Die 20 besten Poker-Momente der letzten 10 Jahre – Plätze 5 bis 1

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Mit unserer Auflistung der besten und schlimmsten Poker-Momente der letzten zehn Jahre schließen wir heute ab und wir werfen nun einen Blick auf die vordersten Plätze der besten Poker-Momente seit 2006.

Dies die gesamte Serie:

5. Isildur1 macht Geschichte

Ein Spieler hat mehr als jeder andere die Fantasie der Poker-Welt beflügelt und in kürzester Zeit auf epischer Art und Weise Geschichte geschrieben: Viktor "Isildur1" Blom.

Sein mysteriöser und anonymer Aufstieg in den Highstakes in der zweiten Jahreshälfte 2009 war aufsehenerregender als jedes Online-Poker-Ereignis zuvor. Grob zusammengefasst: Blom schaffte es, ein sehr kleines Startguthaben innerhalb eines Jahres in 1,7 Millionen Dollar zu verwandeln, indem er auf verschiedenen europäischen und eher kleineren Seiten spielte.

Dann nahm er sein Vermögen und investierte es auf Full Tilt unter dem Nick Isildur1. Dort nahm er es mit den Besten der Besten in episch langen Sessions über mehrere Monate auf. Dabei spielte er stets die höchstmöglichen Limits.

Aus den 1,7 Millionen Dollar machte er gegen Spieler wie Phil Ivey, Patrik Antonius und Tom Dwan innerhalb weniger Wochen fast 6 Millionen Dollar, wobei er allein von Tom Dwan rund 4 Millionen gewonnen.

Danach brach erst einmal alles zusammen und der Mythos Isildur1 wurde schließlich in einer einzigen – der wohl berühmtesten jemals gespielten – Session gegen Brian Hastings zu Grabe getragen als Blom über anderthalb Tage mehr als 4,2 Millionen Dollar verlor.

Die Isildur1-Action war damals ein unglaubliches Spektakel und die Foren und Poker-News-Seiten lächzten täglich nach neuen Updates.

Tatsächlich schaffte es Blom, auch nach seinem krassen Verlust in der Poker-Szene relevant zu bleiben und er zählt nach wie vor zu den aktivsten Highstakes-Spielern der Welt.

4. Vicky Coren wird die einzige EPT-Doppelsiegerin

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Nach 13 Spielzeiten und 115 Main-Events wurde die größte europäische Turnierserie, die European Poker Tour Ende 2016 eingestellt, beziehungsweise gegen PokerStars Live ausgetauscht.

Viele Spieler krönte ihre Karriere mit einem Sieg bei der EPT und die Serie war schnell hinter der WSOP das zweitwichtigste Poker-Ereignis der Welt.

Über 115 Turniere gelang es dabei tatsächlich nur einem einzigen Spieler, einer Spielerin, zwei Main-Events zu gewinnen: Vicky Coren Mitchell.

In Großbritannien hat sie ihre eigene Kolumne in einer Tageszeitung, schreibt Bücher und hat eine Quizshow im Fernsehen. Nebenbei spielt sie Poker, war allerdings nie Vollzeit-Profi. Trotzdem gelang es ihr, 2006 in London und 2014 in San Remo eine EPT zu gewinnen.

Jetzt, da es die Marke EPT nicht mehr gibt, kann auch niemand mehr Vicky Coren einholen.

3. Jamie Gold gewinnt das Main-Event 2006 und 12 Millionen Dollar

Jamie Gold

Das Main-Event der WSOP 2006 war das größte aller Zeiten und sicherlich auch das mit Abstand verrückteste Poker-Ereignis, welches die Welt je gesehen hatte.

Alles hatte epische Ausmaße, das Geld wuchs auf Bäumen und Spieler und Anbieter fühlten sich wie in einem einzigen, riesigen Poker-Schlaraffenland.

Der Sieg Jamie Golds, der durch sein unablässiges Mundwerk, seine unterhaltsame aggressive Spielweise und durch sein einmaliges Auftreten am Pokertisch (wobei er sich nicht nur Freunde machte) medial stets im Zentrum stand, war das i-Tüpfelchen auf dem Event.

12 Millionen Dollar nahm Gold nach Hause – bis dato (und auch für viele Jahre danach) der größte Einzelpreis in der Pokergeschichte.

2006 war einfach verrückt und das Main-Event wird stets als die höchste Wasserstandsanzeige für den Pokerboom stehen.

 

2. Die Full-Tilt-Spieler werden ausgezahlt

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Das konnte auch Howard Lederer nicht ruinieren

Kann einer der besten Poker-Momente der letzten Dekade tatsächlich die Wiedergutmachung eines katastrophalen Momentes sein?

Wir haben darüber lange nachgedacht, entschieden uns aber dann dafür, dass es eine gute Sache war, dass tausende Spieler, die um Millionen geprellt wurden, ihr Geld am Ende wiedersahen.

Gezahlt wurden die rund 400 Millionen Dollar von PokerStars, dem einstmaligen größten Konkurrenten von Full Tilt. Es hatte sehr, sehr lange gedauert – tatsächlich wurden die allerletzten Zahlungen erst vor wenigen Monaten vorgenommen.

Der Schwarze Freitag war eine Katastrophe für die gesamte Pokerbranche, aber wenn am Ende etwas Positives steht, dann dies: die Spieler und das Spiel selbst traf keine Schuld.

1. Chip Reese gewinnt das erste $50k-Players-Championship

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Klar, es gab größere Momente, es gab Momente über die mehr gesprochen wurde und es gab Momente, die größere Auswirkungen hatten in den letzten elf Jahren.

Aber kein anderer Moment erschien uns befriedigender und gerechtfertigter als der Sieg von Chip Reese beim ersten jemals ausgetragenen $50k-Players-Championship bei der WSOP 2006.

Zu dem damaligen Zeitpunkt wurde Reese von fast allen Pokerspielern als der beste seinerzeit eingeschätzt und er war einer der respektiertesten und loyalsten Charaktere der Poker-Szene. Doyle verehrte ihn. Ivey verehrte ihn. Quasi jeder Zocker verehrte ihn und das sagt wohl vieles über den Menschen Chip Reese aus.

Anderthalb Jahre später verstarb Reese im Alter von nur 56 Jahren an einer Lungenentzündung. Er wurde der erste Spieler, der den "All-Around-Poker-Test" der WSOP gewann und seitdem trägt der $50k-Pokal der WSOP seinen Namen.

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