Paul Michaelis holt das erste Bracelet nach Deutschland!

Paul Michaelis mit dem Bracelet und seiner Rail

Bereits bei Event #8 wurde es vollbracht. Beim $1.500 Pot-Limit Hold’em-Turnier holte Paul Michaelis sensationell das erste WSOP-Bracelet in diesem Jahr nach Deutschland und sicherte sich außerdem die Siegprämie von $189.818. Im Heads-Up besiegte er dabei mit Tom Marchese einen äußerst prominenten Gegner.

Wer, wann, wo

Bei Event #8 wurde die eher seltene Variante Pot-Limit Hold’em gespielt. 639 Spieler meldeten sich an und entrichteten das Startgeld von $1.500, womit ein Preisgeldfonds von rund $860.000 zustande kam.

Neben dem späteren Bracelet-Gewinner nahmen viele prominente Spieler wie Antonio Esfandiari, Tristan Wade, Eric Baldwin und Artem Metalidi teil.

Michaelis mischte auch an den beiden ersten Turniertagen stets vorne mit, lag zeitweilig sogar in Führung und ging schließlich als Dritter ins heutige Finale der letzten 15 Spieler.

Der Weg zum Bracelet

Im Finale erwischte der 24-jährige, der sich noch als Student bezeichnet und in Österreich lebt, dann einen perfekten Start. Auf einem Board mit AA98 hatte er mit 8 8 ein gut verstecktes Full House geturnt, das gegen ein Ass von Kyle Bowker volle Auszahlung bekam. 

Paul Michaelis
Es war der Tag des Paul Michaelis.

Als noch zehn Spieler übrig waren, hatte sich Michaelis, der schon beim Colossus einen Min-Cash erzielt hatte, vom Feld abgesetzt, verlor dann aber einen großen Pot gegen Tom Marchese und musste die Führung an diesen abgeben.

Diese beiden Spieler waren es auch, die das Geschehen in der Folge ziemlich klar dominierten und abwechselnd die anderen Spieler vom Tisch nahmen.

Marchese knöpfte sich Leibgorin (6. Platz) und Hillery Kirby (5. Platz) vor, danach war wieder Michaelis an der Reihe. Gegen David Eldridge brauchte es allerdings ein wenig Glück, denn vor dem Flop waren die beiden bei ihrem All-In mit A 3 (Eldridge) gegen A 3 (Michaelis) mit den gleichen Händen unterwegs, doch brachte schon der Flop mit zwei Pik Spannung. Ein weiteres Pik auf dem River besiegelte Eldridges Schicksal, und als Marchese auch noch Jesse Cohen vom Tisch nahm, war das Heads-Up perfekt.

Mit dem Zwei-Outer zum Bracelet

Das Heads-Up zwischen Michaelis und Marchese begann mit einer 3-zu-1-Führung für den Deutschen, doch wogte das Geschehen angesichts der hohen Blinds so stark hin und her, dass Marchese wenig später selbst nach einem missglückten Bluff des Deutschen die Führung übernehmen konnte.

Im Heads-Up besiegte Michaelis mit Tom "Kingsofcards" Marchese einen ganz Großen.

Die war aber nicht von langer Dauer, denn Michaelis konnte zurückschlagen und dann in einem fast unglaublichen Showdown den Turniersieg unter Dach und Fach bringen.

Mit 9 9 war Michaelis vor dem Flop gegen Marcheses Q Q All-In und natürlich sah alles nach einer Verdopplung von Marchese aus. Der Flop mit K 8 3 änderte daran nichts, aber die 9 auf dem Turn war die Wunderkarte schlechthin für den Deutschen. Nun brauchte Marchese eines seiner beiden Outs, doch das A auf dem River besiegelte den – am Ende etwas glücklichen – Sieg des Deutschen.

Im Siegerinterview gab Michaelis an: „Es lief unfassbar gut für mich. Ich hatte einen Straight Flush gegen einen Nut Flush und mehrere Sets. Meine Bluffs funktionieren, alles lief wunderbar!“

Das kann man wohl sagen. Nachdem er gerade seinen Abschluss in Medien- und Kommunikationsmanagement abgelegt hat, kann der 24-jährige Turnierprofi sich nun voll auf die WSOP konzentrieren. Er wird auf jeden Fall beim Main Event dabei sein, welche Turniere er sonst noch spielt, steht noch nicht fest.

Eines aber ist klar: Sein Bracelet hat er schon sicher!

Endstand Event #8: $1.500 Pot-Limit Hold’em

Platz

Spieler

Land

Preisgeld

1.

Paul Michaelis

Deutschland

$189.818

2.

Tom Marchese

USA

$117.199

3.

Jesse Cohen

USA

$76.189

4.

David Eldridge

USA

$55.960

5.

Hillery Kerby

USA

$41.683

6.

Michel Leibgorin

Frankreich

$31.425

7.

Kevin Andriamahefa

USA

$24.007

8.

Georgios Sotiropoulos

Griechenland

$18.529

9.

William Mitchell

Großbritannien

$14.449

         

Biographie des neuen deutschen Bracelet-Gewinners Paul Michaelis

Paul Michaelis

Alter: 24 Jahre

Cashes: 24

Final Tables: 13

Winnings: $356.684

Einigen von euch mag der Name Paul Michaelis möglicherweise nicht so viel sagen, deswegen haben wir ein paar Infos zum ersten deutschen Bracelet-Gewinner bei der WSOP 2015 vorbereitet.

Paul ist 24 Jahre alt und kommt aus Berlin. Dort gehörte er gemeinsam mit Felix Schulze zu den aufstrebendensten, jungen Pokerspielern und konnte sich in der hiesigen Szene schnell einen Namen machen.

Zum ersten Mal international machte er bei Turnieren im King’s Casino auf sich aufmerksam, wo er im August 2011 Vierter bei der GCOP für €10.000 wurde, und 6 Monate später mit dem Sieg bei den Pokerfirma Open für €37.065 seinen ersten großen Erfolg feiern konnte. Dies war bis gestern auch sein größter Cash.

Trotz seiner erst 24 Jahre kommt Paul schon auf 24 Cashes. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass er dabei 13 (!) Mal am Final Table saß. So führt er übrigens auch die Leaderboards der Spielbank Berlin in den Kategorien größter Gewinn und Top Earners mit €48.800 an.

Auch beim größten Liveturnier aller Zeiten, dem Colossus, schaffte es Michaelis ins Geld und kommt damit bei der WSOP 2015 schon auf 2 Cashes.

Mittlerweile ist er wie so viele andere deutsche Spieler nach Wien gezogen und studiert dort. Der Gewinn des Bracelets samt $189.818 ist der bis dato mit Abstand größte Erfolg des jungen Deutschen.

Aufgrund seines Alters von gerade mal 24 Jahren und den beeindruckenden Ergebnissen wird man aber in Zukunft wohl noch viel von Paul Michaelis hören und er könnte durchaus der nächste Stern am deutschen Pokerhimmel werden

George Danzer scheitert beim $10k Heads-Up im Achtelfinale

Leider mit einer Enttäuschung aus deutscher Sicht endete die $10.000 Heads-Up Championship für unseren POY George Danzer.

George Danzer jagt sein 4. Bracelet beim 10k Heads-Up Championship!
George Danzer scheiterte im Achtelfinale des 10k Heads-Up an Isidro Sifuentes.

Nachdem er die Runde der letzten 16 und damit die bezahlten Plätze erreicht hatte, schied er leider gegen Isidro Sifuentes aus und musste sich mit $26.490 Preisgeld begnügen. Den Sieger ermitteln Paul Volpe und Keith Lehr.

Grund zur Freude gab es definitiv für den Amerikaner Cord Garcia. Er sicherte sich in der Nacht den Sieg beim größten Pokerturnier aller Zeiten, dem Colossus. Er setzte sich gegen 22.373 Spieler durch und kassierte dafür 638.880 Dollar!

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