WSOP Final Table - Pius Heinz vor der Sensation

wsop main event 2011 final table

Drei Spieler sind noch im Finale des Main Events vertreten. Heinz hat sich einen deutlichen Chiplead erspielt. Drama und Dramatik am Finaltisch.

Vier Monate haben wir darauf gewartet. Gestern Nacht setzten sich die November Nine endlich an den Finaltisch des WSOP Main Events.

Drei davon haben es in die allerletzte Runde geschafft. An der Spitze: Pius Heinz. Ihm zur Seite sitzen noch Ben Lamb, in diesem Jahr „WSOP Player of the Year“ sowie der große Unbekannte Martin Staszko.

Heinz besitzt mehr als die Hälfte aller Chips, Lamb und Staszko liegen abgeschlagen, aber fast gleichauf.

Chipcount:

1. Pius Heinz – 107.800.000
2. Ben Lamb – 55.400.000
3. Martin Staszko – 42.700.000

Während sich die Action am Tisch langsam entwickelte, zeigten sich auch erste Tendenzen. Heinz spielte sich schnell in den Vordergrund, übernahm die Kontrolle am Tisch und hielt sich geschickt aus komplizierten Situationen heraus, während er langsam seinen Chip aufbaute.

pius heinz final table
Pus Heinz ist mit über 100 Mio. Chips Spitzenreiter.

Ben Lambs unglaublicher Lauf des Jahres 2011 ging auch gestern Nacht weiter. Mehrfach hatte er in entscheidenden Situationen eine große Portion Glück und deshalb immer noch eine Chance auf den Titel.

Martin Staszko begann den Tag als Chipleader, verlor aber durchgehend Chips und sah sich schließlich bei noch vier Spielern am Rande der Eliminierung. Mit A-8 verwickelte er sich in einen Coin Flip gegen Pocket Sechsen von Heinz. Staszko traf Trips auf dem Flop, überlebte damit auch Matt Giannetti und sicherte sich einen Platz auf dem Podium.

Giannetti war die meiste Zeit einer der Bigstacks, verlor dann aber einen Riesenpot mit Pocket Buben gegen Lambs A 7. Zwei Herz auf dem Flop und ein weiteres auf dem Turn kosteten Giannetti einen Großteil seines Stacks.

Zwar gelang es Giannetti noch einmal, zu verdoppeln, dann aber fand er sich wieder all-in, und wieder war Ben Lamb der Gegner. Giannetti riskierte seinen Stack mit A-3, Lamb snap-callte mit Pocket Königen. Auf dem Flop erschienen zwei weitere Könige. Von wegen guter Lauf…

Lambs Fangemeinde explodierte, Lamb hielt Quads, gewann den Pot, nahm Giannetti vom Tisch und hielt nun einen Stack, der Chancen auf den Titel eröffnete.

martin staszko final table
Martin Staszko, der große Unbekannte.

Giannetti war sichtlich geschockt, als er den Tisch verließ. „Es tut weh, wenn du so nahe an deinen Traum herankommst, und er dann unerfüllt bleibt“, sagte Giannetti später. „Ich bin nicht hierhergekommen, um Vierter zu werden.“

Auf dem Weg zu vierhändigem Spiel fiel auch Phil Collins dem Unvermeidlichen zum Opfer. Collins konnte in der Nacht nicht recht zu seinem Spiel finden. Sein Stack fiel bis auf 18 Mio., als sich Collins schließlich zu einem Statement entschied. Nachdem Pius Heinz eröffnet hatte, ging Collins mit A 7. Die Blind lagen zu diesem Zeitpunkt bei 500k/1000k.

Heinz bezahlte mit Pocket Neunen, gewann die Hand, und Collins fand sich um $2,2 Mio. reicher, aber an den Rails wieder.

Vor Collins war die irische Hoffnung Eoghan O’Dea den Weg an die Bar angetreten. Dabei hatte O’Dea den Tag als Chipzweiter begonnen. Am Ende reichte es aber nur für Platz sechs.

Die vorentscheidende Hand verlor O’Dea gegen Pius Heinz. O’Dea 3-bettete Flop und Turn und ließ sich dann trotzdem noch aus der Hand drängen. Damit verlor er zwei Drittel seines Stacks.

„Normalerweise hätte ich in dieser Situation einfach hinterher gecallt, aber ich dachte, er hätte eine schwache Hand, und das kostete mich eine Menge Chips“, analysierte O’Dea hinterher. „Ich habe die Situation einfach falsch interpretiert.“

O’Dea kämpfte sich aber wieder zurück, bevor er schließlich auf Platz sechs ausschied. Er verlor einen Flip gegen Ben Lamb, aber er gewann $1,7 Mio.

ben lamb final table
Ben Lamb, der Mann mit dem Lauf des Jahres.

Badih Bounahra, der Exot aus Belize, ließ sich in die Action nur selten involvieren, und dass trotz eines Trosses, der nicht nur mit Flaggen, sondern auch mit Trommeln und Rasseln bewaffnet war und damit eine Menge Krach machte.

Am Ende brachte er seine Chips mit A-5 in die Mitte und wurde von Staszkos A-9 angefangen.

Auf Platz acht landete Anton Makijewski aus der Ukraine. Er spielte nur wenige Hände, suchte dann nach dem Verdoppler mit K-Q. Heinz hielt Pocket Neunen und beendete den Main Event des Ukrainers. Auf dem Flop erschien ein König, aber der Turn brachte eine Neun.

Der Brite Sam Holden war Shortstack und suchte entsprechend schnell die Entscheidung. Leider fiel sie gegen ihn aus. Holden schob mit A-J all-in und lief gegen Ben Lambs A-K.

Die Payouts am Finaltisch:

1. ? – 8.715.638
2. ? – 5.433.086
3. ? – 4.021.138
4. Matt Giannetti - $3.012.700
5. Phil Collins - $2.269.599
6. Eoghan O’Dea - $1.720.831
7. Bob Bounahra - $1.314.097
8. Anton Makijewski - $1.010.015
9. Sam Holden - $782.115

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