News

Neuigkeiten aus der Welt des Pokers Mitte Februar 2026

Neuigkeiten aus der Welt des Pokers Mitte Februar 2026

Wie ihr es von uns gewohnt seid, schauen wir uns in den kommenden Zeilen wieder einmal Themen aus der Pokerwelt an. Los geht es mit dem größten Overlay der Poker-Geschichte bei den $150 GGMasters. Des Weiteren berichten wir über den erfolgreichen Sunday Grind für Spieler aus der DACH-Region auf GGPoker und Pokerstars. Auch ein Blick nach Zypern darf nicht fehlen, hier lief bis vor wenigen Tagen die Onyx High Roller Series im Merit Diamond Casino. Wir haben uns entschlossen, ausführlich über den großartigen Triumph und die außergewöhnliche Geschichte von Jean.Robert Bellande zu berichten. Weitere Neuigkeiten aus Zypern folgen in den kommenden Tagen.

10 Millionen US-Dollar GTD beim $150 GGMasters

10 Mio. US-Dollar garantiert beim GGMasters

Die größte Poker-Plattform der Welt hat vergangene Woche wieder einmal für Aufsehen gesorgt. Bei GGPoker kam es zum größten Overlay in der Pokergeschichte. Anlässlich des sechsjährigen Jubiläums der $150 GGMasters garantierte GGPoker 10 Millionen US-Dollar. 

Gespielt wurde im Freezeout-Modus, Re-Entries waren nicht möglich. Insgesamt wurden sieben Startflights angeboten. Dies nutzten insgesamt 72464 Teilnehmer. Rechnen wir das herunter auf jeden Flight, haben wir 10352 Spieler pro Flight, eine Teilnehmeranzahl, die sich definitiv sehen lassen kann. Der Spielplan setzte sich folgendermaßen zusammen: 

DatumUhrzeit (UTC)EventBuy-inGarantiertes Preisgeld
Sonntag, 1. Februar 202612:00 UhrGGMasters 6th Anniversary Day 1a Asia150 US-Dollar10.000.000 US-Dollar
Sonntag, 1. Februar 202617:00 UhrGGMasters 6th Anniversary Day 1a Europe150 US-Dollar10.000.000 US-Dollar
Sonntag, 1. Februar 202622:00 UhrGGMasters 6th Anniversary Day 1a Americas150 US-Dollar10.000.000 US-Dollar
Sonntag, 8. Februar 202612:00 UhrGGMasters 6th Anniversary Day 1b Asia150 US-Dollar10.000.000 US-Dollar
Sonntag, 8. Februar 202617:00 UhrGGMasters 6th Anniversary Day 1b Europe150 US-Dollar10.000.000 US-Dollar
Sonntag, 8. Februar 202622:00 UhrGGMasters 6th Anniversary Day 1b Americas150 US-Dollar10.000.000 US-Dollar
Montag, 9. Februar 202613:00 UhrGGMasters 6th Anniversary Day Last Chance150 US-Dollar10.000.000 US-Dollar
Montag, 9. Februar 202617:00 UhrGGMasters 6th Anniversary Day 2150 US-Dollar10.000.000 US-Dollar

Die neun verbleibenden Spieler hatten bereits vor Start des Final Tables 110.430 US-Dollar sicher. Der Sieger darf sich auf eine unfassbare Summe über 1.108.712 US-Dollar freuen. Am Ende kam es zu einem Deal zwischen zwei Spielern aus Brasilien. 956.633,30 US-Dollar gingen an Ramon Kropmanns und 980.021,53 US-Dollar an Au!Au!Au!In! Besonders bemerkenswert ist, dass unter den besten fünf Spielern vier Spieler aus Brasilien eingelaufen sind.

Erfolgreicher Sonntag für Spieler aus der DACH-Region

Am vergangenen Sonntag (8. Februar 2026) räumten Spieler aus der DACH-Region beim Online-Poker-Grind auf PokerStars und GGPoker mächtig ab. Beim SCOOP Warum-Up 33-H: $1.050 NLHE ($150k GTD) kam es zu insgesamt 157 Entries. Dadurch erreichte man einen Preispool von 157.000 US-Dollar. Gewonnen hat am Ende der deutsche High Roller HardiZ1. Durch einen Heads-up Deal ging aber das höchste Preisgeld an Revolver1970 welcher in Argentinien beheimatet ist. HardiZ1 schloss das Turnier mit einem Cashout über 27.061 US-Dollar ab. 

Beim PokerStars-Sunday kam es beim SCOOP Warm-Up 34-H: $5.200 Titans ($150k GTD) zu insgesamt 32 Entries und einem Preispool über 160.000 US-Dollar. Der Österreicher Sxmon freute sich am Ende des Tages über 67.641 US-Dollar. 

Auch beim $320 Bounty Builder High Roller PKO ($8k GTD) jubelte ein Spieler aus dem deutschsprachigen Raum. Der Schweizer CetinCoban setzte sich gegen insgesamt 35 Entries durch und nahm am Ende 1.704 US-Dollar plus 2.062 US-Dollar an Bounties ein. Der Gesamtpreispool betrug 10.500 US-Dollar. 

Auch auf GGPoker sah es für die Spieler aus der DACH-Region sehr gut aus. Beim $200 Sunday Hyper mit einem GTD über 10.000 US-Dollar kam es zu 94 Entries. Hier schaffte es Small Ka aus Österreich ganz nach oben. Dafür wurde er mit einer Auszahlung über 4.178 US-Dollar belohnt. Deutlich mehr Spieler meldeten sich beim $320 GGMasters Bounty ($750k GTD) an. Hier kam es zu 2.277 Anmeldungen. Sergio Veloso aus Österreich konnte 42.447 US-Dollar plus 31.400 an Bounties einsacken. Noch mehr Spieler nahmen am $525 Bounty Hunters HR Main Event ($1.500.000 GTD) teil, insgesamt 4.186 Entires. Im Heads-Up duellierten sich die Österreicher Marco Sitter und Bernhard Binder mit dem besseren Ende für Marco Sitter. Sitter kassierte 100.991 US-Dollar plus 92.249 US-Dollar an Bounties. Der Zweitplatzierte Bernhard Binder nahm 100.988 US-Dollar plus 31.506 US-Dollar ein. 

Beim $1.050 GGMasters HR Special ($1.000.000 GTD) ging sogar noch ein Sieg nach Deutschland. GrinderOG setzte sich gegen 1.203 Entries durch und gewann 198.288 US-Dollar. Gratulation an all die Gewinner von unserer Seite!

Blick nach Zypern zur Onyx High Roller Series

Pokerturnier Onyx High Roller Series Zypern

Am 30. Januar startete die Onyx High Roller Serie im Merit Diamond Royal Casino auf Zypern. Gespielt wird jeden Tag bis zum 12. Februar 2026. Bei 15 High Roller Events waren satte 29 Millionen US-Dollar an Preisgeldern garantiert. Unter anderem gaben sich Spieler wie Daniel Rezai, Tom Vogelsang und Justin Steinbrenner die Ehre. Für den ersten fetten Cashout sorgte Jean-Robert Bellande. 

JRB gewinnt 1,5 Millionen US-Dollar

Jean Robert Bellande, ein bekannter Name in der Pokerwelt kam in der vergangenen Woche nach Zypern, um dort einige Cash Games zu spielen. Es kam aber alles ganz anders. Als er entspannt auf seinem Zimmer chillte, erhielt er einen Anruf, der all seine Pläne über den Haufen warf. 

Am anderen Ende der Leitung war der Gründer des Turniers, Rob Yong. Yong hatte Verspätung auf dem Weg nach Nordzypern und hatte ein Angebot für Bellande: einen Platz der 100.000 $ No-Limit Hold’Em High Roller Championship. Das Angebot war zu gut, um es auszuschlagen. JRB machte sich schnell auf den Weg zum Turnierraum, um sich anzumelden. 

Nur einen Tag später stand er an der Spitze des 50-köpfigen Teilnehmerfeldes und wurde zum Champion des Eröffnungs-Events der Serie, nachdem er keinen Geringeren als Yong im Heads-up besiegt hatte und den mit 1.500.000 US-Dollar dotierten ersten Preis gewann. Nach zwei Jahrzehnten als einer der größten Namen im Poker war dies fast doppelt so viel wie bei Bellandes bisheriger Bestleistung. Und so sah die Top-9 am Ende aus: 

  • Jean-Robert Bellande (USA) – Gewinn: 1.500.000 US-Dollar
  • Rob Yong (Großbritannien) – Gewinn: 1.000.000 US-Dollar
  • Markkos Ladev (Estland) – Gewinn: 700.000 US-Dollar
  • Pieter Aerts (Belgien) – Gewinn: 515.000 US-Dollar
  • Thomas Eychenne (Frankreich) – Gewinn: 375.000 US-Dollar
  • Emilien Pitavy (Frankreich) – Gewinn: 280.000 US-Dollar 
  • Biao Ding (China) – Gewinn: 230.000 US-Dollar
  • Gha Iakobishvili (Russland) – Gewinn: 200.000 US-Dollar 

Nach seinem Gewinn sagte er: „Ich wollte eigentlich nicht spielen. Übrigens, ich spiele auf keinen Fall gegen High Roller. Diese Typen sind alle Superstars. Aber Robs Flug hatte Verspätung und er hatte ein schlechtes Gewissen. Also sagte er den Jungs: Ich stelle einen Fisch zur Verfügung. Ich schicke JRB, um mich dort zu vertreten. Ich bekam den Anruf, als ich in meinem Hotelzimmer Netflix schaute.“ 

Nach mehreren Deep Runs im WSOP Main Event, einem zweiten Platz in einem WSOP-Event im Jahr 2008, bei dem er einen 19:1-Chip-Vorsprung im Heads-up verlor, einem Bracelet beim $5.000 No-Limit Hold’em 6-Handed Event im Jahr 2018 und einer Teilnahme als Kandidat bei Survivor hatte Bellande bis zum Gewinn auf Zypern noch nie einen siebenstelligen Gewinn erzielt. Er verglich im Anschluss diese Trophäe mit dem Bracelet, welches er vor acht Jahren gewonnen hatte. Zudem gab er an, dass Geldgewinne zwar etwas sehr Schönes sind, aber dass ihm das Bracelet noch mehr bedeutet. 

Bellandes Weg zum Titel war nicht einfach und voller Hindernisse. Er baute sich an den letzten beiden Tischen einen massiven Vorsprung auf und begann den Finaltisch mit mehr als doppelt so vielen Chips wie sein erster Verfolger. Doch dann verlor er einen riesigen Pot, als Pieter Aerts einen One-Outer traf. Dadurch stürzte er in der Rangliste ab. Sein Ziel änderte sich: Statt auf den Titel zu hoffen, versuchte er nun noch, unter die besten Vier zu kommen. Dazu sagte er Folgendes: „Natürlich hatte ich großes Glück, dass ich dort im Spiel bleiben konnte. Ich hätte leicht auf dem sechsten Platz ausscheiden können. Und wenn man als Chipleader mit fast doppelt so viele Chips wie der Zweitplatzierte, an den Finaltisch geht, wäre der sechste Platz ein enttäuschendes Resultat gewesen. Als ich dieses Stack verloren hatte, sagte ich mir, dass es immer noch ein Erfolg wäre, wenn ich den vierten Platz erreichen würde.“

Was den Sieg noch schöner machte, war, dass er auf Kosten von Yong zustande kam. Yong verbrachte einen Großteil des Tages damit, Bellande neckisch zu provozieren. Beide Spieler kennen sich aus vielen High-Stakes-Cash-Games aus der ganzen Welt. Ihre Wortgefechte sorgten für eine unterhaltsame Abwechslung am Finaltisch.

So lief der zweite Tag

Insgesamt 11 Spieler kehrten um 13 Uhr Ortszeit zum zweiten Tag zurück an den Tisch. Eine Flut von verspäteten Anmeldungen und Wiedereinsteigern erhöhte die Teilnehmeranzahl bis zum Ende der späten Registrierungsphase auf 50 Spieler, wodurch der garantierte Preispool von 5 Millionen US-Dollar erreicht wurde. Nur die acht besten Spieler sollten am Ende im Geld landen. Unter anderem gehörten Matthias Eibinger Mikita Badziakouski und der Chip-Leader zu Beginn des Tages, Johan Guilbert, zu denen, die frühzeitig ausschieden. 

Bellande war mit mehr als 8.000.000 Chips der Chipleader an den letzten beiden Tischen und baute seinen Vorsprung schnell aus, indem er mit einem Paar Asse gegen Jessica Teusls Ass-König gewann und sie damit aus dem Turnier warf. Daniel Rezaei schied aus, als seine Könige auf dem River von Emilien Pitavys Zehnern geschlagen wurden, während Adrian Mateos auf Platz 10 landete, nachdem seine Pocket-Neuner einen Flip gegen Aerts‘ Ass-König nicht überstanden hatten.

Die letzten neun Spieler nahmen dann ihre Plätze am Haupttisch ein, wobei Bellande mit 13.590.000 Chips einen massiven Vorsprung hatte. Aerts lag mit 6.830.000 bereits sehr weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Das blieb aber nicht lange so, denn Aerts schlug Bellande mit einem Full House gegen Drillinge in einer der ersten Hände. Bellande floppte dann zwei Paare mit Dame-Bube gegen Aerts‘ Buben, aber Belgier traf den letzten Buben im Deck auf dem Turn, um ein Full House zu bilden. Dadurch verdoppelte er sich auf mehr als 17.000.000, wodurch der spätere Sieger auf 3.680.000 zurückfiel. 

Die Action befand sich noch in der Money Bubble, als die Spieler eine 60-minütige Pause zum Abendessen einlegten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Aerts mehr als dreimal so viele Chips wie jeder andere Spieler. Als die Action wieder aufgenommen wurde, ging Artur Martirosian mit Ass-Dame für 2.970.000 All-in, aber Yong war mit Assen im Big Blind und schickte den Superstar nach Hause.

Da waren es nur noch acht Spieler

Nachdem die Geldblase geplatzt war, war für eine ganze Reihe an Spielern innerhalb kürzester Zeit das Spiel beendet. Gha Iakobishvili verlor seine letzten 2.140.000 mit König-Sechs gegen Thomas Eychennes Neuner, während Biao Ding seinen Straight Draw gegen Yong Set nicht vollenden konnte und als Siebter ausschied. Im Anschluss holte sich Bellande einige Chips von Aerts zurück, als er mit zwei Neunen gegen Pocket-Sechsen auf 2.565.000 verdoppelte. Er war auf 1.550.000 zurückgefallen, was nur für fünf Big Blinds reichte, als er mit Zweien gegen Eychennes Zehn-Acht All-in ging. Eychenne holte sich einen Flush Draw auf dem River auf einem gepaarten Board, der Bellandes Paar zu kontern drohte, aber Bellande wich dem River und blieb im Spiel.

Aerts und Pitavy gingen dann zum River über, als Pitavy 800.000 setzte. Aerts erhöhte auf 1.890.000. Daraufhin überlegte Pitavy kurz und callte mit seinen letzten 1.890.000 Chips mit Assen und Damen. Aerts zeigte jedoch drei Asse, gewann den Pot und schickte den Franzosen auf den sechsten Platz. 

Yong hatte Aerts als Chipleader überholt, als er am River einen Bluff von 4.000.000 spielte und Aerts dazu brachte, ein Set zu folden, während Yong auf über 20.000.000 kletterte. Er blieb aktiv und wurde mit einem Paar Sechsen belohnt, als Aerts nur mit einem König eine Wette von 1.300.000 auf dem River callte und auf 4.895.000 zurückfiel, während Yong sich der Marke von 30.000.000 näherte.

Im Anschluss gelang Markkos Ladev mit zwei Königen eine Verdopplung auf 3.445.000. Damit blieben Eychenne nur noch drei Big Blinds. Er ging wenig später All-in. Dort hatte er wenig Glück, denn Ladev hatte Asse auf der Hand und schickte ihn als Fünfter aus dem Turnier. Aerts wettete danach seine letzten Chips im Wert von 2.195.000 beim Flop mit einem Flush Draw auf dem Turn, aber Bellande erzielte einen höheren Flush auf dem River. Dadurch war für den ehemaligen Chipleader das Turnier auf dem vierten Rang beendet. 

Das lang erwartete Heads-up zwischen Yong und Bellande kam zustande, als Ladev mit dem höchsten Paar auf dem Flop All-in ging, aber Bellande hatte Asse und gewann den Pot. Damit schickte er Ladev in die Rail. 

Heads-up zwischen Yong und Bellande

Yong führte zu Beginn im Heads-up-Spiel noch mit 31.935.000, während Bellande noch mit 17.865.000 im Rennen war. Zu Beginn des Heads-up-Duells erhöhte Bellande auf dem Button auf 1.000.000, Yong callte. Beide Spieler checkten den Flop, danach setzte Yong 1.000.000 auf dem Turn. Bellande callte, und Yong ging dann auf dem River All-in. Ein paar Hände später feuerte Yong drei Bullets auf dem Board mit einem Ass als höchste Karte ab, bevor Ballande schließlich All-in ging, als Yong auf dem River für 14.270.000 ebenfalls All-in ging. Zu diesem Zeitpunkt hatte Yong ein paar Fünfen, aber JRB zeigte ein Paar Buben und gewann somit den Pot und die Trophäe. 

Bellande räumte voll ab

Mit dem Pokal in der Hand und 1,5 Millionen US-Dollar in der Tasche haben sich Bellandes Pläne für den Rest der Serie geändert. Er sollte sich seither nicht mehr auf Cash-Games beschränken, sondern stattdessen versuchen, seinen Turnier-Rausch noch weiter auszunutzen. Ein einziger Anruf hat für JRB alles verändert. Er führte zu einem Karrierehöhepunkt, einer neuen Trophäe und einem Sieg, den er Yong jedes Mal mit einem Augenzwinkern vorhalten wird, wenn sie wieder zusammen an einem High-Stakes-Tisch spielen.