Razzia im Amaya-Hauptquartier!

Waren bei der Übernahme von PokerStars Insiderinformationen im Spiel?

Soeben erreichte uns eine sensationelle Meldung. Wie das Forbes Magazine berichtet, hat es eine großangelegte Razzia der kanadischen Finanzaufsicht und Polizei im Hauptquartier von Amaya, dem Besitzer von PokerStars und Full Tilt, gegeben! Bezüglich der Gründe hüllt man sich in Stillschweigen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es dabei um die Übernahme von PokerStars geht und sich einige Personen durch Insiderinformationen über den Deal bereichert haben könnten.

Wurden Personen vorab über die Übernahme informiert?

Die Aktie von Amaya seit der Übernahme von PokerStars um unfassbare 340% gestiegen! Gut, für diejenigen, die von dem Aufkauf wussten und verständlich, dass die Finanzbehörden da misstrauisch werden und Insiderhandel vermuten.

Amaya-Aktie
Die Amaya-Aktie ist in diesem Jahr um unglaubliche 340% gestiegen!

Insiderhandel ist die Verwendung von Vorab- oder Insiderinformationen für Börsengeschäfte. Diese Praktiken sind verboten und folglich strafbar.

Die Aktie von Amaya ist in diesem Jahr einer der besten Perfomer an der Börse überhaupt. Ihr Wert explodierte förmlich von gut 5 Euro zu Beginn des Jahres auf aktuell 27,07 Euro.

Auffällig ist, dass die Aktie schon Anfang Mai, also schon sechs Wochen vor der Übernahme (!) einen deutlichen Aufwärtstrend zeigte.

Wer in diese Aktie vor der Übernahme von PokerStars eine hohe Summe investiert hat, konnte ein kleines Vermögen machen. Die Information des Aufkaufs war also viel Geld wert, denn es war klar, dass die Aktie danach steigen wird.

Es ist derart offensichtlich, dass davon auszugehen ist, dass die kanadische Finanzbehörde überprüfen will, ob Insiderinformationen im Spiel waren.

„Es hat kein Fehlverhalten seitens des Unternehmens gegeben“

Darauf deutet auch die Tatsache hin, dass mit der Investmentbank „Canaccord Genuity“ und der Versicherungsfirma „Manulife Financial“ noch gegen zwei weitere Unternehmen ermittelt wird. Darüber hinaus sagte ein Polizeisprecher: „Es hat kein Fehlverhalten seitens des Unternehmens gegeben.“

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"Die Untersuchung hat keinen Einfluss auf die laufenden geschäftlichen Aktivitäten von Amaya", sagt Pressesprecher Eric Hollreiser.

Auch Eric Hollreiser, der Pressesprecher von Amaya, meldete sich zu Wort und versuchte zu beruhigen: „Amaya kooperiert bei der Ermittlung der Autorité des Marchés financiers, der Sicherheitsregulation in der Provinz Quebec. Für uns ist es nicht angebracht, zu diesem Zeitpunkt weitere Details zu nennen. Die Untersuchung hat keinen Einfluss auf die laufenden geschäftlichen Aktivitäten von Amaya, die Mitarbeiter oder andere Unternehmen.”

Ist die Akzeptanz von kanadischen Spielern der Grund für die Razzia?

Andere Stimmen glauben dagegen, dass der Grund für die Razzia ist, dass PokerStars Spieler aus Kanada akzeptiert.

Das kann jedoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, denn dann wäre die Razzia nicht von der Finanz-, sondern von der Spielaufsichtsbehörde ausgegangen.

Wird das Ganze die Rückkehr von PokerStars nach New Jersey verhindern?

PokerStars goes New Jersey
Wie wird sich die Razzia auf die geplante Rückkehr von PokerStars nach New Jersey auswirken?

Nein, das wäre zu weit gegriffen. Allerdings wird es mit Sicherheit auch nicht förderlich sein und könnte zu deutlichen Verzögerungen führen, da davon auszugehen ist, dass die amerikanischen Behörden erst das Ergebnis der Ermittlungen abwarten, bevor sie eine Freigabe erteilen. 

Wie ihr wisst, galt die Rückkehr von PokerStars nach New Jersey ja schon fast als gesichert, was sich nun ändern könnte.

Wir werden auf jeden Fall an diesem spannenden Fall dran bleiben und euch sobald es Neuigkeiten über die Gründe der Razzia oder die Ermittlungen gibt umgehend darüber informieren!

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