Turniertipps: Kontrollieren Sie die Coin Flips

Yevgeniy Timoshenko
Fast alle Turniere werden mit einem Coin Flip gewonnen.

Unabhängig von der allgemeinen Blindstruktur eines Turniers und Ihrem persönlichen Stil werden Sie früher oder später in Coin Flips geraten, wenn Sie das Turnier gewinnen wollen.

Da die Blinds steigen und die Zahl der Chips nicht unendlich ist, ist es praktisch unmöglich, dass Sie sich durch ein Pokerturnier arbeiten können, ohne je einen Coin Flip wagen zu müssen.

Wie können Sie daraus das Beste machen?

Als gut, Sie müssen den Coin Flip wagen ... obwohl Sie nicht wollen

Nur damit wir uns hier nicht falsch verstehen: Es geht hier nicht darum, wirklich eine Münze zu werfen (obwohl viiele Pokerspieler genau damit große Summen gewonnen und verloren haben).

In Poker versteht man unter einem Coin Flip eine Situation, in der zwei Spieler all-in sind und etwa gleich große Chancen auf den Pot haben.

Typische Beispiele dafür sind: A-K gg. JJ; A-T gg. K-Q.

In einer solchen Situation riskieren Sie Ihr Turnier (oder zumindest einen beträchtlichen Teil Ihres Stacks) bei einer Gewinnchance von 50%.


Wooka Kim
Hilft gegen Schweinegrippe, aber nicht gegen Coin Flips.

Falls Sie sich nicht gut mit Odds und Wahrscheinlichkeiten auskennen, das sind keine guten Odds. Bei solchen Odds würde Ihnen im normalen Leben jeder Berater von einer Investition abraten. Er würde sagen, warten Sie lieber auf eine bessere Gelegenheit, in der Ihre Chancen besser stehen.

Das ist ein guter Rat, und genauso sollten Sie (normalerweise) auch in Hold'em handeln.

Unglücklicherweise ist es in einem Turnier so, dass der wachsende Druck durch die Blinds noch andere Faktoren ins Spiel bringt. Diese Faktoren zwingen Sie zum Coin Flip, um in einem Turnier zu bleiben. Unabhängig von den Karten müssen Sie eben auch auf die Situation reagieren.

Also: Sie möchten Coin Flips zwar vermeiden, aber irgendwann ist das nicht mehr möglich, weil der Coin Flip Ihre beste Chance auf ein Verbleiben im Turnier oder auf einen der vorderen Plätze ist.

Stellen Sie den Gegner vor die Wahl

Sie können Coin Flips zwar nicht vermeiden, aber Sie können den Zeitpunkt bestimmen.

Eine Coin-Flip-Situation entsteht normalerweise, wenn ein Spieler all-in geht und ein anderer Spieler callt.

(Anmerkung: Manchmal haben beide Spieler ein Pocket Paar, oder einer der Spieler hat eine Hand, die deutlich besser ist als die seines Gegners. Da diese Situationen keine typischen Coin Flips sind, haben wir sie hier nicht mit einbezogen.)

Der Spieler, der callt, hat damit die 50%-ige Chance auf den Pot, aber die Chance des Spielers, der all-in geht, ist tatsächlich größer.

Man kann diesen Vorteil nicht exakt in Zahlen ausdrücken, aber das zugrundeliegende Prinzip wird als Fold Equity bezeichnet.

Wenn Sie der Spieler sind, der all-in geht, besteht immer die Chance, dass Ihre Gegner folden. In diesem Fall haben Sie eine Gewinnchance von 100% auf den Pot. Wenn ein Gegner bezahlt, haben Sie die 50%.

Der Caller hat also keine Fold Equity, der All-in-Spieler jedoch immer.

Sie sollten also immer der Aggressor sein, der Spieler, der pusht. Wenn Sie diesen Spielzug nie anwenden, wird es unheimlich schwer, den Gegner zu Fehlern zu zwingen.

Bringen Sie Ihren Gegner dazu, zwischen einem Fold und einen Coin Flip zu unterscheiden. Wenn Sie immer wieder in die Lage geraten, selbst diese Entscheidung zu treffen, reduzieren Sie Ihre Edge und können nur darauf hoffen, Glück zu haben.

30% ist nicht gleich 50%

Wenn Sie in einem Turnier an den Punkt gelangen, an dem Ihr Verbleiben in einem Turnier von einem Coin Flip abhängt, halten Sie sich diesen Satz vor Augen: 30% ist nicht gleich 50%.

Soll heißen, hüten Sie sich davor, All-ins mit Händen zu bezahlen, die leicht dominiert sein können.


Ilari Sahamies
Bei Ziigmunds Coin Flips liegen oft mehrere $100.000 im Pot.

Viele Spieler bezahlen ein All-in mit Händen wie z. B. A 2, weil sie wissen, dass sie damit gegen K Q und jede andere Hand ohne As vorne liegen (Pocket Paare ausgenommen).

Leider hat diese Hand gegen jedes bessere As nur eine 30%-ige Gewinnchance. Sie müssen sich also zunächst einmal die 50% Chance sichern, bevor Sie die Chance auf einen gewonnenen Coin Flip bekommen.

Dasselbe gilt für eine Hand wie 3 3. An sich ist das keine schlechte Hand, sie liegt immerhin gegen jede Hand, die kein Pocket Paar ist, vorn.

Wenn ein anderer Spieler aber ebenfalls ein Paar hat, dann wahrscheinlich ein höheres. Sie müssen also die Range Ihres Gegners kennen, bevor Sie entscheiden, ob Sie mit solchen Karten all-in gehen können.

Ein Paar Dreien kann in einem Turnier also durchaus ein potenzieller Kandidat für einen Coin Flip sein.

Hat Ihr Gegner jedoch einen großen Stack und erhöht er normalerweise nur mit wirklich guten Händen, setzen Sie Ihr Turnierleben in der Hoffnung aufs Spiel, dass er A K oder etwas Ähnliches hält.

Um ein erfolgreicher Turnierspieler zu werden, müssen Sie zunächst sicherstellen, dass Ihre Coin Flips tatsächlich Coin Flips sind. Gehen Sie mit einer dominierten Hand all-in, verschenken Sie Geld.

Fazit: In Turnieren müssen Sie Coin Flips annehmen, aber es liegt an Ihnen, den richtigen Zeitpunkt dafür zu wählen.

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