WSOP Triple Barrel – Daniel Negreanu im Lowball-Finale, Enttäuschung für Deutsche, Brunson stänkert

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Leider keine frohe Kunde aus Las Vegas. Bei der WSOP scheiterten unsere beiden deutschen Hoffnungen im 6-max-Finale von Event #11, die $10k No-Limit Lowball Championship wurde ohne deutschsprachige Beteiligung entschieden und auch bei Event #12, einem Pot-Limit Hold’em-Turnier, gab es wenig Grund zu Freude. Außerdem in unserer heutigen Triple Barrel: Todd Brunsons Beschwerde über die aktuelle Open Face Chinese-Mode.

1) Finale der Giganten beim Lowball

Ohne deutsche Spieler ging Tag 2 bei der $10.000 Championship im No-Limit Lowball über die Bühne. George Danzer war unser einziger Starter, schied aber gestern bereits in seiner Lieblingsvariante aus.

Der vorentscheidende zweite Turniertag wurde lange von Daniel Negreanu dominiert, doch am Ende baute Kid Poker ein wenig ab und musste sich mit Platz im Chipcount hinter Paul Volpe und Jason Mercier begnügen. Natürlich ist aber noch alles drin für den Kanadier.

Sieben Spieler suchen in der kommenden Nacht den neuen Weltmeister in dieser für viele exotischen Variante.

Zwischenstand Event #13 $10.000 Championship No-Limit Lowball

1

Paul Volpe

783.000 Chips

2

Jason Mercier

469.000 Chips

3

Daniel Negreanu

426.000 Chips

4

Brian Rast

390.000 Chips

5

Larry Wright

203.000 Chips

6

John Monnette

169.000 Chips

7

Abe Mosseri

162.000 Chips

2) Leider kein Happy End für Pauli und Debus

Gleich zwei Eisen im Feuer hatte Deutschland bei Event #11, einem NLHE 6-max.

frank debus
Frank Debus (links) und Sebastian Pauli gelang es leider nicht das erste deutsche Bracelet zu holen.

Zehn Spieler hatten das Finale der vergangenen Nacht erreicht.

Neben internationalen Top-Leuten wie Justin Bonomo und Taylor Paur waren auch Sebastian Pauli und Frank Debus dabei.

Leider musste sich Debus bereits in der ersten Hand verabschieden, als er mit J 7 in Achten rannte.

Auch Sebastian Pauli schaffte es nicht an den Finaltisch. Er verabschiedete sich als Siebter mit Pocket Sechsen gegen Pocket Buben.

Den Sieg und sein erstes Bracelet holte im weiteren Verlauf Justin Bonomo, der im Heads-Up Mike Sowers niederrang.

Endstand Event #11, $1.500 NLHE 6-max

1

Justin Bonomo

$449.980

2

Mike Sowers

$278.518

3

Daniel Strelitz

$180.587

4

Lance Harris

$119.977

5

Niel Mittelman

$80.341

6

Taylor Paur

$55.703

7

Sebastian Pauli

$39.635

8

Viet Vo

$39.635

9

Todd Anderson

$29.351

10

Frank Debus

$29.351

Leider ohne deutsche Beteiligung wird auch Event #12, ein PLH-Turnier mit $1.500 Startgeld entschieden. Marvin Rettenmaier (53.; $2.872), Christophe Gross (41.; $3.421) und Hendrick Latz (34.; $4.120) erreichten zwar die bezahlten Plätze, aber auch nicht viel mehr.

Wie beim Lowball fällt auch diese Entscheidung morgen, wobei vor allem unbekannte Spieler das Finale erreichten.

Dafür schafften es bei Event #14, einem $1.500 Omaha Hi/Lo, gleich vier Deutsche in Tag 2. Chipleader, bei noch 220 verbleibenden Spielern, ist der Amerikaner Kalpesh Raichura, vor Konstantin Puchkov. 

Bester Deutscher ist derzeit George Danzer auf Platz 24, der schon beim 2-7 Triple Draw World Championship an den Final Table kam und Fünfter für $70.380 wurde. Vielleicht klappt es ja dieses Mal mit dem Bracelet, verdient hätte es George auf jeden Fall. 

Ismael Bojang (61./27.000), der ebenfalls bereits ein WSOP Finale erreichte, sowie Grzegorz Derkowski (119./16.900) und Jan Von Halle (188./11.300) sind ebenfalls noch im Rennen.

3) Todd Brunson lästert über Open Face Chinese Poker

Es ist DAS Spiel der Stunde und erfreut sich auf der gesamten Welt wachsender Beliebtheit, doch Todd Brunson hat von Open Face Chinese Poker schon die Nase voll.

1914 Todd Brunson Fakes a Bracelet
Todd Brunson bezeichnete Open Face Chinese Poker im Interview als Krebsgeschwür.

Aus seiner Sicht hat die Modevariante überhaupt nichts mit Poker zu tun, da man beim Poker seine Hand anschaue und dann setze.

In seiner Argumentation geht Brunson sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnet OFC, wie man das Spiel kurz und knackig nennt, als Krebsgeschwür, das in Casinos nichts verloren hätte.

In einem Pokerraum sei nur Poker erlaubt, aber kein Gin Rommé und kein Backgammon, und daher dürfe eben auch kein Chinese Poker gespielt werden.

Dass man darüber geteilter Meinung sein kann, zeigten Brunsons Kollegen Paul Volpe und Shaun Deeb, ebenfalls im Interview mit unseren kanadischen Kollegen von PokerListings.com.

Volpe meint trocken, dass er keinen Grund sehe, warum Spieler keine Variante spielen sollten, die sie mögen.

Shaun Deeb, der im Vorjahr bei der PCA das OFC-Turnier gewann, stimmt Brunson immerhin in dem Punkt zu, dass Open Face Chinese kein richtiges Poker sei, sondern eher in Richtung Blackjack gehe.

Andererseits entwickle sich die Pokerszene eben weiter, und nachdem Limit Hold’em erst von No-Limit Hold‘em und dann von Pot-Limit Omaha abgelöst worden sei, sei eben nun OFC angesagt.

Letztlich sei OFC leicht zu lernen und damit auch für schlechte Spieler ein tolles Spiel.

Alle Ergebnisse, Chipcounts und Liveupdates von der WSOP 2014 gibt es hier

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