Video der Woche – Cooler Fold mit Königen vor dem Flop

rick salomon
Rick Salomon - ehemaliger Hauptdarsteller von "One night in Paris".

Viele alte Recken der Cashgame-Zunft verweisen darauf, dass Pocket Könige in Partien mit sehr großen Stacks höchst gefährliche Hände sind. In der heutigen Praxis gelingt es aber fast niemandem, diese vor dem Flop zu entsorgen.

Das liegt u. A. daran, dass AK oder Damen generell viel looser gespielt werden als in den guten alten Zeiten.

Der steinreiche Rick Salomon, Ex-Mann von Pamela Anderson und Filmproduzent, aber zeigt, wie locker man ein Paar Könige in den Muck befördern kann!

Wer, wann, wo

Im Sommer 2015 wurden im ARIA von Las Vegas einige höchst spektakuläre Cashgame-Runden mit zum Teil astronomisch hohen Blinds ausgetragen.

Neben einer absoluten Weltklasserunde mit Spielern wie Scott Seiver, Dan Colman oder Andrew Robl gab es auch einen Tisch mit einer Reihe von Freizeitspielern.

Die Sessions werden erst allmählich vom neuen amerikanischen Pokersender Poker Central übertragen, und als Nicht-Amerikaner ist es doppelt schwierig, die zum Teil großartigen Hände zu Gesicht zu bekommen.

Aus der Amateurrunde, bei der nicht nur die Blinds extrem hoch waren, sondern auch die Stacks enorme Größen hatten, stammt die Hand, die wir heute präsentieren.

Mit Königen in zwei Minuten zum Fold

In zweiter Position bringt Rick Salomon mit Königen einen Raise auf $6.000 und bekommt in dieser loosen Runde direkt zwei Calls von Bill Perkins und Bobby Baldwin.

Im Big Blind sitzt der Multi-Millionär John Morgan, der weniger durch eigenes Spiel, sondern durch einen Fold eines Gegners in der Pokerszene berühmt wurde.

 Auf einem Board mit J 8 7 8 K foldete Michail Smirnov beim $1 Million Big One for One Drop 2012 einen Vierling Achten (!), weil er sicher war, dass sein Gegner nur T 9 haben konnte! Dieser Gegner war John Morgan.

Dies zeigt, dass Morgan in der Szene als äußerst tighter Spieler eingeschätzt wird, und gibt vielleicht einen Hinweis, warum Salomon hier so zügig die korrekte Entscheidung trifft.

Mieses Chance-Risiko-Verhältnis

Ganz entscheidend ist hier aber auch ein Faktor, der beim Online-Poker zum Beispiel nie eine Rolle spielt.

An diesem Tisch wird mit Blinds von $300/$600 plus üblichem Straddle von $1.200 gespielt, doch die effektiven Stacks betragen nicht etwa 100 oder 200 BB, was $60.000 oder $120.000 entspräche, sondern fast 1000 BB!

Salomon hat hier „erst“ $40.000 riskiert und muss weitere $540.000 einsetzen, um herauszufinden, ob Morgan tatsächlich keine Asse hat.

Da für Morgans Move außer Assen maximal AK, QQ und die beiden verbliebenen Könige infrage kommen, sieht das Chance-Risiko-Verhältnis ziemlich mies aus.

Morgan derweil hätte seine Hand hier sicher besser spielen können, wie viele Amateure scheute er aber die Situation, seine Asse nach dem Flop weiterspielen zu müssen.

Diese „Angst vor dem Flop“ führte schließlich dazu, dass Rick Salomon, wie er selbst bekannte, „zum ersten Mal in seinem Leben Könige foldete“. 

Hier dieses zweiminütige, flotte Kleinod:

 

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