Poker - ein Glücksspiel?

Empire Casino, London

Poker wird grundsätzlich immer mit Glücksspiel und Glücksrittern assoziiert, und häufig findet es auch im Rahmen von Glücksspiel statt. Deshalb sollten wir uns einmal genauer ansehen, was „Glücksspiel" eigentlich bedeutet.

„Was man sich unbedingt bewusst machen muss ist, dass die Leute länger dabei bleiben, wenn sie verlieren, als wenn sie gewinnen. Das ist ein entscheidender Umstand. Ich meine, wenn sie verlieren, sind sie bereit, alles zu verlieren. Wenn sie gewinnen, sind sie meistens zufrieden, wenn sie genug gewinnen, um das Abendessen zu bezahlen und vielleicht noch in eine Show zu gehen. Gute Spieler wissen das."
- Pug Pearson

Was ist Glücksspiel?

Glücksspiel wird heute wie folgt definiert:
Spiele, bei denen Gewinn und Verlust ausschließlich oder vorwiegend vom Zufall abhängen (wikitionary.org).

Was in dieser Definition fehlt - wie übrigens auch in den meisten anderen Definitionen des Begriffs - ist, dass man im Glücksspiel nur Risiken eingeht, die bei korrekter Spielweise zu Gewinn führen.
Da wir nun wissen, was Glücksspiel ist, können wir uns der ursprünglichen Frage zuwenden.

Ist Poker Glücksspiel?

Die Antwort lautet: ja und nein. Ein Durchschnittsbürger, der eines Abends Poker spielen geht, ist ein Glücksspieler. Auch wenn er von da an sein Leben lang jeden Abend Pokern geht, bleibt er ein Glücksspieler, wenn er Poker nicht richtig spielt.
Wer nur ein paar Minuten lang oder schlecht pokert, gibt sich tatsächlich dem Glücksspiel hin.
Glücksspiele werden auch Hazardspiele genannt, nach dem französischen Begriff hazard, was soviel bedeutet wie Zufall, Risiko oder Wagnis.
Gemäß dieser Wortbedeutung ist Poker natürlich leicht als Glücksspiel zu bezeichnen. Wenn man Poker jedoch richtig beherrscht, kann man den Glücksfaktor auf lange Sicht eliminieren.

Die Münzwurf-Situation

Ich möchte dieses Konzept an einem Beispiel illustrieren.
Stellen Sie sich vor, ich biete Ihnen folgende Wette an:

  • Wir werfen 1000 Mal eine Münze.
  • Jedes Mal, wenn Kopf oben liegt, geben Sie mir $1.
  • Jedes Mal, wenn Zahl oben liegt, gebe ich Ihnen $3.
Würden Sie sagen, das ist Glücksspiel?

Für Poker gilt genau das Gleiche. Wenn wir die Münze nur einmal werfen, ist das Ergebnis Glückssache. Sie haben eine 50:50-Chance zu gewinnen. Wenn wir die Münze jedoch 1000 Mal werfen, ist ein einzelner Münzwurf irrelevant.

Sie können davon ausgehen, dass Sie ungefähr 50 % der Würfe gewinnen werden. Selbst wenn Sie nur 300 Würfe gewinnen, machen Sie immer noch $ 200,- Profit.

Wenn Sie Poker richtig spielen, riskieren Sie Ihr Geld nur, wenn die Gewinnchancen günstig stehen. Wenn Sie in einer bestimmten Situation immer wieder dieselbe, korrekte Spielweise wählen, werden Sie auf Dauer garantiert Gewinn machen.

Eine Garantie birgt kein Risiko, also handelt es sich auch nicht um Glücksspiel.

Wenn Sie die Regeln brechen und schlechtes Poker spielen, betreten Sie die Welt des Glücksspiels.

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Magñum 2013-12-08 23:34:18

Pokern ist ein Strategiespiel (2/3) und ein Glücksspiel (1/3), welches auf Taktik und Psychologie beruht. Entscheidend ist jedoch der gesammelte Erfahrungsschatz, der erst durch jeder Menge Spielstunden (2400) entwickelt wird.
Hat man all das erst einmal optimiert, so muss man wie im Sport, das nötige Konditionslevel beibehalten. Des Weiteren muss man sich ein monatliches Limit (Bankroll) setzen, welches man bereit ist auszugeben. Möchte man ab einem gewissen Level kontinuierlich Gewinne erzielen, so geschieht es nur durch Überlegenheit (Können). Die Verlierer sind meistens die erfahrungslosen bzw. die, welche das Quantum Glück nicht vorteilhaft für sich zu Nutzen wussten!
Ich spiele lieber Poker und habe dabei Spaß, anstatt nur rein auf das Glück zu hoffen, wie bspw, Lotto

Das_Gute_P 2013-09-15 10:03:09

Jeder, der hier über Poker hated spielt eindeutig nicht profitabel :)

Benny 2013-04-21 17:05:50

Also ich habe 5 Jahre intensiv Poker gespielt. Sehr viele Bücher gelesen und Theorien und Strategien gelernt. Mit 50$ Angefangen und NL4 gespielt. Schon nach zwei Jahren habe ich NL200-NL500 gespielt und blieb auf diesen Limits stecken. War aber zufrieden dort und cashte ab und zu aus um mir was leisten zu können...^^ Aber dann ging es nur noch Berg ab. gefloppte Sets wurde regelmäßig von runner-runner Straights ausgesuckt, One Pair und Two-Pair war laut Pokertracker bald nichts mehr Wert. Sets nur noch ganz knapp. Nach ca. 5 Jahren Poker bis hin zu NL500 und paar Millionen Hände, endete es so, dass AA, KK und AK plus hatten, QQ, JJ, AQ und KQs noch knapp über plus, alles andere unter einen enormen Minus. Ich habe meine restlichen rund 8000$ ausgecasht und Poker gequittet. Es ist ein reines Glücksspiel und wer was anderes behauptet verdient entweder mit am großen Kuchen oder ist verblendet. Für mich gehört das auch verboten und abgeschaft in Deutschland. Liebe Grüße.

Joh 2013-04-18 04:57:07

Hm, für mich bleibt es ein Glücksspiel. Ich habe schon blind Poker gespielt (Karten nicht angesehen) und trotzdem gewonnen.

Man mag ähnlich wie beim Blackjack mehr Einfluss haben. Aber letztlich sind die zugeteilten Karten vom Zufall abhängig.

LG

Joker 2013-04-09 03:14:44

POKER und alles was dazu gehört ist die reinste Mafia.
Wer sagt dass dieses Spiel KEIN Glücksspiel ist gehört lebenslänglich hinter Gitter.
Jeder der Poker über einen längeren Zeitraum spielt ist kurz vor dem verzweifeln.
POKERSTARS samt Anhang gehören verboten.

Von mir aus könnten diese Idioten verrecken, ich würde dazu feiern !!!

Superfisch 2013-03-10 04:44:32

nach 3 Jahren Pokerspiel kann ich nur sagen das sehr viel Glück dazugehört über einen längeren Zeitraum im Cahsgame zu gewinnen.
Und bei einem Turnier hast Du überhaupt nur als voll aggressiver Spieler eine Chance es bis zum Finaltisch zu schaffen.
Sprich Du gehst oft vollstes Risiko und wenn Du danna uch das nötige Glück hast findest Du Dich am Finaltisch wieder ...
Ohne Powerplay und der Hoffnung auf das nötige Glück braucht man sich nicht an einen Turniertisch zu setzen.
GLÜCK gehört also definitiv dazu !!!

Jochen Lieper 2013-03-02 19:22:52

@Redaktion:

1. Ich schrieb, dass ich VON einer Studie las. Die Studie im Original ist in dem Blogeintrag verlinkt. Dass dort auch viele Links zu Wiki führen, wundert mich nicht, da es ein Wissenschaftsblog ist und pokerbezogene "Fach"begriffe nicht zu Jedermanns Wortschatz gehören.

2. 60 Hände und 300 Teilnehmer. Klar, die Sample Size könnte größer sein, aber immerhin wurde die Studie in einem einschlägigen Wissenschaftsmagazin veröffentlicht. Da kommt man nicht mal ebenso rein. Und die Uni Bremen hat nun auch nicht gerade einen schlechten Ruf (daher kommen die Wissenschaftler, die Studie gemacht haben).

Redaktion 2013-02-11 04:52:59

@Jochen Lieper

1. Das ist ein Blogeintrag, der hauptsächlich Links zu Wikipedia generiert, und keine wissenschaftliche Studie.
2. Die erwähnte Studie geht auf eine Sample Size von 60 (!) Händen zurück. Das ist ebenfalls keine wissenschaftliche Studie.
Schlussfolgerungen sind daher kaum wirklich machbar.

/die Redaktion

Jochen Lieper 2013-02-10 14:37:04

Grade im Netz von einer Studie dazu gelesen. Die Wissenschaftler sagen klar: Ja, Poker ist ein Glücksspiel. http://wissenschaftundschreie.wordpress.com/2013/02/10/poker-koennen-oder-glueck/

Poker ist ein Glücksspiel 2013-01-09 17:17:21

Das Poker ein Glücksspiel ist kann ich sehr gut beweisen - die letzten 90 Hände, in denen ich 80 oder mehr % vorne lag habe ich verloren - das soll kein Glück (Pech) sein ???
Im cashgame spielt man eigentlich fast nur gegen die Bank, da man erst mal den rake verdienen muß um Gewinn zu machen.
Der einzige Weg die Bank ein bißchen auszuschalten ist Turnierspiel - und was dort passiert brauch ich ja keinem sagen. Ich bin nur ai wenn die chancen stark auf meiner seite liegen und trotzdem verlier ich.
Ich habe mit diesem Deppenspiel abgeschlossen. Das einzige Glücksspiel das ich noch spiele ist ein Lotto Tip pro Woche - macht eindeutig mehr Spaß als hunderte Bücher zu lesen, zu 98% die "richtige" Entscheidung zu treffen und trotzdem zu verlieren.