Der Eindruck am Pokertisch: eine Einführung

Grant Hinkle

Im No-Limit Texas Hold'em ist das der Eindruck, den Sie am Tisch machen, alles. Dies macht oft den kleinen Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern aus. Es gibt einige Regeln, die Sie lernen sollten, um mit Ihrem Image am Tisch die höchste Gewinnstufe zu erreichen.

Die erste Regel: Wenn Sie planen einen lockeren Eindruck am Tisch zu machen, müssen Sie mit Spielern spielen, denen dies auch auffällt. Sie können nicht an einen Low-Limit-Tisch gehen, wo die Spieler alles setzen und erwarten, dass jemandem auffällt, wie ausgesprochen locker Sie sind. Die beste Art ein Low-Limit-Spiel zu gewinnen, ist die Karten zu spielen. Der Eindruck am Tisch ist hingegen wichtig, wenn Sie die Spieler mehr als die Karten spielen.

Die zweite Regel: Setzen Sie auch einmal bei schlechten Händen viel Gel, um ein gewisses Image zu erreichen. Spielen Sie wie ein Verrückter, d.h. "loose" (aggressiv) und lassen Sie die Gegner dies spüren. Lehnen Sie sich jedoch nicht zu weit hinaus und spielen Sie nicht dumm. So wird Ihnen manch einer in die Falle gehen. Als "Verrückter" sollte es Ihr Ziel sein einige billige Potts mit schlechten Blättern als Machtprobe zu nutzen und einige schlechte Blätter Pre-Flop zu erhöhen. Mit Erhöhungen bei schlechten Karten können Sie auch Spieler mit Top-Paaren einschüchtern. Verlieren Sie sich aber nicht in diesem Bluffs und lassen Sie rechtzeitig los: Wenn Sie dann mit einer guten Hand erhöhen, wird es schwieriger, Ihr Verhalten zu durchschauen.

Die dritte und wichtigste Regel: Spielen Sie beim Flop immer "tight": Dies ist eine Spielsituation, bei der immer weniger Spieler im Pot sind und daher auch nur kleine, weniger profitable Pots zustande kommen. Auch wenn Sie sich wie ein Verrückter benehmen, erhöhen Sie Pre-Flop. Callen Sie den Einsatz nur des guten Eindrucks wegen und folden Sie ein dummes Blatt, falls der Pott wirklich klein ist.

 

Die drei Eindrücke am Tisch

Schauen wir nun, was es bedeutet, sein Eindruck am Pokertisch in drei Stufen zu entwickeln. Das Ziel, das wir hier erreichen möchten ist, dass Ihre Gegner Fehler machen, weil diese Ihr Image am Tisch falsch wahrnehmen. Unser Ziel ist es, dass die Gegner ein Top-Paar folden (die Karten ablegen), weil wir mit einem harten Image bluffen. In ähnlicher Weise wollen wir, dass Sie raisen (erhöhen), wenn wir super Karten haben und wie Verrückte spielen.

 

  1. verrückt
  2. tight
  3. verrückt (unvorhersehbar)

Sie können lernen jedes dieser Images zu vertreten - es lohnt sich, jedes zu lernen! Wenn es notwendig ist, sollen alle drei Eindrücke am Tisch benutzt werden. Man muss damit flexibel sein können und auf den gegenwärtigen Status am Tisch eingehen können!

 

Welchen Eindruck wähle ich?

 

Wählen Sie Ihren Eindruck am Tisch dahingehend ob es ein tightes oder looses Spiel ist. Als einfache Faustregel gilt:

  1. tighter Tisch - tighter Eindruck
  2. looser Tisch- looser Eindruck

Dies scheint auf den ersten Blick nicht logisch, aber bedenken Sie: Es geht nicht um Ihre Spielweise, sondern um den Eindruck, den Sie erwecken (auch wenn dies zu einem Teil natürlich zusammenhängt). Egal, welchen Eindruck ich persönlich wähle, beim Flop spiele ich immer tight, egal was kommt. Auch wenn ich die Rolle eines Verrückten spiele, werde ich nur sehr selten einen Call Down machen ohne das beste oder ein sehr gutes Blatt zu haben. Gelegentlich werde ich absichtlich ein schlechtes Blatt zeigen, wenn es sich um einen kleinen Pot handelt.

Der Punkt ist folgender: Wen wir an einem tighten Tisch tight spielen, werden andere Spieler weiterhin Top-Paare abgeben. Sie werden die Blinds stehlen und so viel bluffen können wie Sie wollen, solange die letzen Spieler denken, dass Sie eng spielen.

An einem Tisch, wo viele Hände gespielt werden, wollen wir hingegen zeigen, dass wir locker (loose) spielen. So denken die Gegner, man sei ein Dummkopf, der bei allen Händen leichtsinnig mitgeht. An einem wirklich loosen Tisch, müssen Sie manchmal lange sitzen bleiben bis es für Sie interessant wird (z.B. wenn Sie Asse im Pocket haben). Steigen sie bei Ihrem sehr guten Blatt aus, erhöhen Sie ein paar Mal auf dumme Weise hier und dort und erhöhen Sie einige schlechte Blätter Pre-Flop, damit die anderen denken, dass Sie zum Spielen da sind und nicht um an ihr Geld zu kommen.

Der verrückte Eindruck am Tisch eignet sich am besten, wenn Sie gegen Gegner spielen, die Ihr Verhalten gut lesen können. Gegner, die sich ganz genau auf jeden Ihrer Züge konzentrieren, können Sie nur verwirren, wenn Sie diesen als "Verrückter" erscheinen.Dieser Spielertyp (verrückt/unvorhersagbar) ist auf die Dauer der Gewinner, da man ihn nie an einem bestimmten Blatt festmachen kann. Nur Sie wissen, wann sie Flops aufgeben müssen und wann sie Sie mit Ihrem Einsatz aus dem Pott bringen müssen.

Auch wenn der Eindruck am Tisch nicht immer alles ist, handelt es sich um ein wichtiges Element, das Sie Ihrem gesamten Spiel hinzufügen sollten. Mit Ihrem Image zu spielen, kann Ihnen auf die Dauer nur nützen.

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