EPT Grand Final Highroller – Philipp Gruissem holt den Sieg

Philipp Gruissem 2013 WSOP EuropeEV0725K NLH High RollerFinal TableGiron8JG3204

Nach einem langen und anstrengenden Tag 2 hatten es die Highroller am Finaltag eilig. Nach nicht einmal fünf Stunden stand der Sieger fest. Philipp Gruissem erwischte einen absoluten Sahnetag und machte mit der Konkurrenz kurzen Prozess.

Zwei Deutsche unter den letzten Neun

Bis tief in die Nacht hatte es am Vortag gedauert, ehe die Zusammensetzung des Finaltischs feststand.

Neben internationalen Top-Stars wie John Juanda, Scott Seiver und Davidi Kitai erreichten mit Philipp Gruissem  und Martin Finger auch zwei Deutsche das Finale, sie belegten vor Finalbeginn gute Plätze im Mittelfeld.

Gruissem mit Start nach Maß

Es gibt sie einfach, diese Tage, an denen (fast) alles gelingt. Und genau einen solchen erwischte Philipp Gruissem von Beginn an.

Nachdem Chipleader Davidi Kitai den Kanadier Pascal Lefrancois aus dem Turnier genommen hatte, zahlte er Gruissem direkt in der nächsten Hand aus.

Das Board zeigte 8 Q 2 2 9 und Gruissem feuerte seine dritte Bet. Kitai callte und bekam mit Q Q ein Full House gezeigt.

Mit vielen überdurchschnittlich starken Händen bahnte sich Gruissem seinen Weg durchs Leaderboard und war bald an der Spitze angekommen.

davidi kitai
Davidi Kitai begann den Tag als Chipleader.

Aus für Finger auf Platz 6

So gut es für Gruissem lief, so schlecht meinte es das Kartenglück mit Martin Finger. Der Bracelet-Gewinner und EPT-Sieger überstand den Chinesen Chenxiang Miao und Stephen Chidwick, aber dann war auf Platz 6 Endstation.

Mit Q 8 versuchte Finger sein Glück, doch Davidi Kitai callte im Big Blind mit 9 9 und behielt auf einem Board mit J K 8 J 5 die Oberhand. Als „Trostpflaster“ erhielt Finger €256.000 Preisgeld.

„I am running good“

 Mit der Bemerkung, dass er einen guten Lauf hätte, traf Gruissem den Nagel auf den Kopf. Erst produzierte er einen Nut Flush, dann bekam er mit Assen von Kitais Ass-König die volle Auszahlung und setzte sich so immer weiter vom Rest des Feldes ab.

75 Prozent der Gesamtchips hatte Gruissem vor sich, als er Byron Kaverman vom Tisch nahm. Der war mit K Q All-In gegangen und rannte direkt in Gruissems nächste Asse. Unglaublich, auch diese Hand hielt und Kaverman musste vom Tisch.

Als nächster Skalp war John Juanda an der Reihe. Der US-Amerikaner hatte gerade einen großen Pot gegen Scott Seiver verloren, als er mit Q 5 den Rest seiner Chips pushte und vom Deutschen mit 9 7 gecallt wurde.

Eine Sieben auf dem Turn brachte Gruissem auch diesen Pot und eine noch größere Führung.

Aus für den ehemaligen Chipleader

Der belgische Triple-Crown-Gewinner Davidi Kitai war als Chipleader in den Tag gegangen, doch auch er fand heute in Philipp Gruissem seinen Meister.

Ein großer Pot, bei dem Kitai auf dem River fast zehn Minuten überlegte, ehe er foldete, verkrüppelte seinen Stack und im Anschluss wanderten die letzten Chips mit A 5 in die Mitte.

Gruissem fand den Call mit Q J, musste dieses Mal aber bis zum River warten, ehe die Q einschlug und ihm auch diesen Skalp bescherte. €526.400 Preisgeld für Kitai auf Platz 3 des Highroller-Turniers.

Deal und blindes All-In

Direkt nach Davidi Kitais Ausscheiden verhandelten Gruissem und Scott Seiver über einen Deal, nach einigen Minuten hatten sie sich dann darauf geeinigt, dass Gruissem €993.963 als Preisgeld und Seiver €857.637 bekommen würden.

Die beiden verzichteten darauf, eine Restsumme auszuspielen, sondern verabredeten vielmehr, ab sofort blind All-In zu gehen.

Gleich die erste Hand brachte die Entscheidung – symptomatisch für den Finaltag fand Seiver 2 3 und Gruissem Q Q.

Scott Seiver
Scott Seiver wurde nach Deal "blind" Zweiter.

Die Damen hielten, und Philipp Gruissem war damit der offizielle Sieger des Highroller-Turniers von Monte Carlo.

Zudem überschritt er mit seinem Sieg die Neun-Millionen-Euro-Marke in der All-Time-Money-List und setzte sich damit vor Ex-Weltmeister Pius Heinz in Deutschland an die Spitze.

Die Wohltätigkeitsinstitution „Effective Altruism“ wird sich freuen, denn Gruissem unterstützt diese seit einiger Zeit mit 10% seiner Gewinne.

Inzwischen hat Gruissem aber weitere Pläne. Er will eine eigene Organisation für wohltätige Zwecke aufbauen.

Dafür sucht er derzeit nach Investoren, denn „wir brauchen eine Menge Geld“. Weiteres war dem Deutschen, der mit diesem Gewinn Pius Heinz an der Spitze der deutschen Geldrangliste überholt hat, noch nicht zu entlocken.

Endstand EPT Grand Final Monte Carlo Highroller

 

1

Philipp Gruissem

€993.963*

2

Scott Seiver

€857.637*

3

Davidi Kitai

€526.400

4

John Juanda

€426.800

5

Byron Kaverman

€337.650

6

Martin Finger

€256.000

7

Stephen Chidwick

€187.200

8

Chenxiang Miao

€136.900

9

Pascal Lefrancois

€113.250

*2-Wege-Deal nach ICM

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