Leo Margets: „Die Gesetzgebung macht die spanische Pokerszene kaputt“

Leo Margets EPT Barcelona 2014

Leo Margets ist ein echtes Allroundtalent. Sie hat gerade ihr erstes Buch geschrieben, war kürzlich in der spanischen TV-Show „Survivor“ zu sehen, spielt professionell Poker und wird auch beim Battle of Malta an den Start gehen. Außerdem sieht sie verdammt gut aus.

PL: Überraschenderweise machen die Spanier bei der EPT Barcelona nicht den größten Anteil des Teilnehmerfeldes aus. Was ist der Grund dafür?

LM: Das liegt an der spanischen Gesetzgebung. Man muss sehr hohe Steuern auf seine Pokergewinne bezahlen. Man muss seine gesamten Gewinne versteuern, kann aber seine Ausgaben nicht steuerlich geltend machen. Außerdem müssen alle Einnahmen von 2008 an nachträglich versteuert werden.

Da die Ergebnisse der Turniere öffentlich sind, will in Spanien jetzt niemand mehr Turniere spielen. Das ist auch der Grund, warum hier immer weniger Menschen Poker spielen. Mit dieser Gesetzgebung macht der Staat die spanische Pokerszene kaputt, es ist sehr traurig.

PL: Wo lebst du dann zurzeit?

LM: Ich pendele zwischen Barcelona und London hin nun her. Ich habe eine Wohnung hier, studiere aber in London.

Da ich Poker erst relativ spät entdeckt und damals bereits studiert habe, habe ich ein zweites Standbein. Nicht so wie einige junge Onlinespieler, die manchmal sogar Schule oder Studium abbrechen, um professionell Poker zu spielen.

Außerdem bin ich an einem Projekt der Universität Manchester beteiligt, welches versucht Pokerstrategien in der Wirtschaft anzuwenden.

Leo Margets
Leo Margets ist nicht nur ein Allroundtalent, sondern kann auch sehr sexy sein.

PL: Und was machst du sonst noch so?

LM: Ich liebe es zu schreiben. Ich habe sogar ein Buch geschrieben, mich aber bisher noch nicht getraut es zu veröffentlichen.

Das liegt daran, dass ich Angst davor habe, dass meine Familie oder Menschen, die mir wichtig sind, mir das übel nehmen könnten. Ein guter Freund hat mich dazu ermutigt, das Buch zu veröffentlichen und irgendwann werde ich das denke ich auch tun.

PL: Du wirst im November zum ersten Mal beim Battle of Malta an den Start gehen.

LM: Das stimmt, und ich freue mich schon sehr darauf. Ich war noch nie in Malta, habe aber einige Freunde dort und gehört es soll eine sehr schöne Insel sein.

Einige Leute haben mir das Turnier empfohlen und ich weiß, dass es letztes Jahr ein großer Erfolg war. Außerdem wird es dieses Mal auch ein High Roller Event geben, was ein weiteres sehr interessantes Turnier ist. Ich werde wohl die ganze Woche bleiben, damit ich auch etwas von der Insel sehen kann.

PL: Du warst kürzlich auch in der spanischen Version der TV-Show “Survivor” zu sehen.

LM: Ja, dabei wird eine Gruppe von Leuten auf einer einsamen Insel ausgesetzt und muss Challenges bestehen. Ich mag die Idee in der Wildnis überleben zu müssen, leider war das bei den anderen in der Gruppe nicht der Fall.

Leo Margets in der TV Show Survivor
Leo bei der spanischen Version der TV-Show "Survivor".

Die meisten davon, waren Promis, die von Parties oder durch ihre Affären bekannt wurden. Sie waren nur darauf aus Fernsehzeit zu bekommen und dadurch hat die Idee der Show extrem gelitten.

Dennoch habe ich es geschafft acht Wochen lang dabei zu bleiben und bin erst kurz vor dem Finale ausgeschieden.

PL: Acht Wochen sind eine ganz schön lange Zeit.

LM: Es hat sich noch viel länger angefühlt, glaub mir.

PL: Würdest du es nochmal tun?

LM: Ich glaube nicht. Falls es eine echte Survival Show wäre dann vielleicht, da ich glaube, dass man dadurch ein stärkerer Mensch wird.

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