Bwin/Party am Haken von Google

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Bei Google denkt man offen über die Übernahme von Bwin/Party nach.

Gerüchte halten sich schon seit Wochen: Laut This is money will Google die Anteile zum doppelten Preis des derzeitigen Werts aufkaufen.

Hinter den Kulissen scheint das Interesse von Google schon länger bekannt zu sein, zumindest in der Chefetage.

Oder ist es Zufall, dass CEO Norbert Teufelberger erst im Mai persönlich 200.000 Anteile nachgekauft hat?

Aber unabhängig davon, of sich die Gerüchte bewahrheiten, ihre Existenz allein könnte bereits den Niedergang der Bwin-Aktie bremsen.

Allein in den letzten beiden Tagen ist die Aktie um 5% abgerutscht, rund ein Drittel ihres Werts verlor sie seit ihrem Allzeithoch im März.

Der Niedergang gründet sich auf eine Reihe von Gewinnwarnungen, die Bwin in der jüngeren Vergangenheit veröffentlicht hat.

Erst vor zwei Wochen war die Aktie um 13% gefallen, nachdem Bwin einen Gewinneinbruch verkündet hatte.

Grund dafür waren wachsende Regulierungen in Europa gewesen, die zu einem Ausschluss von PartyPoker in Belgien und Griechenland geführt hatten, sowie die Steuer, die in Deutschland auf Sportwetten eingeführt wurde.

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Norbert Teufelberger.

Bis zu 17% sollten die Gewinne auf das Jahr gesehen einbrechen.

„Es wäre ja wohl ein bisschen unverschämt und arrogant, wenn ich behaupten würde, ich wäre zufrieden und nicht enttäuscht bei einem Rückgang in zweistelliger Höhe“, sagte Teufelberger der Financial Times.

Die Einnahmen von Bwin/Party waren 2013 gegenüber dem ersten Vorjahreshalbjahr bereits um 34% auf rund 61 Mio. Euro gefallen.

Neue Software keine Party

Hinzu kommt die Freigabe der neuen PartyPoker-Software. Mehr Gewicht sollte auf die sozialen Aspekte von Poker gelegt werden, um die Hobbyspieler stärker anzusprechen.

Eigentlich die richtige Idee, da diese Gruppe die bei weitem größte unter den Spielern ist.

Leider wurde die Veröffentlichung von zahlreichen technischen Schwierigkeiten begleitet, die vielen Spielern den Namen PartyPoker verleidet hat.

Nicht einmal das Formular, mit dem der Anbieter um Feedback bat, funktionierte – wer es ausfüllte, erlebte einen Softwareabsturz.

Seit die neue Software aktiv ist, sinken die Spielerzahlen täglich. Mehrfach wurden Updates veröffentlicht, die die Probleme lösen sollten, aber gelungen ist das bisher nicht.

Die Entwicklung ist alarmierend, denn nach dem schleichenden Spielerverlust der vergangenen Monate hatte man vor allem bei Bwin große Hofffnungen auf die neue Software gestzt.

Sollte es zu einer Übernahme kommen, ist damit wohl kurz vor dem 23. Nov. zu rechnen, denn an diesem Tag beginnt die Gültigikeit der Lizenz von Bwin in New Jersey. Die Aktivitäten dort könnten den Wert der Aktie kurzfristig ansteigen lassen.

Bwin wird mit seiner Lizenz sowohl mit Boyd Gaming als auch MGM operieren und z. B. im Borgata präsent sein.

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