German High Roller – Leon on Top

Leon Tsoukernik

Die gesamte deutsche Pokercommunity fieberte der neuen Staffel von German High Roller entgegen. Gestern um 15 Uhr war es dann endlich soweit und die erste Folge wurde ausgestrahlt. Gleich zu Beginn gab es mächtig Action. Leon Tsoukernik erwischte einen Traumstart und ist nach der ersten Session größter Gewinner.

Big Scotty läuft gleich zweimal in die Asse

Wie immer zu Beginn einer Staffel wurde gestern No-Limit Hold’em gespielt. Eigentlich lagen die Blinds bei CHF100/CHF200, aber durch permanent gesetzten Straddle und Restraddle handelt es sich tatsächlich um eine CHF400/CHF800 Partie.

Währung sind Schweizer Franken, da die 13. Staffel im Grand Casino Luzern aufgezeichnet wurde. Die Teilnehmer haben wir euch ja bereits ausführlich vorgestellt.

Die Besetzung zu Beginn lautete Pius Heinz, Jonas Kronwitter, Quirin Zech, Johannes Strassmann, die beiden Schweizer Stefan Huber und Cash Game Spezialist Dario Wyler, der Online-Qualifikant Urs Keller und last but not least Leon Tsoukernik und sein Kumpel aus dem King’s Casino Scott Hanna, der in der Szene auch unter dem Namen „Big Scotty“ bekannt ist.

Wer die Cash Games im King’s kennt, der weiß, dass die Action dort grandios ist und so verwundert es nicht, dass Scott „fast“ genauso loose spielt wie Leon.

Zudem ist er immer für einen lockeren Spruch gut, was der Sendung nur zuträglich sein kann.

Die erste Lage war dennoch schnell weg, als er zunächst mit A 9 die Straddles mit einer 3-Bet angriff und drei Caller bekam. Darunter war Jonas Kronwitter, der mit A A nur gecallt hatte.

Auf einem recht trockenen Board von 10 10 7 war klar, dass Scott nachdem er vor dem Flop ordentlich Welle gemacht hatte, weiter feuern muss, in der Hoffnung den Pot gleich mitzunehmen.

Dieser war vor dem Flop bereits auf CHF9000 angewachsen und Scotty spielte 3200 an. Leon und der Online-Qualifikant verabschiedeten sich, doch Jonas blieb mit den Assen selbstverständlich dabei.

Am Turn der Q checkte Scotty und gab gegen die Bet von Jonas auf.

Jonas Kronwitter
Jonas Kronwitter gewann gleich am Anfang einen schönen Pot gegen Scott Hanna.

Wenig später bekam er es dann mit seinem Kumpel Leon zu tun und erneut waren die Asse im Spiel.

Hanna callte Preflop die 3-Bet von Leon und der Flop brachte 7 3 2, woraufhin Scotty direkt von vorne All-In schob.

Durchaus nachvollziehbar, da er nur noch etwas mehr als Pot behind hatte, seine Hand eine Menge Equity hat und zudem oft genug alle auf diese Bet folden. Aber nicht Leon, schon garnicht wenn er Aces hat.

Es war praktisch ein Coinflip auch wenn Tsoukernik mathematisch mit 54% Gewinnchanche hauchdünn vorne lag. Zwei Blanks auf Turn und River und Scotty musste nachkaufen.

Er sagte anschließend im Interview: „Ich bin davon ausgegangen, dass ich vorne bin. Wir haben es durchgerechnet und dem war nicht so. Bei so einem Flop folde ich 75 suited nie.“

Auch wenn es am Tisch nicht lief, kann man Scott als Verstärkung bezeichnen, denn er kam nicht nur sympathisch rüber, sondern sorgte gemeinsam mit Leon dafür, dass es bereits in der ersten Session heftig zur Sache ging.

Leon gambelt und gewinnt

Nach eigener Aussage kann Leon nicht schlafen, wenn er einen Draw foldet und sich nicht die letzte Karte anschaut.

Das beste Beispiel dafür ist die folgende Hand, die zugleich auch der größte Pot in der ersten Folge war:

Weltmeister Pius Heinz, der gestern viel Pech hatte, hatte die Action Preflop mit einem Reraise eröffnet und sowohl Leon als auch Stefan hatten gecallt.

Pius Heinz
Für Weltmeister Pius Heinz lief gestern wenig zusammen.

Der Flop ging mit       auf

Nach einer Bet von Pius, callten sowohl Stefan als auch Leon.

Der Turn brachte die  

Pius feuerte erneut, Stefan check-raiste All-In und zur Überraschung des Weltmeisters schob Leon seinen Stack ebenfalls in die Mitte, wodurch der Pot auf satte CHF75.000 anwuchs.

Nach kurzem Überlegen foldete Pius    

Stefan drehte     für Top Set um

Leon hielt     für Nutflushdraw plus Gutshot

Der Schweizer war mit 77% haushoher Favorit,

doch am River schlug die   ein

und brachte damit den Flush für Leon.

leon tsoukernik
Leon führt nach der ersten Folge.

Dadurch katapultierte sich Leon Tsoukernik an die Spitze des Leaderboards.

Fazit

Das Warten hat sich definitiv gelohnt. Der Auftakt der 13. Staffel war sehr gelungen.

Von der ersten Sekunde an flogen die Fetzen, was in erster Linie Leon Tsoukernik und Scott Hanna zu verdanken ist, der die perfekte Ergänzung für ein ohnehin schon hochklassiges Lineup darstellt.

Wir sahen schöne Bluffs, überraschende Laydowns und einige riesige Pötte.

Die Tatsache, dass Leon an der Spitze des Leaderboards liegt, ist die optimale Voraussetzung für heftige Action in den nächsten Folgen, denn mit diesem Stack wird er wohl fast jede Hand spielen und auch den ein oder anderen Move machen.

Es hatte sich gelohnt zu gambeln und Leon konnte, was ihm vermutlich wichtiger gewesen sein wird, ruhig schlafen.

Falls ihr German High Roller einmal verpassen solltet, ist das halb so schlimm, denn wir werden alle Folgen exklusiv für Euch zusammenfassen. Außerdem findet ihr diese ca. 24 Stunden später auch im SPORT1 Mediencenter.

Zu guter Letzt eine Vorschau auf die zweite Folge, die bereits heute um 14 Uhr ausgestrahlt wird


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