Liv Boeree gewinnt SOPA Most Inspiring Player Award

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Liv Boeree - einflussreichste Spielerin des Jahres.

Die Gewinnerin der Hauptkategorie „Most Inspiring Player“ des PokerListings Spirit of Poker Awards freut sich über den „vielleicht authentischsten Preis der Branche“.

Liv Boeree Steckbrief: Boeree kommt ursprünglich aus der Grafschaft Kent. Sie hat einen Abschluss der Universität in Manchester in Physik mit Spezialgebiet Astrophysik.

Zum ersten Mal trat sie 2005 beim Ultimatepoker Showdown im Fernsehen in Erscheinung. Damals wurde sie u. A. von Dave Ulliott und Phil Hellmuth unterstützt.

Danach übernahm sie einen Job als Kommentatorin und berichtete von der World Series of Poker und der European Poker Tour.

Der Durchbruch kam 2010, als Boeree den Main Event der EPT Sanremo gewann. Es war zu diesem Zeitpunkt das größte Turnier, das je auf europäischem Boden gespielt worden war.

Daraufhin wurde sie einige Monate später in das Team PokerStars aufgenommen, dem sie heute noch angehört.

Im selben Jahr wurde sie als „Europe’s Leading Lady“ ausgezeichnet. Danach gewann sie die Auszeichnung zur Besten Spielerin des Jahres drei Jahre in Folge. Zwischenzeitlich war sie auch im Global Poker Index die am höchsten platzierte Spielerin.

Im Lauf ihrer Pokerkarriere kam sie bei Turnieren der EPT, PCA, UKIPT und WSOP mehrfach weit nach vorne, bevor sie in diesem Jahr schließlich ihr erstes Bracelet gewann. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Igor Kurganov – inzwischen ebenfalls Mitglied im Team PokerStars Pro – triumphierte sie im $10k Tag Team Event.

Abseits der Pokertische ist Liv Boeree seit Jahren in der Stiftung „Raising for Effective Giving“ aktiv, die bereits über drei Millionen Dollar für wohltätige Zwecke gesammelt hat.

Sie gehört außerdem zu den 25 beliebtesten Spielern der Welt.

Das Interview

Wir trafen uns mit der Preisträgerin am Rande der PSC Prag 2017.

PokerListings: Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Spirit of Poker Awards „Most Inspiring Player“!

Liv Boeree: Vielen Dank! Das bedeutet mir viel!

PL: Sie sind für viele in der Branche ein Vorbild geworden. Entsteht dadurch eine besondere Drucksituation?

LB: Es ist eine Ehre für mich. Ich hoffe, dass es zu meiner Vorbildfunktion auch passt, dass ich immer wieder mal Blödsinn mache. Übrigens ist ein bisschen Druck nichts Negatives. Das erhält die Motivation.

PokerListings: Im Gegensatz zu vielen anderen Preisen kommt dieser nicht von einer Jury, sondern direkt von den Spielern und PokerListings-Lesern. Macht es ihn dadurch zu etwas Besonderem?

LB: Absolut. Die Amateurspieler sind in der Mehrheit, und sie sind genauso wichtig wie die Profis. Ihre Meinung zählt und sie sind oft offener und zugänglicher in ihrer Meinung. Deshalb ist das für mich ein Riesenkompliment.

PL: Ein großer Teil Ihrer Popularität ist durch das entstanden, was Sie außerhalb des Turniersaals tun. Welches Projekt steht derzeit bei REG an?

LB: Zurzeit läuft eine Initiative von Dan Smith und den Crowley-Brüdern.* Dabei sind weit über eine Million Dollar zusammengekommen, und das auch mit Unterstützung von REG.

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Ich bin nicht direkt darin involviert, unterstütze die Initiative aber nach Kräften. Ich selbst habe für 2018 zwei Buchprojekte ins Auge gefasst.

Sehr viel möchte ich jetzt noch nicht darüber sagen, aber eines der Projekte hat mit Poker zu tun, das andere jedoch überhaupt nicht.

Ich habe auf beides Lust, mich aber noch nicht entschieden, welches Projekt ich in Angriff nehme.

PL: Gibt es einen Ghostwriter, der Sie unterstützt?

LB: Nein. Ich werde das alleine durchziehen, es sei denn, ich komme irgendwann überhaupt nicht weiter.

PL: Es gibt eine ganze Reihe von Preisen in der Pokerbranche. Ist die Hall Of Fame die größte mögliche Auszeichnung?

LB: Ehrlich gesagt, die bedeutet mir überhaupt nichts. Vielleicht sollte das anders sein, aber es ist mir noch nie in den Sinn gekommen, dass ich einmal in die Poker Hall of Fame wollte.

Meiner Ansicht nach kommt da so ziemlich jeder rein, der in den 1990er oder frühen 2000er Jahren in der Szene war. War man das nicht, wird es schwierig.

PL: Immerhin hat es noch keine Europäerin in die Ruhmeshalle geschafft.

LB: Ja und? Die Poker Hall of Fame ist doch vorrangig eine amerikanische Geschichte. In gewisser Hinsicht wäre es natürlich schon toll, aber wirklich interessiert hat mich das nie.

Ich finde schon, dass es nur eine einzige Hall of Fame für Poker geben sollte, aber dann muss sie doch ein bisschen internationaler werden.

PL: Werden Sie nächstes Jahr zum Battle of Malta antreten?

LB: Die Möglichkeit ist zumindest gegeben. Ladet mich auf jeden Fall ein, mal sehen, was sich machen lässt.

*Martin und Tom Crowley sind bekannte Größen in der Welt der Fantasy Sports.

Liv Boerees Video-Grußbotschaft nach ihrem Gewinn des SOPA Awards.

 

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