Die Sponsoren bestimmen das Programm

Michael Koerner
Michael Körner - der Pokerspezialist im DSF.

Michael Körner ist die Pokerstimme des deutschen Fernsehens. Neben den Übertragungen im DSF begleitet er auch die Pokernächte bei Stefan Raab. Wir sprachen mit ihm auch über die German High Rollers und Pferdewetten in Hongkong.

PZ: Hallo Herr Körner, wieso sind Sie eigentlich nicht in Las Vegas?

MK: Eigentlich wollte ich zur WSOP fahren und eine Dokumentation über die deutschen Spieler produzieren, genauer gesagt eine sechsteilige Serie über die „Shooting Stars" des Pokerstars-Teams. Wie sie dort leben, was sie den ganzen Tag  machen. Es fand sich aber kein Abnehmer, also lohnt sich die Reise nicht.

PZ: Und selbst als Spieler?

MK: Ein paar von den $1500er Donkaments hätte ich schon gerne mitgespielt. Hauptsächlich aber Cash Game, weil das meine eigentliche Passion ist. Da ich noch nie bei der WSOP gespielt habe, wird es ja langsam mal Zeit. Stattdessen sitze ich jetzt eben ein bisschen am Computer.

PZ: Sie sprechen von Online Poker?

MK: Nein, ich spreche von meiner alten Leidenschaft, den Pferdewetten. Ich setze gerade auf ein Rennen in Hongkong.

PZ: Kann man denn mit Pferdewetten wirklich etwas gewinnen?

MK: Wenn man sich ein wenig auskennt, schon. Dank des Internets kann man unglaublich viele Informationen über jedes einzelne Pferd sammeln. Dadurch kann man das Feld selektieren und etwa die Hälfte der Tiere, die an einem bestimmten Rennen teilnehmen, ausschließen. So ist es durchaus möglich, einen positiven Erwartungswert zu erhalten.

PZ: Wird die diesjährige WSOP auch im DSF zu sehen sein?

MK: Ja. Soweit ich weiß, wird das gesamte Material von ESPN auch im DSF ausgestrahlt. Die Sendungen sollen im Oktober laufen. Es wird also z. B. auch das $50k HORSE dabei sein.

PZ: Und wie sieht es mit den German High Rollers aus?

MK: Da ist ebenfalls eine Fortsetzung geplant. Manche Spieler werden wiederkommen, aber es werden auch ein paar neue Namen auftauchen. Genaueres kann ich aber leider noch nicht sagen.

PZ: Wäre es nicht förderlich für das Ansehen von Poker in Deutschland, wenn es auch einmal eine Sendung nach dem Vorbild des „Celebrity Poker Showdown" gäbe? Für einen guten Zweck?

MK: Natürlich, und die Idee liegt natürlich auch schon längere Zeit auf dem Tisch. Die Entscheidungshoheit liegt aber bei den Partnern PokerStars und Full Tilt.

PZ: Was heißt das?

MK: Das heißt, wenn PokerStars nicht will, dass es eine weitere Pokersendung im deutschen Fernsehen gibt, dann gibt es auch keine. Und auf absehbare Zeit wird die TV Total Pokernacht die einzige Spaßpokersendung bleiben. Die Sponsoren haben da eben das Sagen. Außerdem muss man natürlich auch Prominente finden, die bereit sind, sich öffentlich als Pokerfans zu „outen".

PZ: Wie kam es eigentlich dazu, dass das DSF plötzlich begann, Poker im deutschen Fernsehen zu zeigen?

MK: Der Sender kaufte damals ein ganzes Paket von dern englischen Produktionsfirma Matchroom. Dabei handelte es sich sozusagen um lauter Randsportarten wie Snooker, Darts und eben auch Poker. Die Pokersendungen liefen von Anfang an sehr erfolgreich, das Interesse war also schon länger vorhanden.

PZ: Letzte Frage: Wie hoch ist der Glücksfaktor beim Pokern?

MK: Einerseits 50%, aber da alle Spieler langfristig gleichviel Glück oder Pech haben, liegt er natürlich eigentlich bei Null.

 

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