German High Roller – Gruissem sorgt mit Regelverstoß für Eklat

Der Moment als Philipp Max seine Karten zeigt und damit für einen Eklat sorgte

Nach dem monströsen fünffachen All-In in der letzten Folge ging es bei den German High Rollern dieses Mal deutlich ruhiger zu. Aufregende Momente gab es dennoch und vor allem eine äußerst prekäre Situation, wie man sie auf diesem Niveau definitiv nicht alle Tage sieht. Gespielt wurde in derselben Besetzung wie beim letzten Mal – mit Ronny Kaiser, Leon Tsoukernik, Jan Peter Jachtmann, Philipp Gruissem, Max Altergott und dem dreifachen Bracelet-Gewinner George Danzer.

 

Nach der grandiosen Action in Folge 12, die den mit €157.000 bisher größten Pot der aktuellen Staffel brachte, sorgte dieses Mal der vermeintliche Regelverstoß von Philipp Gruissem für große Aufregung.

Philipp hatte seinem Kumpel Max Altergott zuvor seine Karten gezeigt, dann seinen Flush übersehen, und Altergott machte ihn darauf ausmerksam, dass er die Gewinnerhand hält, da Gruissem sonst wohl gemuckt hätte.

Leon Tsoukernik verließ darauf entnervt den Tisch und holte nach seiner Rückkehr zum verbalen Rundumschlag aus...

Gruissem zieht fetten Pot…

Obwohl es gar nicht so schlecht für ihn lief, merkte man Philipp Gruissem bereits in den ersten Omaha-Folgen an, dass er sich beim Spiel mit vier Karten nicht so recht wohl fühlt.

In Folge 13 schnappte er sich allerdings den größten Pot, der dieses Mal mit €88.500 für GHR-Verhältnisse recht bescheiden ausfiel.

Phil
Philipp war anschließend deutlich anzumerken, dass ihm das Missgeschick sehr unangenehm war.

Leon hatte mit A K J 8 auf einem Board mit K Q 5 2 mächtig Dampf gemacht, aber weder Max Altergott mit K 9 9 5 noch Philipp Gruissem mit Q Q J 2 abschütteln können. Auf dem Turn ging das gesamte Geld in die Mitte und Gruissem lag mit seinem Set recht klar vorne.

Der River brachte mit der 6 eine Blank und der Main Pot ging an Philipp, während sich Max immerhin mit dem Side Pot begnügen durfte.

…und übersieht die Nuts

Ein schöner Pot für Philipp, doch kurze Zeit später unterlief ihm ein böses Missgeschick.

In einer Hand mit George Danzer hatte er mit A J T 4 Position und auf dem River, der A K 8 7 2 zeigte, gerade mit Runner-Runner-Flush die Nuts bekommen. George checkte mit seinem Set, hätte aber sicher noch eine kleinere Bet bezahlt.

Philipp jedoch bemerkte sein Glück gar nicht und checkte ebenfalls. Als er Georges Hand sah, wollte er bereits mucken, doch wies man ihn auf seine Hand hin, worauf er den Pot einstrich.

Leon3
"Ich will das nicht akzeptieren. Das ist lächerlich, zeigt bitte allen die Karten, ich verwehre mich gegen diese Praktik", regte sich Leon auf.

Eine sehr unglückliche Aktion, die in einem Turnier durchaus sogar eine Aussitzstrafe nach sich ziehen kann, in diesem Fall aber einfach nur Geld kostete und einigen Unmut am Tisch auslöste.

Vor allem Leon regte sich – sicher nicht zu Unrecht – über den Vorgang auf und auch der Pechvogel der bisherigen Staffel war „not amused": "Ich will das nicht akzeptieren. Ich bin hier der größte Verlierer, ihr Typen quatscht die ganze Zeit. Show one, show all. Das ist lächerlich, zeigt bitte allen die Karten, ich verwehre mich gegen diese Praktik. Mir zeigt hier keiner was.” 

JPJ verzweifelt … und gewinnt einen Pot!

Wie übel es beim Poker laufen kann, erlebt in dieser Staffel Jan-Peter Jachtmann. Er ist einer der erfolgreichsten Spieler der German High Roller, doch dieses Mal klebt ihm das Pech an den Fingern.

Schon bei Hold’em lief es mit €47.000 Verlust schlecht, doch bei Omaha konnte er bislang praktisch keinen Pot gewinnen.

Exemplarisch ein Pot, bei dem er mit A J 7 5 auf einem Board mit A Q 3 2 gegen Leons K K 5 2 vor allem wegen des dominierenden Flush Draws haushoher Favorit war, der River aber die 4 brachte und der Pot geteilt wurde.

Solche Hände gab es reihenweise, doch dann kam dies:

Die Hand des Tages

Noch angefressen von der Causa Gruissem spielte Leon mit seinen äußerst mäßigen

       

verrückt und raiste zunächst und stellte nach Ronny Kaisers Reraise All-In. Dazwischen hatten Jan mit

       

und

George mit

       

munter mit kleineren Stacks gecallt, doch Ronny fand mit

       

tatsächlich einen mehr als respektablen Fold, der wieder einmal zeigt, dass Ronny absolute Weltklasse verkörpert.

Mit über €70.000 in der Mitte brachte das Board

         

und Jan gewann tatsächlich mit einem ziemlich bescheidenen Two Pair seinen ersten nennenswerten Pot, nachdem ihm vorher – verständlicherweise – die Verzweiflung bereits ins Gesicht geschrieben stand. In den roten Zahlen ist er aber auf die Staffel gesehen noch immer.

Stand nach dieser Folge:

Ronny Kaiser

+€120.150

George Danzer

+€28.300

Philipp Gruissem

-€1.200

Max Altergott

-€2.600

Jan-Peter Jachtmann

-€24.650

Leon Tsoukernik

-€100.000

Die Folge und den prekären Vorfall könnt ihr euch hier noch einmal anschauen:

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