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Poker - Eine intellektuelle Beschäftigung im Schatten des Glücksspiels

In letzter Zeit ist Poker immer beliebter geworden und wird von immer mehr Menschen gespielt. Dies wirft natürlich heftige Debatten darüber auf, ob das Spiel ein Glücksspiel ist oder nicht, was etwas mehr Klarheit erfordert. In diesem Fall wäre die Meinung von Profispielern definitiv wertvoll. Sie argumentieren überzeugend, dass Poker alles andere als ein Glücksspiel ist. Die Tatsache, dass jemand durch professionelles Ausüben einer Tätigkeit seinen Lebensunterhalt verdienen kann, spricht bereits für die These, dass Poker kein Glücksspiel ist.

Glücksspiel dagegen kann eine Freizeitbeschäftigung, Unterhaltung und Möglichkeit für zusätzliches Einkommen sein, aber kein Beruf. Natürlich ist der Einbezug professioneller Spieler in diese Diskussion vor allem wegen der nützlichen Erfahrungen und Erkenntnisse wichtig, die diese Spieler mitzuteilen haben und die dazu dienen können, die Natur dieses Lieblingsspiels von Millionen zu bestimmen. Für viele Amateure ist Poker auch definitiv viel mehr als nur eine weitere Glücksspiel-Leidenschaft, egal ob man online bei Sunnyplayer spielt oder internationale Wettbewerbe ins Visier genommen hat.

Was sind Glücksspiele?
Was sind Glücksspiele?

Was ist die genaue Definition von Glücksspiel?

Um zu verstehen, warum Poker etwas völlig anderes ist als gewöhnliches Glücksspiel, wollen wir zunächst genauer betrachten, worum es beim Glücksspiel geht. Ein obligatorisches Element ist hier das Einsetzen von Geld in eine Aktivität (insbesondere in ein Spiel im engeren Sinne des Wortes), deren Ergebnis völlig ungewiss ist, mit der Absicht, Geld oder andere Vorteile zu verdienen. Das Schlüsselelement bei dieser Interpretation ist das ungewisse Ergebnis des Spiels, das vom Spieler in keiner Weise beeinflusst werden kann.

Etwas genauer formuliert: Die Ereignisse im Verlauf eines Glücksspiels werden von der Wahrscheinlichkeitstheorie bestimmt und sind als solche völlig zufällig. Das Erraten bestimmter Zahlen, Farben oder Symbolkombinationen in einem Glücksspiel geschieht mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit. Je höher diese ist, desto größer sind die Gewinnchancen für den Spieler. Dies garantiert jedoch nicht, dass tatsächlich ein Gewinn erzielt wird. Das Gegenteil ist auch der Fall - ein Ereignis mit einer äußerst geringen Wahrscheinlichkeit kann tatsächlich eintreten und dem Spieler große Summen bringen.

Passt Poker genau in die Definition von Glücksspiel, oder?

Wenn wir die Übereinstimmung mit den drei hier aufgeführten typischen Elementen eines Glücksspiels überprüfen, passt auf dem ersten Blick Poker perfekt in diese Definition. Beim Poker werden Geldwetten abgeschlossen, den Spielern werden Karten ausgeteilt, und dieses Ereignis ist völlig zufällig (niemand kann vorhersagen, welche Karten er ausgeteilt bekommt), und außerdem kann mit dem Spiel viel Geld gewonnen werden. Die meisten Pokergegner führen genau diese Argumente an, die als oberflächlich bezeichnet werden können und Unkenntnis der Philosophie des Pokerspiels offenbaren.

Jetzt ist es an der Zeit, einen klaren Widerspruch aufzudecken, um die scheinbar eiserne Logik aufzurütteln, die Poker in die Glücksspielgruppe schickt. Fans des beliebten Spiels Bridge werden überrascht sein zu erfahren, dass ihre Lieblingsbeschäftigung gemäß der vorgegebenen Definition auch unter den Stempel "Glücksspiel" fällt - hier werden Wetten abgeschlossen und am Ende des Spiels werden die Punkte bewertet. Darüber hinaus werden Turniere und Weltmeisterschaften für Bridge organisiert, was das Spiel eher als Sport und nicht als Glücksspiel betrachten lässt.

Poker hat eine strategische Komponente
Poker hat eine strategische Komponente

Der subtile, aber signifikante Unterschied beim Poker

Wenn wir Lotto, einen der vielen Spielautomaten oder sogar Roulette oder Würfelspiele spielen, nehmen wir direkt am Geschehen teil. Wir lösen das Spiel jeweils mit unseren eigenen Händen aus. Das Ergebnis kann jedoch in keiner Weise durch unser Handeln beeinflusst werden. Egal wie sehr wir es uns wünschen und auf die Kugel gestarrt haben, die sich im Roulette-Kessel dreht, wir können diese nicht auf eine schwarze Zahl stoppen lassen, nur weil wir auf Schwarz gesetzt haben.

Beim Poker bestimmt jedoch der Zufall nur die Anfangsbedingungen des Spiels. Der Spieler kann auch mit extrem schwachen Karten gewinnen. Es reicht aus, seine Gegner am Pokertisch davon zu überzeugen, dass man tatsächlich eine sehr starke Hand hat, und sie aufgeben zu zwingen, selbst wenn sie einen Royal Flush haben. Das bedeutet, die Gegner geschickt durch Bluffen in die Irre zu führen - eine Kunst, die man erlernt und die das Ergebnis des Spiels zugunsten des Spielers beeinflussen kann.

Fähigkeiten gegen Zufall - die Freiheit, die Poker gibt

Jeder Spieler erhält bei der sehr beliebten "Texas hold 'em" Poker-Variante zwei Karten. Im Laufe des Spiels kann er seine Hand mit den anderen fünf gezogenen Gemeinschaftskarten kombinieren, was statistisch mehr als 5 Millionen Kombinationen ergibt. Welche Karten mit welchen anderen kombiniert werden, ob man den Einsatz des vorherigen Spielers callt oder sogar raist, ist eine Entscheidung, die ganz beim Spieler liegt. Somit bietet Poker eine außergewöhnliche Freiheit, Strategien und Fähigkeiten anzuwenden, um nicht alles dem Zufall zu überlassen.

Gute Vorbereitung - ein wichtiger Faktor für den Erfolg im Poker

Mühe zahlt sich beim Poker aus
Mühe zahlt sich beim Poker aus

Hier entdeckt man einen der wichtigsten Unterschiede zwischen Poker und anderen Glücksspielen. Man gewinnt beim Poker, weil man Zeit und Mühe investiert hat, um sich weiterzubilden und erfolgreiche Strategien und Spielgewohnheiten zu entwickeln. Sowohl die rein theoretische Ausbildung als auch die Anhäufung praktischer Fähigkeiten im Spiel sind hier wichtig. Der Aufbau mentaler Fähigkeiten, sich geistig zu beherrschen und seine Karten an den Gegnern mit unwillkürlichen Gesten nicht preiszugeben, ist Teil der Selbstdisziplin, die für ein erfolgreiches Pokerspiel erforderlich ist.

Poker als Investition, die ihre Risiken verbirgt

Die Tatsache, dass Poker als Glücksspiel mit einem negativen Image angesehen wird, wird weitgehend von der Populärkultur und in gewissem Maße von der Geschichte des Spiels selbst beeinflusst. Das starke intellektuelle Element beim Poker bleibt im weit verbreiteten Klischee von "dunklen" Personen, die in der Kneipe mit Waffen auf dem Tisch um Geld spielen, verborgen. Ja, beim Poker besteht die Gefahr, dass man verliert und sogar bankrott geht. Aber daran sind nur die persönlichen Schwächen des Einzelnen schuld.

Poker kann als Investition angesehen werden - und mit jeder Investition sind Risiken verbunden. Ist die Situation bei Geschäftsvorhaben anders? Auch hier wird Geld benötigt, um ein Business zu starten und das Glück sowie die Fähigkeiten, es zu seinem Vorteil einzusetzen, bestimmen, ob das Unternehmen erfolgreich sein oder bankrott gehen wird. Aber niemand betrachtet ein Geschäftsunternehmen trotz seiner Risiken als Glücksspiel. Selbst die Investition, die unsere Eltern in unsere Ausbildung tätigen, damit wir in Zukunft mehr Geld verdienen, birgt Risiken.

Ein intellektueller Sport, bei dem nicht nur ums Geld geht

Es ist kein Zufall, dass sportliche Begriffe bei großen Pokerturnieren ständig verwendet werden. Poker ist in der Tat eine Sportart wie viele andere, aber auf intellektueller Basis. Poker erfordert Ausdauer, Geduld, Selbstdisziplin und die Fähigkeit, mit Würde verlieren zu können. Darüber hinaus glauben viele professionelle Spieler, dass der Gedanke an Geldgewinn am Pokertisch nicht im Vordergrund stehen sollte. So kann sich der Spieler ruhig ohne Emotionen auf das Spiel und seine Opponenten konzentrieren und keine voreiligen Entscheidungen treffen.

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