Triple Barrel – der 25 Mio.-durrrr, der coolste Job, Akenheads „Cheers“

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Wer ist der coolste? Tom Dwan, um den sich wieder Millionengerüchte ranken, James Akenhead, der inzwischen in die Gastronomie wechselte, oder generell alle Pokerprofis, denn sie stehen immerhin auf der „Cool-List“.

1) Tom Dwan kassiert 25 Mio. Dollar oder nicht

Die Nachrichten aus dem exotischen High Stakes El Dorado, das Macau heute ist, umweht immer ein Hauch von Mythos.

tom dwan full tilt
Tom Dwan: cool.

Nie weiß irgendjemand etwas Genaues, nichts wird wirklich bestätigt, aber die Geschichten sind so verrückt, dass sie auch wahr sein könnten.

So hieß es kürzlich, dass Patrik Antonius ausgeschlossen worden sein soll, weil er so tight gespielt hat. Von millionenschweren Geschäftsleuten ist da die Rede, die ihre persönlichen Assistenten per Handzeichen achtstellige Rebuys einzahlen lassen. Kann schon sein.

Nachdem Tom Dwan in den letzten Monaten nicht mehr für gute Nachrichten gesorgt hat, gab es gestern einen Paukenschlag!

25 Mio. Dollar soll der Junge aus New Jersey in Macau eingespielt haben. Vierhändig wurde gespielt, mit Dwan saßen noch zwei chinesische Profis und ein Milliardär am Tisch. Die Blinds: $15k/$30k!

Laut einer Nachricht in der lateinamerikanischen Ausgabe des CardPlayer-Magazins hatte er zuvor allerdings auch 7 Mio. verloren.

Wie viel davon wahr ist? Wer weiß das schon. Aber wir kriegen einfach nicht genug davon.

2) Poker auf der Liste der coolsten Jobs

Sagen wir es mal so: Von außen betrachtet, sieht das Leben eines Pokerprofis ziemlich cool aus.

Shaun Deeb
Kein Chef, kein Büro - sehr cool.

Er hat kein „Büro“, er hat keinen Chef, er bestimmt seine Arbeitszeit selbst. Ach ja, und er reist um die ganze Welt, nur um an faszinierenden Orten um Millionen von Dollar Karten zu spielen. Und sie natürlich zu gewinnen.

In Wahrheit sieht das Ganze natürlich ganz anders aus. Das weiß jeder, der es schon mal probiert hat. Sogar jeder, der nur daran gedacht hat, es auszuprobieren.

Und es ist sehr viel schwieriger, als man zunächst glaubt. Und eigentlich ist es auch eine Menge Stress. Und ungesund kann es auch sein.

Was wir damit sagen möchten ist, dass Poker eine Branche mit einem gewissen Prestige ist. Aber cool? Das wäre vielleicht etwas übertrieben.

Die Webseite TheRichest.com sieht das allerdings anders und hat Poker auf die Liste der coolsten Jobs der Welt gesetzt.

Der Artikel ist, obwohl Mainstream, überraschend gut recherchiert und realistisch. Na gut, die Amerikaner gehen mit dem Thema eben auch weniger verklemmt um als wir.

Er zeigt ein ziemlich exaktes Bild des Lebens als Pokerprofi, kommt dann aber zu einem anderen Schluss als wir. Aber bei einem stimmen wir überein: Poker? Verdammt cool!

3) Akenhead – vom Poker- zum Stammtisch

James Akenhead
James Akenhead - war cool.

Nicht als Gast, als Besitzer!

2009 war für James Akenhead ein Jahr, wie es sich ein Pokerprofi nur wünschen kann. Im Jahr zuvor hatte er bereits eine halbe Million Dollar bei der WSOP gewonnen, jetzt erreichte den Final Table bei der WSOP in Las Vegas UND in London. Danach kassierte er auch noch bei der Poker Million groß ab.

Vier Jahre später hat James Akenhead nichts mehr mit Poker zu tun, er arbeitet als Teilhaber einer Bar in den Londonder Docklands.

Das ist nicht die Geschichte eines Verlierers. Es ist die Geschichte eines Mannes, der sich lange überlegt hat, was er tut, und der im Übrigen seine Schäfchen längst im Trockenen hat.

Poker, so erklärte Akenhead in einem Interview mit PokerPlayer.co.uk, ist auf die Dauer einfach zu nervenaufreibend.

Auszüge:

Es gibt Jahre, da hat man zwei oder drei richtig große Gewinne. Das kann auch in zwei oder drei Turnieren nacheinander passieren. Aber dann gibt es wieder Zeiten, da klappt einfach gar nichts.

Ich kenne beide Seiten, und deshalb habe ich auch aufgehört. Ich möchte etwas mehr Stabilität in meinem Leben – sowohl finanziell als auch emotional. Die schlechten Jahre tun weh. Aber die guten Jahren sind großartig.

Wer schon einmal in der Gastronomie gearbeitet hat weiß, dass das auch eine Branche mit viel Stress und Nachtarbeit, dafür aber ohne geregeltes Einkommen ist.

Insofern ist Akenhead sich also doch ziemlich treu geblieben.

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