Video der Woche – William Kassouf, die Nervensäge des Jahres

William Kassouf

Tolle Turniere und Teilnehmerrekorde, das brachte die EPT Barcelona, die am letzten Wochenende zu Ende ging. Doch neben den vielen positiven Schlagzeilen gab es durchaus auch ein wenig Schatten und mit William Kassouf zumindest einen Spieler, der eine Menge Diskussionen auslöste. Ist sein Verhalten einfach nur witzig oder hat es in einem Pokerturnier nichts verloren – Dieser Frage wollen wir in unserem Video der Woche nachgehen.

Wer, wann, wo

Wir befinden uns in der Bubble-Phase des Main Event der EPT Barcelona. 262 Spieler sind noch im Rennen, bezahlt werden die ersten 247 Plätze.

Im Turniersaal herrscht die klassische Atmosphäre der Bubble-Phase mit vielen angespannten Short Stacks, die unbedingt zumindest ins Preisgeld kommen wollen, und einigen großen Stacks, die aus den besonderen Umständen dieses Szenarios Kapital schlagen wollen.

Im Zentrum unseres Videos steht der Spieler William Kassouf aus Großbritannien, der beim Poker durchaus schon einige Meriten vorzuweisen hat.

2009 erreichte er den Finaltisch der Irish Open und kassierte als Sechster die stolze Summe von knapp über €100.000. Insgesamt erreichte er immerhin Preisgelder von rund $320.000.

Im normalen Leben geht Kassouf einer geregelten Tätigkeit nach und verdient sein Geld als Anwalt, einem Beruf also, bei dem man durchaus eine gewisse Eloquenz braucht.

Kassouf labert und labert

Die Kameras der EPT wurden auf Kassouf aufmerksam, weil er während der gesamten Bubble-Phase praktisch immer einen längeren Vortrag hielt, wenn er an der Reihe war.

Treffer
Nachdem der Dealer am Turn ein Ass in die Mitte gelegt hatte, kam William so richtig in Fahrt.

Das hatte – wie in unserem kleinen Filmchen zu sehen – durchaus seinen mehrsprachigen Unterhaltungswert, doch gab es natürlich auch Spieler, die Kassoufs Verhalten alles andere als spaßig fanden.

Im Pokerjargon ist ein solches Handeln auch als „Stalling“ bekannt – also bewusste Spielverzögerung, um weniger Hände spielen zu müssen und den Preisgeldrängen näher zu kommen.

All-In mit anschließenden „Nüssen“

Trotz seines gemächlichen Spiels war Kassouf auf der Bubble vor kritischen Situationen nicht gefeit. In unserem Video landet er als klarer Außenseiter im All-In und fängt dann an, den Dealer mit einer Mischung aus Englisch, Deutsch, Italienisch und Französisch voll zu labern.

Der zeigt sich (unfreiwillig) gnädig und liefert zwar keine der gewünschten Karten, aber eine, die auch ihren Zweck erfüllt.

Als die Messe gesungen ist, bedankt sich Kassouf artig und meint nicht ganz wahrheitsgemäß, er hätte die „Nuts, auf Deutsch Nüsse“  bekommen.    

Ob er auch weiß, was die Formulierung „Jemandem auf die Nüsse gehen“ bedeutet?

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