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WSOP-Statistik: 2021 vs. 2019

Corona

Eine World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas nach der Pandemie würde ohne Frage etwas Besonderes werden, aber wie sehr hat COVID-19 das diesjährige Festival beeinflusst? Seit August sind Impfpässe vorgeschrieben und Europäer können aufgrund des US-Einreiseverbots immer noch nicht teilnehmen. Doch trotz dieser Hindernisse sind die Besucherzahlen nach wie vor hoch.

Wenn man sich die ersten Veranstaltungen der diesjährigen WSOP ansieht, sind die Zahlen zwar rückläufig, aber nicht so sehr, dass falsch erscheint, diese Live-Veranstaltung gegen alle Widrigkeiten auszurichten. Zu diesem Zeitpunkt ist es schwierig, Vergleiche anzustellen, da der Zeitplan für 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie, nicht direkt mit dem aktuellen Veranstaltungsprogramm korreliert. Die folgenden Daten bieten jedoch eine Momentaufnahme von damals und heute:

Schnappschuss WSOP 2019

  • $500 Casino Employees Event: 685 Entries
  • $10.000 Super Turbo Bounty: 204 Entries
  • $500 Big 50 No Limit Hold'em: 28.371 Entries
  • $1.500 Omaha Hi/Lo 8 or Better: 853 Entries
  • $1,500 Millionaire Maker: 8,809 Entries

Schnappschuss WSOP 2021

  • $500 Casino-Mitarbeiter-Turnier: 420 Entries
  • $25.000 H.O.R.S.E.-Event: 78 Entries
  • $500 Reunion No Limit Hold'em: 12.973 Entries
  • $1.500 Omaha Hi/Lo 8 oder besser: 607 Entries
  • $1,500 Millionaire Maker: 2,568 Entries

Diese Momentaufnahmen zeigen einen Rückgang der Besucherzahlen im Jahr 2021 auf breiter Front. Die Diskrepanz wird noch deutlicher, wenn man einen direkten Vergleich zwischen den drei direkt vergleichbaren Veranstaltungen anstellt:

Event2019 Entries2021 EntriesVeränderung
$500 Casino Employees Event685420-38%
$1.500 Omaha Hi/Lo 8 or Better853607-28%
$1.500 Millionaire Maker8,8092,568-70%

WSOP gut auf trotz rückläufiger Zahlen

Nicht ausverkauft, aber halbwegs volle Tische bei der WSOP
Nicht ausverkauft, aber halbwegs volle Tische bei der WSOP

Der Millionaire Maker war in diesem Jahr am stärksten betroffen, aber das Omaha Hi/Lo-Event hat sich als erstaunlich gut besucht erwiesen. COVID-19 hatte schon immer einen negativen Einfluss auf die diesjährige WSOP. Das Virus ist in bestimmten Teilen der USA, einschließlich Nevada, immer noch ein großes Thema.

Es gab auch einige Widerstände gegen das Impfmandat der WSOP. Profis wie Alex Foxen und Kristen Bicknell haben sich lautstark gegen das System ausgesprochen, das ihrer Meinung nach dazu dient, Spieler aufgrund ihres Impfstatus auszuschließen. Aus praktischer Sicht waren die Organisatoren der Meinung, dass Impfnachweise die beste Option sind, um die Sicherheit der Spieler zu gewährleisten und ihre Geschäftsinteressen zu schützen. Daher wurde in diesem Jahr für alle Spieler und Zuschauer ein Impfnachweis verlangt.

Das hat zu einigen logistischen Problemen geführt. Das Gerede der Spieler im Rio konzentrierte sich auf die langen Warteschlangen. Partypoker-Profi Patrik Leonard sagte, dass die Spieler anfangs recht nachsichtig mit den langen Schlangen waren. Doch nach mehr als einer Woche langen Wartens macht sich langsam Unzufriedenheit breit. Die Situation hat sich jedoch verbessert. Die Spieler müssen ihre Impfbescheinigung nur einmal vorlegen. Es wird daher erwartet, dass die Warteschlangen im Laufe der Serie abnehmen werden. Das allein sollte dazu beitragen, dass mehr Leute ins Rio und an die Tische kommen.

Wendepunkt im November für die WSOP

Der 1. November wird auch ein Wendepunkt für die WSOP sein. Obwohl ab dann nur noch 23 Tage Turniere stattfinden, können ab dann endlich wieder Spieler von außerhalb der USA nach Las Vegas fliegen, ohne den Mexiko-Umweg nutzen zu müssen.

Was ist der Mexiko-Umweg? Die USA sind seit Anfang 2020 für fast alle anderen Länder der Welt geschlossen. Internationale Reisende konnten jedoch nach Mexiko fliegen, sich dort 14 Tage lang aufhalten und dann in die USA einreisen. Einige Pokerspieler haben in den letzten Wochen von dieser Regelung Gebrauch gemacht, aber viele haben sich dafür entschieden, abzuwarten. Ihre Geduld wurde belohnt, als Präsident Joe Biden kürzlich ankündigte, dass die US-Grenzen am 1. November wieder geöffnet werden.

Der Nachweis einer Impfung ist erforderlich, und es wird einige Tests und Nachverfolgungsanforderungen geben. Unterm Strich können Spieler aus dem Vereinigten Königreich, Europa und anderen zuvor gesperrten Ländern im November wieder in die USA einreisen.

Zusammen mit der laufenden Auswahl an WSOP-Satelliten auf GGPoker wird es in der zweiten Hälfte der Turnierserie wahrscheinlich einen großen Zustrom von Spielern geben.

Langsamer Start, aber starkes Ende möglich

Wird die Öffnung der US-Grenzen dazu beitragen, dass das Main Event 2019 ähnlich viele Spieler anzieht? Wahrscheinlich nicht, aber die Vorzeichen sind dennoch positiv.

Die Organisatoren hatten in diesem Jahr einen schweren Stand. Neben gesundheitlichen Bedenken und rechtlichen Hürden ist es immer noch schwierig, Live-Events mit Massenbeteiligung auszurichten. Die Lage hat sich zwar gebessert, aber in vielen Teilen der Welt ist die Normalität noch nicht wiederhergestellt.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass die WSOP wieder läuft. Noch ermutigender ist, dass die Zahl der Teilnehmer nicht wesentlich geringer ist als in den Vorjahren. Ja, es gab einen starken Rückgang in bestimmten Bereichen. Aber im Großen und Ganzen sind die Dinge gut angelaufen, und wenn sich der Rest der Welt Ende nächsten Monats der Party anschließt, sollte die WSOP 2021 mit einem Höhepunkt enden können.

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