Video der Woche – Patrik Antonius und die grausame Varianz

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Bad Beats gibt es beim Poker viele, doch meist beschränken sie sich auf eine Situation, in der ein Spieler klar vorn liegt und dann auf Turn oder River noch überholt wird. In unserem Video der Woche versuchen Andrew Robl und Patrik Antonius bei einer Partie Pot-Limit Omaha im Rahmen des Aussie Millions Cash Game eigentlich die Varianz auf ein Minimum zu reduzieren, indem sie das Board viermal dealen lassen. Das geht allerdings ordentlich nach hinten los, und es kommt zu einem der unglaublichsten Runouts der Pokergeschichte.

Wer, wann, wo

Wir verfolgen eine Hand aus den guten alten Zeiten des Poker, als es noch keinen Black Friday gab und die Online-Anbieter sich eine goldene Nase verdienten.

Seit dem australischen Pokerboom, den Joe Hachem mit seinem WM-Titel 2005 auslöste, fand im Rahmen der Aussie Millions ein hochrangiges Cashgame statt.

So auch 2009, dem Jahr, aus dem unsere spektakuläre Hand stammt. Am Tisch sitzen unter anderem Größen wie Tom Dwan, Phil Laak oder Niki Jedlicka.

Doch die Hauptrolle übernehmen Patrik Antonius und Andrew Robl, der heute als einer der besten Cashgame-Spieler der Welt überhaupt gilt.

Gespielt wird die damals noch relativ unerforschte Modevariante Pot-Limit Omaha mit einigermaßen saftigen Blinds von $500/$1.000. Antonius hat eine schöne Folge, mit der er zunächst raist und anschließend einen Reraise von Robl aus dem Small Blind callt.

So weit nichts Besonderes, doch dann kommt der Flop…

73 zu 27 Favorit …

Auf dem Flop trifft Robl Top Pair, aber Antonius bekommt den absoluten Monster Draw und lässt sich nach Robls Continuation Bet nicht abschütteln, so dass es letztlich zum All-In kommt.

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Niki Jedlicka, Andrew Robl und Tom Dwan können es noch gar nicht fassen, was sich da gerade abgespielt hat.

An dieser Stelle wollen wir nicht diskutieren, ob Robl hier besser hätte spielen können, sondern uns voll und ganz darauf konzentrieren, was dann passiert.

Kaum ist das Geld in der Mitte und die Karten sind aufgedeckt, fangen die Spieler auch schon an darüber zu diskutieren, wie oft sie Turn und River austeilen lassen wollen.

Sie einigen sich auf viermal, und das bedeutet bei den strammen 262.000 Dollar, die sich im Pot befinden, dass Antonius im Schnitt $191.400 gewinnen müsste, und Robl nur gut 70.000 Dollar.

Wie so oft bei Pot-Limit Omaha ist die Hand, die noch nichts getroffen, aber etliche Draws hat, also weit vorn, exakt liegen die Wahrscheinlichkeiten bei 73 zu 27 zugunsten von Antonius.

… aber dennoch Pustekuchen

Mehrfaches Dealen hat vor allem den Sinn, die Varianz zu mildern, doch in diesem Fall klappt das – vorsichtig ausgedrückt – überhaupt nicht.

Antonius erwischt es also richtig übel, doch beim letzten Austeilen scheint der Schaden nach dem Turn wenigstens halbwegs glimpflich auszufallen.

Was aber anschließend geschieht, ist einfach ungeheuerlich und löst nicht nur bei den Spielern am Tisch pure Fassungslosigkeit aus.

Hier unser Video der Woche mit einem der unglaublichsten Bad Beat der Pokergeschichte:

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