH) ausgetragen. Insbesondere bei den Spielen im Internet ist dies die am mit Abstand beliebteste Variante.



Texas Hold’em spielen

Wenn Sie mit dem Spiel vertraut sind und sich an dem Spiel versuchen wollen, empfehlen wir Ihnen, Ihre ersten Schritte Online zu unternehmen. Hier können Sie um kleine Beträge oder Spielgeld spielen und lernen, wie man Texas Hold’em spielt, ohne viel zu riskieren. Wir haben die besten Anbieter von Online-Poker hier in einer Liste zusammengefasst:

Die besten Seiten für No Limit Texas Hold’em Poker

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Diese Übersicht zeigt kurz und knapp, wie man No Limit Texas Hold’em spielt. Die detaillierten Regeln haben wir unten aufgeführt.

So spielt man Texas Hold'em

  1. Blinds Platzieren: Die beiden Spieler links vom Geber platzieren die Zwangseinsätze – Small Blind und Big Blind. Der Big Blind ist doppelt so groß wie der Small Blind.

  2. Karten geben: Die Karten werden vom Geber gemischt und reihum erhält jeder Spieler eine verdeckte Karte, bis jeder Spieler zwei Karten hat.

  3. Preflop Setzrunde: Beginnend mit dem Spieler links vom Big Blind kann jeder Spieler setzen (mitgehen, erhöhen oder passen). Dies wiederholt sich so lange reihum bis jeder Spieler den selben Betrag mitgegangen ist oder gepasst hat.

  4. Flop: Der Geber deckt drei Karten, den Flop, offen in der Mitte auf. Diese Karten können von allen Spielern genutzt werden.

  5. Flop Setzrunde: Beginnend beim ersten in der Hand verbliebenen Spieler links vom Geber folgt eine zweite Setzrunde, die genauso abläuft wie die vorige. Es gibt für die Spieler die zusätzliche Option zu schieben.

  6. Turn: Der Geber deckt eine vierte Karte, den Turn, offen in der Mitte auf. Diese Karte kann von allen Spielern genutzt werden.

  7. Turn Setzrunde: Beginnend beim ersten in der Hand verbliebenen Spieler links vom Geber folgt eine dritte Setzrunde, die genauso abläuft wie die vorige.

  8. River: Der Geber deckt eine fünfte und letzte Karte, den River, offen in der Mitte auf. Diese Karte kann von allen Spielern genutzt werden.

  9. River Setzrunde: Beginnend beim ersten in der Hand verbliebenen Spieler links vom Geber folgt eine letzte Setzrunde, die genauso abläuft wie die vorige.

  10. Showdown: Alle in der Hand verbliebenen Spieler decken ihre Karten auf. Derjenige Spieler, der mit den fünf offenen Gemeinschaftskarten die beste Pokerhand bilden kann, gewinnt den kompletten Pot.

Texas Hold'em Beispielhand

Das folgende Beispiel zeigt, wie eine Hand beim Texas Hold'em ablaufen kann:

Beispiel für eine No Limit Texas Hold'em Hand

Gespielt wird mit Blinds von €1 / €2 und alle Spieler haben €200 vor sich.

Spieler 1 hält
9 spades 9 8 spades 8


Spieler 2 hält
A hearts A Q diamonds Q


Spieler 3 ist Dealer (Geber) und hält
7 diamonds 7 7 hearts 7


Spieler 4 ist Small Blind, muss vor dem Spiel €1 legen und hält
2 clubs 2 8 diamonds 8


Spieler 5 ist Big Blind, muss vor dem Spiel €2 legen und hält
Q hearts Q 8 hearts 8

Setzrunde 1: Preflop

Spieler 1 geht für €2 mit (Call). Spieler 2 erhöht auf €8 (Raise). Spieler 3 geht mit (Call) und muss €8 zahlen. Spieler 4 passt. Spieler 5 passt. Spieler 1 geht mit (Call) und muss €6 nachzahlen. Spieler 2 geht mit (Call) und muss €6 nachzahlen.
Die Setzrunde ist beendet.

Flop
Q spades Q 7 spades 7 2 diamonds 2

Setzrunde 2: Flop
Spieler 1 hat vier Karten zu einem Flush und schiebt (Check). Spieler 2 hat ein Paar Damen und setzt €15. Spieler 3 hat einen Drilling Siebener und geht mit (Call). Spieler 1 geht ebenfalls mit (Call).
Die Setzrunde ist beendet.

Turn
Q spades Q 7 spades 7 2 diamonds 2 K spades K

Setzrunde Turn
Spieler 1 hat einen Flush, will die Stärke seiner Hand aber nicht gleich preisgeben und schiebt (Check). Spieler 2 schiebt (Check). Spieler 3 setzt €40. Spieler 1 will die Stärke seiner Hand weiterhin verdecken und geht nur mit (Call). Spieler 2 wird das Treiben zu bint und er passt (Fold).
Die Setzrunde ist beendet.

River
Q spades Q 7 spades 7 2 diamonds 2 K spades K 2 hearts 2

Spieler 1 schiebt erneut (Check). Spieler 3 hat jetzt ein Full House und setzt €100. Spieler 1 ärgert sich, dass er nicht schon auf dem Turn nicht erhöht hat und geht zähneknirschend mit (Call).
Die Setzrunde ist beendet.

Showdown

Spieler 1 hat einen Flush (KQQ87).
Spieler 3 hat ein Full House (77722).
Spieler 3 gewinnt den Pot (€352).

Die wichtigsten Begriffe beim Texas Hold'em

All-in: Wenn ein Spieler alle seine Chips setzt, ist er all-in.

Blinds: Die Blinds sind Zwangseinsätze, die vor dem Kartengeben gebracht werden müssen, damit es auch immer um etwas geht. Der Spieler links vom Button bringt den Small Blind, der links davon den Big Blind. Der Big Blind ist das Doppelte des Small Blinds. In Cash Games werden die Blinds vor dem Spiel festgelegt, in Turnieren steigen die Blinds in regelmäßigen Intervallen.

Board: Die Gesamtheit der Gemeinschaftskarten wird Board genannt. Das Board besteht maximal aus Flop, Turn und River.

Button: Der Dealer-Button zeigt an, wer gerade als Kartengeber fungiert. Der Button wandert nach jeder Spielrunde einen Platz im Uhrzeigersinn. Der Spieler am Button ist auch der letzte, der vor dem Flop an der Reihe ist.

Check: Zu Deutsch „schieben“. Mit einem Check gibt man die Action an den nächsten Spieler weiter. Ein Check ist nur möglich, wenn man bereits eigene Chips im Pot hat und vor einem noch kein Spieler in der Setzrunde gesetzt hat. Vor dem Flop ist daher der Spieler im Big Blind der einzige, der die theoretische Möglichkeit hat, zu checken. Nach dem Flop haben alle Spieler, die noch in der Hand sind, diese Option, wenn vor Ihnen noch kein anderer Spieler in dieser Setzrunde gesetzt hat.

Flop: Die ersten drei Gemeinschaftskarten. Sie werden nach der ersten Setzrunde aufgedeckt und in die Mitte des Tisches gelegt. Jeder aktive Spieler kombiniert diese Karten mit seinen eigenen.

Pre-Flop: Die erste Setzrunde findet Pre-Flop (vor dem Flop) statt, also bevor Gemeinschaftskarten auf den Tisch gelegt werden.

Post-Flop: Alles, was nach dem Aufdecken der ersten drei Gemeinschaftskarten geschieht, wird als Postflop-Spiel bezeichnet.

Pot: Alle Chips (oder alles Geld), was in der Hand bislang gesetzt wurde und in der Mitte liegt.

Turn: Die vierte Gemeinschaftskarte wird „Turn“ genannt.

River: Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte ist der „River“.

Showdown: Sind nach der letzten Setzrunde noch mindestens zwei Spieler aktiv, drehen diese ihre Karten um und die beste Hand gewinnt. Das ist der Showdown.

» Übersicht aller Poker Begriffe

Offizielle Regeln von Texas Hold’em

Spielziel von Texas Hold’em

Das Spielziel von Texas Hold’em ist es, mit zwei verdeckten und fünf offenen Gemeinschaftskarten die beste Pokerhand zu bilden und durch geschicktes Setzen möglichst hohe Gewinne zu machen oder Mitspieler mit besseren Karten zur Aufgabe zu zwingen.

Das Kartendeck

Kartendeck

Texas Hold’em wird mit einem Deck bestehend aus 52 Karten gespielt.

Die Karten haben folgende Farben:

  • Pik
  • Herz
  • Karo
  • Kreuz

Die Karten haben die Ränge

  • Ass, König, Dame, Bube, Zehn, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2

Es gibt beim Texas Hold’em keine Joker.

Dealer

Dealer Button
Dealer Button

Bei jeder Spielrunde gibt es einen Geber, auch Dealer genannt. Dies ist der Mitspieler, der in der Spielrunde die Karten gibt. Vor ihm liegt ein sogenannter Dealer-Button, der indiziert, dass dieser Mitspieler in dieser Runde Geber ist.

Beim Online-Poker oder im Casino übernimmt ein professioneller Dealer das Kartengeben. Nichtsdestominder liegt vor einem Spieler immer der Dealer-Button.

Nach jeder Runde wird der Dealer-Button eine Position weiter nach links bewegt und der nächste Spieler ist Dealer.

Blinds

Die beiden Spieler links neben dem Dealer müssen vor jeder Spielrunde Zwangseinsätze bringen. Diese werden Blinds genannt. Der Grund dafür ist, dass so sichergestellt ist, dass in jedem Pot ein paar Chips liegen, die gewonnen werden können.

Der Spieler direkt links vom Dealer heißt Small Blind und der Spieler links daneben heißt Big Blind. In der Regel ist der Zwangseinsatz des Big Blind doppelt so hoch wie der des Small Blind.

Ein Spiel wird zumeist nach der Höhe der Blinds benannt. Wenn zum Beispiel „€1 / €2 No Limit Hold’em“ gespielt wird, heißt dies, dass der Small Blind €1 und der Big Blind €2 beträgt.

Kartengeben

Nachdem die beiden Blinds ihre Zwangseinsätze getätigt haben, gibt der Dealer reihum im Urzeigersinn beginnend beim Small Blind jedem Spieler eine verdeckte Karte, bis jeder Spieler zwei Karten hat.

  • Die verdeckt gegebenen Karten nennt man auch Hole Cards.

Tipp: Die Hole Cards sollten immer auf dem Tisch bleiben

Man sollte niemals die eigenen zwei Karten vom Tisch aufnehmen, sondern stets nur eine Ecke vorsichtig anheben, um die Karten zu sehen. Ansonsten macht man es seinen Mitspielern viel zu leicht, einem in die Karten zu schauen.

In vielen Casinos ist das Aufnehmen der Karten sogar verboten.

Gemeinschaftskarten

Flop, Turn und River
Flop, Turn und River

Im weiteren Spielverlauf werden in drei Etappen insgesamt fünf weitere Karten offen gegeben.

  • Flop: Nach der ersten Setzrunde (siehe unten) werden drei Karten offen aufgedeckt. Diese heißen „Flop“.
  • Turn: Nach einer zweiten Setzrunde wird eine vierte Karte, der „Turn“ offen aufgedeckt.
  • River: Nach einer dritten Setzrunde wird eine fünfte und letzte Karte, der „River“ offen aufgedeckt. Es folgt eine vierte und letzte Setzrunde.

Diese fünf Karten heißen Gemeinschaftskarten. Sie können von allen Spielern genutzt werden, um zusammen mit ihren Hole Cards eine Pokerhand zu bilden. Dabei darf jede Gemeinschaftskarte von beliebig vielen Spielern gleichzeitig benutzt werden.

Setzrunden

Es gibt insgesamt vier Setzrunden beim Hold’em in denen Spieler Einsätze bringen können und so Einfluss auf den Spielverlauf und die Höhe des auszuspielendes Pots nehmen können.

Diese vier Setzrunden sind:

  • Pre-Flop: Setzrunde nachdem alle Spieler ihre Hole Cards erhalten haben. Sie beginnt beim Spieler links vom Big Blind.
  • Flop: Setzrunde nachdem der Flop gegeben wurde. Sie beginnt beim ersten noch in der Hand verbliebenen Spieler links vom Dealer.
  • Turn und River: Setzrunden nachdem Turn und River gegeben wurde. Sie beginnen jeweils beim ersten noch in der Hand verbliebenen Spieler links vom Dealer.

Setzregeln

In einer Setzrunde müssen die Spieler reihum Einsätze tätigen und können so versuchen, das Spiel zu Ihren Gunsten zu manipulieren. Diese Möglichkeiten gibt es dabei:

  • Mitgehen (Call): Man zahlt den zuletzt gesetzten Betrag und bleibt in der Hand. In der Pre-Flop-Setzrunde muss jeder Spieler zumindest den Betrag des Big Blinds mitgehen. Sollte man nicht genug Chips haben, um den vollen Betrag mitgehen zu können, setzt man all seine Chips in gilt als All-In (siehe unten).
  • Erhöhen (Raise): Man erhöht um einen beliebigen Betrag. Alle Spieler müssen diesen Betrag mitgehen, wenn Sie in der Hand bleiben wollen.
  • Passen (Fold): Man zahlt keinen weiteren Betrag und gibt seine Hand auf. All von dem Spieler bisher getätigten Einsätze verbleiben im Pot.
  • Schieben (Check): Wenn noch kein Spieler gesetzt hat, kann man schieben. Man tätigt keinen Einsatz, bleibt in der Hand und der nächste Spieler ist an der Reihe. Schieben alle Spieler, ist die Setzrunde beendet.

Eine Setzrunde ist immer dann beendet, wenn alle in der Hand verbliebenen Spieler mindestens einmal an der Reihe waren und alle den selben Betrag gesetzt haben. Die Setzrunde ist auch dann beendet, wenn nur noch ein Spieler in der Hand verbleibt. In diesem Fall hat der letzte verbliebene Spieler automatisch gewonnen und bekommt den Pot.

Showdown beim NLH

Sind nach der letzten Setzrunde beim Texas Hold’em noch mindestens zwei Spieler in der Hand, kommt es zum sogenannten Showdown. Alle Spieler zeigen der Reihe nach ihre Karten und derjenige, der mithilfe der 5 Gemeinschaftskarten und seinen 2 Hole Cards die beste Pokerhand bilden kann, gewinnt den gesamten Pot.

Dies ist die Reihenfolge der Hände beim Texas Hold’em Poker.

Poker-Hand-Reihenfolge

» Mehr Infos zum Offiziellen Poker Hand Ranking
» Handwertigkeiten verstehen mit unserem Welche Hand gewinnt Rechner

Hinweise zum Showdown beim Texas Holdem

► In den meisten Casinos gilt, dass derjenige Spieler, der als letzter gesetzt oder erhöht hat, als erster seine Karten aufdecken muss.

► Kein Spieler ist verpflichtet, keine Karten aufzudecken. Man kann auch aufgeben und seine Karten abwerfen, wenn man verloren hat und seine Hand nicht preisgeben will.

► Haben zwei oder mehr Spieler die gleiche Hand (was beim Texas Hold’em durchaus ab und zu vorkommt), wird der Pot zu gleichen Teilen unter diesen Spielern geteilt.

Spezielle Regeln

Raises: So viel darf man beim No Limit Hold’em setzen und erhöhen

► Mindesteinsatz: Hat in der Setzrunde noch kein Spieler gesetzt, darf man einen beliebigen Betrag setzen. Der Mindesteinsatz liegt bei dem Betrag des Big Blinds.

► Mindesterhöhung: Will man erhöhen, muss mindestens um so viel erhöhen, wie zuvor schon gesetzt war. Hat zum Beispiel ein Spieler 50 Chips gesetzt, so muss man, wenn man erhöhen möchte, mindestens um 50 weitere Chips erhöhen, also insgesamt mindestens 100 Chips bringen.

► Mindesterhöhung bei einem Re-Raise: Gab es in der Setzrunde schon Einsatz und Erhöhung, wird die nächste Erhöhung Re-Raise genannt. Diese muss mindestens um so viel erhöht werden, wie bei der letzten Erhöhung. Wurden zum Beispiel 50 Chips gesetzt und wurde danach auf 150 Chips erhöht, wurde hier um 100 Chips erhöht. Die nächste Erhöhung muss also auch um mindestens 100 Chips sein (also auf mindestens 250 Chips).

► Maximaleinsatz: Beim Setzen und Erhöhen gibt es keinen Maximaleinsatz, allerdings kann ein Spieler nicht mehr Chips setzen, als er vor sich am Tisch hat.

Tipp: Regeln für Mindesterhöhungen gelten nicht beim All-In

Es ist einem Spieler gestattet All-In zu gehen, auch wenn er nicht genügend Chips für die nötige Mindesterhöhung hat.

All-In – Alle Chips in der Mitte

All-In!

Was passiert eigentlich, wenn mehr gesetzt wurde, als man selbst an Chips vor sich hat? Muss man dann ins Portemonnaie greifen, muss man die Autoschlüssel auf den Tisch packen oder die eigene Frau einsetzen? Nein, diese Zeiten sind lange vorbei.

Kein Spieler muss mehr Chips setzen, als er selbst am Tisch hat. Ein Spieler, der alle seine Chips gesetzt hat, ist dann all-in. Er bleibt mit seinem bisher geleisteten Einsatz am Pot beteiligt, kann aber von jedem Gegenspieler nur so viel gewinnen, wie er eingesetzt hat. Sind mehr als 2 Spieler an diesem Pot beteiligt, wird ein sogenannter Sidepot gebildet, um den nur noch die anderen Spieler spielen.

Rake – So verdienen Casinos Geld

Sowohl beim Online Poker als auch in Casinos wird aus jedem Pot eine kleine Gebühr, die sogenannte Rake, entnommen. Von dieser Rake finanziert sich der Anbieter, beziehungsweise das Casino. So funktioniert die Rake:

Prozentual: Die Rake wird immer in Prozent angegeben. „5%“ heißt zum Beispiel, dass 5% Rake pro Pot entnommen werden.

Cap: Fast immer gibt es eine Obergrenze bei der Rake, ein sogenanntes „Cap“, um zu verhindern, dass bei besonders großen Pötten zu exorbitante Beträge abfließen. Online liegt dieses zumeist zwischen 3 und 5 Euro, in Live-Casinos kann das Cap aber auch gerne 20 bis 40 Euro betragen.

No Flop No Drop: Bei den meisten Anbietern und Casinos gilt die No-Flop-No-Drop-Regel. Diese besagt, dass keine Rake entnommen wird, wenn es in der Hand keinen Flop gibt.

Diese Rake-Regeln gelten nicht nur bei Texas Hold’em, sondern bei praktisch allen gebräuchlichen Poker-Varianten.

Tipp: Keine Rake bei Home-Games!

Spielt man ein Home-Game, sollte man es tunlichst vermeiden Rake zu nehmen. Zum einen sorgt man mit diesen Kosten schnell damit, dass die Gäste nicht wiederkommen und zum anderen ist das korrekte Bestimmen der Rake pro Pot gar nicht so einfach. Besser ist es, wenn man schon Gebühr nehmen will, eine fixe Spielgebühr zu nehmen.

Video: Texas Hold'em Crashkurs

Die Kollegen unserer englisch-sprachigen Schwesterseite hier die Texas Hold'em Regeln in einem kurzen, übersichtlichen Video zusammengefasst:

Online Texas Hold’em Poker

Texas Hold’em wird online in zwei Hauptkategorien angeboten: Cash Games und Turniere.

Online Texas-Hold'em-Turniere

► Sit-and-Go: Turniere können als 1-Tisch-SNG angeboten werden. SnG steht für Sit-and-Go, das Turnier beginnt als, sobald alle Plätze besetzt sind - mit drei bis neun Teilnehmern. Besonders beliebt sind Jackpot-Sit-and-Go-Turniere (Spin and Gold oder BLAST) bei denen der Preispool ausgelost wird und bei deinen man potentiell mit kleinem Einsatz um sehr viel Geld spielen kann.

Multi-Table-Turniere: Sogenannte MTT (Multi-Table-Turniere) mit tausenden von Spielern sind online ebenfalls sehr verbreitet. Es hat schon Online-Texas-Hold’em-Turniere gegeben, an denen über 100.000 Spieler teilnahmen.

Online-Cash-Games

Cash-Games sind ganz anders geartet als Turniere. Sie finden grundsätzlich nur an einem Tisch statt. Außerdem werden im Unterschied zu Turnieren die Blinds nicht erhöht. Auch können Sie an einem Cash Game nicht ausscheiden. Sie können sich online jederzeit an einen Texas Hold’em Tisch setzen und solange spielen, wie Sie Lust haben. Sollten Sie nach einem Bad Beat Ihre Chips verloren haben, gibt Ihnen der Online-Pokerraum automatisch einige Sekunden Zeit zum Nachladen.

Klassische Cash Games: Bei allen Anbietern findet man online klassische Texas Hold’em Cash Games. Man sucht sich sein Limit und seinen Tisch aus und spielt ganz normal an diesem Tisch. Dies ist dem Poker im Casino am ähnlichsten.

Fast Fold Poker: Sehr beliebt sind seit vielen Jahren Online sogenannte Fast-Fold-Varianten (bekannte unter den Namen Zoom, Snap oder Rush & Cash). Hier wird man, sobald seine Hand foldet, an einen neuen Tisch gesetzt und bekommt sofort neue Karten. Diese Variante ist schneller und action-reicher als die klassischen Cash-Games.

» Mehr Infos zu Fast-Fold-Poker

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Texas Hold’em Poker Strategie

Auch wenn Texas Hold’em auf den ersten Blick wie ein Glücksspiel scheint, hat diese Pokervariante eine ausgeprägte strategische Komponente.

Wir haben in zahlreichen Artikeln die wichtigsten Aspekte der Strategie beim Texas Hold’em zusammengefasst:

Auswahl der Starthände beim Hold‘em
10 Typische Anfängerfehler
8 Tipps für Anfänger
So schlägt man die Micro-Stakes im Internet
Gegner lesen
Bankroll-Management
Odds ausrechnen
Übersicht aller Wahrscheinlichkeiten beim Hold‘em

» Übersicht aller Poker-Strategie-Artikel auf PokerZeit

Etiquette beim Live Texas Hold'em

Während die Regeln, wie viel Sie setzen oder erhöhen können, ziemlich einfach und leicht zu verstehen sind, hat Poker eine gewisse Anzahl von Wettetikettenregeln, die es ebenfalls zu verstehen und beherzigen gilt.

Kein "Betting Out of Turn"!

Betting Out of Turn
Betting Out of Turn

Es liegt in der Verantwortung des Spielers, auf die Wetten und Erhöhungen vor und nach dem Flop zu achten. Andernfalls wird das Spiel verlangsamt und die Anzahl der Hände, die Spieler pro Stunde sehen können, reduziert.

Online Poker hat hier natürlich den großen Vorteil, dass man sich um so etwas gar keine Gedanken machen muss.

Von den Spielern wird auch erwartet, dass sie auf die Reihenfolge der Aktion achten und keine Aktion, einschließlich Wetten, außer der Reihe machen. "Betting out of turn", als Einsätze wenn man noch gar nicht an der Reihe ist, sind besonders wichtig, weil man so den Spielern vor einem unnötig Informationen gibt.

Der Dealer oder der Floor muss entscheiden, welche Aktionen verbindlich sind und welche Wetten zurückgegeben werden müssen, aber es ist immer besser, niemals außer der Reihe zu wetten. In den meisten Casinos wird so eine Aktion auch mit einem Straforbit belegt.

Kein "Splashing the Pot"!

Während es in den Filmen gut aussehen mag, einen Haufen Chips in die Mitte zu werfen oder den ganzen Stapel in den Pott zu schieben, wird es als schlechte Etikette angesehen und wird in einem echten Pokerspiel oder Turnier nicht gerne gesehen.

Sagen Sie einfach "all in" oder schieben Sie die richtige Menge an Chips über die Wettlinie. Der Dealer zählt Ihnen die Chips, bestätigt den Betrag und fügt sie dem Pot hinzu. Ansonsten kann es schnell zu Irritationen kommen, wie viel sie eigentlich gesetzt haben.

Bloß keine "String-Bets"!

Keine String Bets!
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String-Bets kommen in ein paar verschiedenen Formen vor, aber sie alle repräsentieren mehr oder weniger die gleiche Sache - eine Wette, die nicht vollständig ist oder in einer kompletten Bewegung abgegeben wird.

Eine Form des String-Bets besteht beispielsweise darin, einen Stapel Chips über die Wettlinie zu bewegen und dann wieder nach hinten zu greifen und mehr Chips über die Linie zu setzen. Das ist illegal, da Sie versuchen könnten, die Reaktion von jemandem mit der ersten Wette und Bewegung zu messen und dann weitere Chips hinzuzufügen, sobald Sie die Informationen sehen.

Eine andere Form des String-Bets ist die Ankündigung eines Einsatzes einer bestimmten Größe oder eines Calls und der Versuch, eine Erhöhung oben drauf zu setzen. Sie müssen den vollen Betrag der Wette deklarieren oder den korrekten Betrag einzahlen, damit sie als legale Erhöhung angesehen werden kann.

Wenn ein Spieler zuerst genügend Chips zum Mitgehen einsetzt und dann versucht, eine Erhöhung hinzuzufügen, wird dies nur als Call betrachtet und der Spieler muss die erhöhten Chips zurücknehmen.

So funktioniert ein Straddle beim Texas Hold'em

Ein Straddle-Einsatz wird vom Spieler links vom Big Blind gemacht. Dieser Einsatz ist doppelt so hoch wie der Big Blind und wird gemacht, bevor die Karten ausgeteilt werden. Eine solche Wette, die in der Regel nachteilig für den ausführenden Spieler ist, wird wie ein weiterer Blind-Einsatz betrachtet und wird gemacht, um das Spiel aufzupeppen.

Straddle-Einsätze sind nur in Live-Spielen möglich und ob diese erlaubt sind, hängt von dem jeweiligen Casino oder Ausrichter des Spiels ab.

Wann zählt ein Einsatz beim Poker?

Ein Einsatz beim Live-Poker zählt, wenn eine dieser Bedingungen erfüllt ist:

► Die Chips werden vorwärts bewegt und über die Wettlinie auf dem Tisch platziert
► Eine mündliche Erklärung der "Wette" oder "Erhöhung" wird abgegeben, wenn man an der Reihe ist

Wenn man einen einzelnen Chip in den Pot setzt, der größer ist als der Einsatz, aber keine Erhöhung ankündigt, wird dies nur als Call gewertet. Wenn man versucht, eine Erhöhung zu machen, aber weniger als den erforderlichen Betrag setzt, wird Du gezwungen, den Rest in den Pot einzuzahlen, um eine legale Erhöhung zu machen.

Geschichte von Texas Hold'em

Geschichte von Texas Hold'em

Der Aufstieg von Texas Hold’em zum beliebtesten Kartenspiel der Welt vollzog sich erst langsam, dann aber immer schneller. Inzwischen kennt jeder die Geschichte von Chris Moneymaker, der im Jahr 2003 ein Online Texas Hold’em Turnier gewann, sich damit für den WSOP Main Event qualifizierte und ein paar Wochen später Millionär und das bekannteste Gesicht der Pokerwelt wurde.

Damit begann ein weltweiter Siegeszug, und vor allem Online Texas Hold’em hat seitdem viele Millionen Spieler gewonnen. In den USA war Hold’em online und live aber schon länger ein Hit. In Europa begann der Boom erst nach dem Moneymaker-Sieg. Wahrscheinlich werden deshalb bis heute die meisten Texas Hold’em-Turniere von Amerikanern gewonnen. Allerdings haben die Europäer inzwischen stark aufgeholt.

Bevor Texas Hold’em zum Superstar der Pokervarianten wurde, war Seven Card Stud die beliebteste Spielart. Die „großen alten Männer“ des Spiels, wie Doyle Brunson und T.J. Cloutier, haben sich live in dieser Variante ihre Sporen verdient, und das war nicht immer ganz ungefährlich.

Noch früher, und uns vor allem aus Western bekannt, war die Variante Five Card Draw aktuell. Noch heute werden zwei Paare – Asse und Achten – als „Dead Man’s Hand bezeichnet, weil Wild Bill Hickock diese Karten auf der Hand hatte, als er in einem Saloon von hinten erschossen wurde.

Dass Texas Hold’em so beliebt ist, ist kein Zufall. Das Spiel folgt einfachen Regeln und bietet eine Menge Action. Der bekannteste Pokerspruch der Welt lautet: „Es dauert fünf Minuten, um das Spiel zu lernen, aber ein ganzes Leben, um es zu beherrschen“.

Trotzdem ist Texas Hold’em – online oder live – kein einfaches Spiel. Die klaren, simplen Regeln hat es mit Schach gemeinsam, und das Gleiche gilt für die dahinter stehende Komplexität des Spiels. Im Gegensatz zu Schach ist Texas Hold’em aber ein Spiel der unvollständigen Informationen, denn die gegnerischen Karten sind bis zum Showdown unbekannt. Der Faszination tut das keinen Abbruch - im Gegenteil.


Texas Holdem FAQ

  • Warum ist Texas Hold’em so beliebt?

    Texas Hold’em ist die am weitesten verbreitete Poker-Variante und seit über 50 Jahren wird die Pokerweltmeisterschaft im Texas Hold’em ausgetragen. Ferner ist dies die am leichtesten zu lernende Variante.
  • Wie lang dauert ein Spiel Texas Hold’em?

    In der Regel dauert das Ausspielen einer einzelnen Hand zwischen einer und drei Minuten. Im Einzellfall kann eine Hand durch lange Nachdenk-Pausen jedoch auch 10 Minuten oder länger andauern.
  • Was ist beim Texas Hold’em die beste Hand?

    Wie bei fast allen Pokervarianten ist beim Texas Hold’em ein Royal Flush die beste Hand. Dies ist eine gleichfarbige Straße von der Zehn bis zum Ass.
  • Was ist der Unterschied zwischen Texas Hold’em und Poker?

    Texas Hold’em eine bestimme Variante von Poker. Daneben gibt es auch andere Varianten wie etwa Omaha, Stud oder Draw-Poker.
  • Muss man beim Texas Hold‘em beide Karten benutzen?

    Nein. Beim Showdown kann man beim Texas Hold’em beide, eine oder sogar gar keine der eigenen Karten benutzen.
  • Ist das Ass beim Texas Hold’em hoch oder niedrig?

    Beim Hold’em kann ein Ass sowohl hoch als auch niedrig eingesetzt werden. In der Regel ist es die höchste Karte, aber in Verbindung mit 2-3-4-5 kann das Ass als niedrigste Karte verwendet werden, um eine Straße zu bilden. Dabei darf eine Straße nicht „um die Ecke gehen“. Heißt: K-A-2-3-4 ist KEINE Straße.
  • Was ist die höchste Farbe beim Texas Hold’em?

    Die Farben (Pik, Herz, Karo, Kreuz) sind beim Texas Hold’em alle gleichwertig. Keine Farbe hat vor der anderen einen Vorrang.

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