FT blockt Moneybookers. Jack Binion soll helfen

doyle brunson jack binion
Jack Binion (rechts) will in Full Tilt investieren.

Nicht nur Phil Ivey hat sich auf dem Weg auf die grüne Insel gemacht. Jetzt ist auch Las-Vegas-Urgestein Jack Binion nach Irland geflogen. Inzwischen hat Full Tilt ein neues Problem, dieses Mal mit Moneybookers.

Offenbar ist das Geschäftsverhältnis zwischen FT und dem Payment Processor Moneybookers gestört. In den letzten Wochen hat FT in verschiedenen Ländern die Auszahlung über MB blockiert. Ein Muster ist indes nicht zu erkennen.

Für den Finanzdienstleister bedeutet dies einen drastischen Ausfall von Einnahmen. Schließlich verdient Moneybookers an einer Auszahlung deutlich mehr als an einer Einzahlung. Inzwischen denkt man bei MB darüber nach, die Beziehungen zu FT zu beenden. Die in London ansässige Firma hat ca. 18 Mio. Kunden und ist FTs größter Payment Processor für Spieler außerhalb der Vereinigten Staaten.

Hilfe scheint jetzt von unerwarteter Seite zu kommen. Offenbar ist Jack Binion, seines Zeichens Gründer der WSOP im Jahr 1970, daran interessiert, bei FT einzusteigen. Binion ist die Sache ernst. Er weilt bereits in Irland und führt Gespräche mit der Chefetage von Full Tilt. Erst gestern berichtete PokerZeit, dass auch der mit FT im Clinch liegende Phil Ivey nach Dublin gereist ist, um mit seinem Sponsor zu einer Einigung zu kommen.

Angesichts der Schwierigkeiten, die FT seit Wochen mit den Auszahlungen an Spieler in- und außerhalb der Vereinigten Staaten hat, wäre die Finanzspritze eines solventen Investors natürlich ein warmer Regen. FT könnte einige Probleme auf einen Schlag lösen und seinen ramponierten Ruf wieder verbessern.

Sicher ist aber, dass Binion großen Wert darauf legte, dass Phil Ivey zumindest bei einigen der Treffen anwesend war. Iveys Ruf hat unter den Geschehnissen seit seiner Klage gegen FT deutlich weniger gelitten als der des Online-Pokeranbieters.

Aber Vorsicht: Jack Binion, dessen Vater Benny einst das legendäre Horseshoe Casino gründete,  ist nicht umsonst seit über 40 Jahren erfolgreich im Glücksspielgeschäft. Wer sich so lange in Las Vegas behaupten kann, der weiß mit harten Bandagen zu kämpfen.

Öffnet FT Binion die Tür, wird man einen signifikanten Teil des Unternehmens abgeben müssen. Da bisher keine Summen bekannt wurden, ist vorerst unklar, ob es sich um eine versuchte Übernahme handelt.

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