Neuigkeiten aus der Welt des Pokers – Anfang April 2026 – Teil 2
- Fakten geprüft von: PokerZeit
- Zuletzt aktualisiert am: 2.4.2026 · 6 Minuten Lesezeit
In der vergangenen Woche war in der Pokerwelt wieder einiges los. Für Spieler aus der DACH-Region lief es sehr gut. In diesem Artikel berichten wir über Martin Lechners Erfolg bei der 888Poker Tour in Glasgow und über den Sieg von Bernhard Binder bei der Triton High Roller Series. Los gehts mit einer traurigen Nachricht: Poker-Legende David Sklansky ist von uns gegangen.
Poker-Legende David Sklansky stirbt im Alter von 78 Jahren

Am 23. März 2026 ist David Sklansky im Alter von 78 Jahren in Las Vegas verstorben. Sklansky gehört zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Pokerwelt. Als Spieler, Denker und Autor von Pokerbüchern reicht seine Bekanntheit weit über die USA hinaus. Er wurde am 22. Dezember 1947 in Teaneck, New Jersey, geboren und schon früh für sein mathematisches Talent geschätzt. Insbesondere der analytische Ansatz wurde später zu seinem Markenzeichen. Er brachte eine damals noch unbekannte Struktur an den Pokertisch, die schon seinerzeit an das moderne Poker erinnerte.
Zu seinen zahlreichen Büchern gehörte das äußerst einflussreiche Werk „Theory of Poker“, wo Begriffe wie „Erwartungswert“ und „Implizierte Gewinnchancen“ erstmals auftauchten. Andere Bücher, wie „NL Hold’em Theory und Practice“, führten Ideen ein, die weit über den Pokersport hinaus Anwendung finden. Denkebenen dienen als strategischer Leitfaden für die unterschiedlichsten Lebenssituationen.
Seine größten Erfolge
Sklansky gewann in den frühen 1980er Jahren innerhalb von zwei Jahren drei WSOP-Titel und trat während des Pokerbooms in den frühen 2000er Jahren regelmäßig in diversen TV-Formaten auf. Insgesamt konnte er zwischen den Jahren 1976 bis 2017 etwa 1,4 Millionen US-Dollar durch Poker gewinnen. Durch seinen Tod verliert die Poker-Industrie jemanden, der als einer der prägendsten Spieler aller Zeiten gilt. Ruhe in Frieden, David Skalnsky!
Martin Lechner gewinnt dank einer Karte das 888Poker Main Event in Glasgow

Eine einzige Karte kann den Verlauf von ganzen Turnieren verändern, und genau das ist Martin Lechner vergangene Woche am Finaltisch des £888Poker Live Glasgow passiert.
Als nur noch vier Spieler dabei waren, ging Lechner auf dem Flop mit König als höchster Karte mit seinen letzten 1.545.000 Chips All-in und wurde von Richard Kellett gecallt. Lechner zeigte König-Zehn für das höchste Paar, doch Kellett dominierte ihn mit Ass-König. Die beiden anderen Spieler hatten bereits eine Zehn gefoldet, sodass Lechner nur noch eine einzige Chance hatte, um am Leben zu bleiben. Er erwischte das Wunder, was ihm später bei seinem ersten 888Poker-Live-Turnier den Titelgewinn bescherte. Was genau passierte, erfährst du im Abschnitt weiter unten.
Und das waren die Top-9:
| Rang | Spieler | Preisgeld |
|---|---|---|
| 1. Rang | Martin Lechner (Österreich) | 57.515 £ |
| 2. Rang | Richard Kellett (Großbritannien) | 44.475 £ |
| 3. Rang | John Clements (Großbritannien) | 26.950 £ |
| 4. Rang | Zexuan Huang (China) | 17.800 £ |
| 5. Rang | Gaoyang Yang (Großbritannien) | 12.110 £ |
| 6. Rang | Dany Hawkes (Großbritannien) | 8.790 £ |
| 7. Rang | Dean Hutchison (Großbritannien) | 6.790 £ |
| 8. Rang | Ernst Söderkvist (Schweden) | 5.500 £ |
| 9. Rang | Bryan Taylor (Großbritannien) | 4.580 £ |
„Ich bin wirklich glücklich und freue mich schon auf die nächste 888-Station. Vielleicht kann ich im Mai in Barcelona dabei sein.“
Lechner hatte sich in der entscheidenden Hand gegen Kellett eigentlich mit seinem Schicksal abgefunden. Er hatte zu Beginn des Jahres beschlossen, Poker als Beruf ernster zu nehmen und mehr mit seiner Familie zu reisen. In seinen Augen neigte sich sein erster Besuch in Glasgow dem Ende zu. Doch dann kam das Glück ins Spiel.
„Ich dachte mir: Okay, ich bin als Vierter ausgeschieden. Manchmal braucht man einfach Glück, sonst gewinnt man kein Turnier mit 400 Spielern – erst recht bei so vielen herausragenden Teilnehmern. Also ja, ich bin froh, unter die Top Ten gekommen zu sein“, sagte er nach dem Turnier.
Der bald 37-Jährige spielt seit seinem 18. Lebensjahr Poker und hat bisher etwa 220.000 US-Dollar an Live-Gewinnen einfahren können. Seine größten Erfolge vor diesem Turnier erreichte Lechner alle in seiner Heimat Österreich, darunter ein Sieg bei einem 500-Euro-Event im vergangenen Sommer, bei dem er 45.810 Euro gewann.
Die entscheidende Hand und einige All-ins von Clements
Als der sympathische Clements auf 190.000 Chips zurückgefallen war, setzte er seine letzten Chips (gerade einmal drei Big Blinds) und verdoppelte gegen Huang mit Ass-Bube. Im Anschluss ging er erneut All-in für 260.000 mit zwei Sechsen. Hier trat er gegen Lechners Ass-König an. Auf dem Flop traf Lechner einen Drilling, sodass Clements nur noch zwei Outs blieben. Am Turn traf er eine Sechs, um ein Full House zu bilden und sich erneut zu verdoppeln. Aus der Under-the-Gun-Position ging er für 260.000 erneut All-in. Lechner und Huang gingen mit und checkten das Board durch. Clements drehte zwei Asse um, um sich dadurch zu verdreifachen.
Im Anschluss zog Clements mit zwei Siebenen ins Rennen und verdoppelte erneut gegen Huang, wodurch er auf 1.720.000 stieg. Kurze Zeit später kam die entscheidende Hand am Finaltisch, als Lechner das zitierte Wunder brauchte, um weiterzuspielen. Er eröffnete vom Button aus mit 160.000. Kellett 3-bettete im Small Blind auf 450.000. Lechner callte die Bet am Flop mit König als höchster Karte, während Kellett erneut erhöhte. Nach kurzer Bedenkzeit ging Lechner All-in für 1.545.000. Kellett callte sofort mit Ass-König auf der Hand, wodurch Lechners König-Zehn praktisch chancenlos waren, bis er auf dem River einen One-Outer traf. Ungläubig wandte er sich vom Tisch ab und legte die Hände über das Gesicht, während er innehielt, um seine plötzliche Wende zu begreifen.
Bernhard Binder siegt im $125K Triton High Roller Main Event

Bernhard Binder aus Österreich hat es bei der Triton Super High Roller Serie wieder einmal allen gezeigt und triumphierte beim $125.000 NLH 7-Handed. Nach einem langen Tag fiel die Entscheidung innerhalb weniger Minuten. Dadurch gewann er ein Preisgeld über 2.137.953 US-Dollar. Insgesamt nahmen 54 Spieler am zweitteuersten Turnier der Super High Roller Serie teil. Durch 30 weitere Bullets kam es am Ende zu 84 Entries. Der Gesamtpreispool betrug unglaubliche 10.500.000 US-Dollar.
Neben Bernhard Binder war auch Daniel Rezaei am Start. Rezaei überstand ebenfalls die Moneybubble recht easy, doch war gegen Ende des Turniers nicht mehr vom Glück verfolgt. Er bustete mit AA gegen 66. Eine 6 auf dem Flop sorgte für das Aus des Profis. Rezaei musste sich mit 200.000 US-Dollar zufriedengeben. Dadurch ging er mit einem Minus von 50.000 US-Dollar aus dem Turnier, da er zwei Bullets investierte.
Der Final Table
Aus der DACH-Region war nur noch Bernhard Binder am Start. Binder war im gesamten Finale fast durchgängig Chipleader und qualifizierte sich dadurch recht souverän für den Finaltisch. Dort trumpfte er dann richtig auf und zeigte, dass er in dieser Form zu den besten Spielern dieses Planeten gehört. Selbst von Namen wie Jesse Lonis oder Danilo Velasevic war Binder nicht zu bändigen. Als noch drei Spieler im Rennen waren, einigten sich Binder, Lee und Velasevic auf einen Deal. Mit 1.937.953 US-Dollar bekam Binder den größten Teil. 200.000 US-Dollar für den Sieger sollten separat ausgespielt werden.
Hier machte es Binder kurz und schickte zunächst Kiat Lee nach Hause und dann Danilo Velasevic. Im Anschluss krönte sich der Österreicher verdient zum offiziellen Champion. Durch den Sieg erhöhte er seine Gewinne in den vergangenen vier Monaten auf über 13.000.000 US-Dollar. Da können wir nur gratulieren!
Und das waren die Top-7:
| Rang | Spieler | Preisgeld |
|---|---|---|
| 1. Rang | Bernhard Binder (Österreich) | 2.137.953 US-Dollar |
| 2. Rang | Danilo Velasevic (Serbien) | 1.825.600 US-Dollar |
| 3. Rang | Kiat Lee (Malaysia) | 1.907.447 US-Dollar |
| 4. Rang | Danny Tang (Hongkong) | 1.001.000 US-Dollar |
| 5. Rang | Gaoyang Yang (Großbritannien) | 804.000 US-Dollar |
| 6. Rang | Yosuke Miki (Japan) | 628.000 US-Dollar |
| 7. Rang | Paulius Vaitiekunas (Litauen) | 493.000 US-Dollar |
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