Macau – Paradies für Pokerspieler, Himmel für Highroller

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Im folgenden Artikel möchten wir euch Macau einmal mit all seinen Facetten vorstellen. Wir gehen genauer auf das Pokerangebot und das Big Game ein und stellen euch die durchaus interessante Geschichte und Kultur der ehemals portugisieschen Kolonie vor. Hier erfahrt ihr alles, was ihr schon immer über Macau wissen wolltet und solltet.

Die Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt in Jahre 1152. Fast 400 Jahre hielten die Portugiesen Einzug in Macau und errichteten eine Siedlung am Perlfluss-Delta.

1849 riefen sie dann die Unabhängigkeit Macaus aus und wollten die vollständige Kontrolle über die Region an sich reißen.

Dabei stießen sie aber auf die Gegenwehr der Chinesen, welche über fast dreißig Jahre anhielt, ehe 1887 dann doch die Unabhängigkeit erklärt wurde.

Während des zweiten Weltkriegs ging die Stadt dann für zwei Jahre an die Japaner.

Altstadt Macau
Die Altstadt von Macau gehärt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Bereits 1949 forderte China Macau zurück, allerdings dauerte es bis 1985 ehe die Rückgabeverhandlungen wiederaufgenommen wurden und zwei weitere Jahre bis sie zum Erfolg führten.

Am 20. Dezember gab Portugal die Kolonie dann endgültig auf und sie ging an die Chinesen zurück. Seitdem ist Macau, neben Hongkong, eine von zwei Sonderverwaltungszonen.

Das legendäre Big Game

Es gibt keine andere Cash Game Partie, um die sich so viele Mythen ranken wie um das Big Game Macau. Und das vollkommen zu recht, denn es ist die höchste Partie der Welt!

Macau hat sich innerhalb kürzester Zeit als Pokermetropole etabliert, was auch an den reichen chinesischen Geschäftsleuten liegt, die hier um Unsummen spielen und Gefallen daran finden gegen die besten Spielern anzutreten.

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Auf diesem Bild hat Tom Dwan mehrere Millionen Dollar vor sich stehen!

Zu ihnen gehören unter anderem Richard Yong, Paul “MalACEasia“ Phua und Chun Lei Zhou, der im Internet unter den Namen “patpatpanda” und “samrostan” bekannt ist. Sie spielen nicht nur live, sondern auch online die höchsten Limits, die es gibt.

Ergänzt wird die elitäre Runde durch Top Pros wie Phil Ivey, Tom “durrr“ Dwan, Patrik Antonius oder Sam Trickett.

Das Ganze wurde unter dem Namen „Big Game“ berühmt. Berichten zur Folge wurde hier schon mit Blinds von bis zu $12.500/$25.000. Das Minimum Buy-In lag bei einer Million Dollar und es befanden sich in den Hochzeiten bis zu 40 Millionen Dollar am Tisch.

Um daran teilnehmen zu dürfen muss man eingeladen werden.

Das teuerste Turnier Asiens

Aber nicht nur die höchsten Cash Games der Welt fiinden hier statt, sondern auch die teuersten Turniere Asiens.

Im Jahre 2012 legten beim Macau Super High Roller 73 Spieler zwei Millionen Hongkong-Dollar (umgerechnet  $287.854) auf den Tisch und generierten mit $23.511.128 den zehntgrößten Preispool der Pokergeschichte.

Macau Super Highroller
Einige der Teilnehmer des teuersten Turniers Asiens.

Darunter waren mit Sam Trickett, Tom Dwan, Erik Seidel und Gus Hansen die Crème de la Crème der internationalen Pokerszene.

Mit Igor Kurganov und Philipp Gruissem gingen auch zwei unserer Experten für High Roller Events an den Start. Letzterer wurde am Ende Zehnter für $587.778.

Etwas für jeden Geschmack

In den letzten Jahren sind die Casinos in Macau wie Pilze aus dem Boden geschossen und so gibt es mittlerweile mehr als 30 Stück.  

Darunter befinden sich so renommierte Namen wie das Wynn, MGM Grand oder das Venetian.

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Das Venetian in Macau ist eines der größten Casinos der Welt.

Zwar ist Macau der Himmel für Highroller, aber das heißt nicht, dass Hobby- und Amateurspieler auf der Strecke bleiben.

Viele Casinos bieten mittlerweile No-Limit Hold’em ab HK$10/$25 an, was umgerechnet ungefähr €1/€2 entspricht, nach oben gibt es keine Grenzen.

Welche Ausmaße das annehmen kann zeigte sich im März 2011, als dort der wohl größte Pot der Pokergeschichte ausgespielt wurde.

In einer HK$20.000/40.000 ($2500/$5000) Partie kam es vor dem Flop zu einem 3-way All-In, an dem auch Tom Dwan mit A K beteiligt war.

Seine Gegner hielten J J und T T und nachdem das Ass im Board kam wurde “durrr“ ein Pot in Höhe von unfassbaren elf Millionen Dollar zugestellt.

Gerade zu dieser Zeit zog es die High Roller immer wieder in die Stadt und viele hielten sich pro Jahr für mehrere Monate in Macau auf, um an den Cash Games teilnehmen zu können.

Denoch findet man, wie gesagt, auch kleinere Partien und Turniere. Allen Anfängern und Hobbyspielern sei das PokerStars Live empfohlen, welches sich in der City of Dreams befindet.

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Besonders empfehlenswert für alle Hobby- und Amateurspieler ist das PokerStars Live.

Hier werden täglich Turniere mit Buy-Ins von $20 bis $250 sowie Live Satellites für die großen Turnierserien wie die Asia Pacific Poker Tour (APPT) angeboten.

Außerdem ist es der einzige Platz, wo die Limits beim No-Limit Hold’em und Pot-Limit Omaha schon bei HK$2/$5 (was gerade mal 25/65 Cent sind) beginnen.

Generell sind die Cash Games immer sehr deep und die Spieler kaufen sich nicht wie bei uns für 40 bis 200 Big Blinds ein, sondern sitzen häufig mit 300 bis 700 bbs am Tisch.

Mehr zu den Cash Games erfahrt ihr im Interview mit Stephan Kalhamer, der die Stadt erst kürzlich besucht hat.

Eletronische Pokertische

Darüber hinaus findet man auch nur hier die elektonischen “PokerPro“ Tische. Genauer gesagt sechs an der Zahl stehen in der City of Dreams und sie erfeuen sich großer Beliebtheit.

Das liegt zum einen daran, dass die angebotenen Limits mit HK$10/20 (€1/€2) and HK$20/40 (€2/€4) No-Limit Holdem und Pot-Limit Omaha relativ niedrig sind und die Leute an diesen Tischen gerne gambeln.

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Auch die Pros haben Spaß an den elektronischen Tischen.

Zum anderen weil es sich dabei um eine Mischung aus Online- und Livepoker handelt, weswegen das Ganze wohl auch so viele Fans hat.

Jeder Spieler hat seinen eigenen Touchscreen, der die Holecards und die Stacks anzeigt.

Der große Bildschirm in der Mitte des Tisches zeigt die Community Cards und die Betting Action.

Die Kombination aus schnellem Spiel und sozialer Komponente macht den Reiz dieser Tische aus.

 

Im folgenden Video beschreiben bekannte Poker Pros ihre Erfahrung an den elektronischen Tischen:

Auch abseits der Pokertische ist einiges geboten

Was viele nicht wissen ist, dass die Altstadt in Macau wunderschön ist und seit dem Jahr 2005 zum UNESCO-Weltkulturberbe gehört. Kulturinteressierten wird deshalb ein Besuch dringend ans Herz gelegt.

Das Mekka der Adrenalinjunkies und Extremsportfans ist dagegen der Macau Tower.

Er ist 338 Meter hoch und auf der Aussichtsplatform kann man, durch ein Seil gesichert, einen Rundgang außerhalb des Turmes machen. Zudem werden in 233 Metern Höhe ein Skyjump und Bunjee Jumping angeboten.

Macau Tower
Der Macau Tower ist das Mekka für Adrenalinjunkies.

Macau ist das neue Las Vegas

Schon längst hat Macau Las Vegas als Zockermetropole Nummer Eins abgelöst. Während Sin City seit einigen Jahren mit Umsatzrückgängen zu kämpfen hat, boomt das Glücksspiel in der chinesichen Metropole.

Im Oktober 2013 konnte erstmals die magische 4-Milliarden-Dollar-Marke bei den Einnahmen durchbrochen werden.

Das bedeutete damals einen Anstieg um sage und schreibe 32 Prozent zum vorigen Rekord.

Im Februar 2014 konnte das Ganze mit unglaublichen 4,8 Milliarden Dollar dann noch einmal getoppt werden. Neben Poker sind auch Slots und vor allem Baccarat sehr beliebt. 

Die beste Reisezeit

Das Klima in Macau ist vom Monsun geprägt und suptropisch. Das sollte man bei seiner Reiseplanung unbedingt berücksichtigen, denn es bedeutet, dass es im Sommer, speziell von Juni bis September, sehr viel regnet und auch Taifune keine Seltenheit sind.

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Das Klimadiagramm von Macau.

Das ändert sich dann im Herbst und es wird warm, sonnig und trocken. Die beste Reisezeit ist somit von Oktober bis Dezember mit Durchschnittstemperaturen von 24 bis 26 Grad.

Als EU-Bürger braucht man übrigens kein Visum und es reicht der Reisepass zur Einreise.

Jeder Pokerfan sollte zumindest einmal in seinem Leben in Macau gewesen sein, denn die Stadt ist DAS Pokermekka schlechthin und hat auch abseits der Tische sehr viel zu bieten!

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