Vanessa Rousso: "Big Brother war viel härter als die WSOP"

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Vanessa Rousso

Vanessa Rousso ist eine Frau des Spiels. Egal, ob sie pokert oder in einer Reality-Show mitmacht. Letzten Sommer hatte Rousso die Gelegenheit, bei der CBS-Show Big-Brother dabei zu sein. Im Interview spricht sie offen über diese Erfahrung.

"Psychologisch, emotional und physisch das Schwierigste, das ich je gemacht habe"

Rousso, die kürzlich das Colossus II der WSOP besuchte, legte bei der viermonatigen Sendung eine tolle Performance hin und wurde im Endeffekt Dritte – leider ging sie ohne Preisgeld nach Hause.

Auch ein Jahr danach ist sie noch von der Erfahrung überwältigt:

"Es war bei Weitem die zermürbendste Erfahrung, die ich je gemacht habe. Es war psychologisch, emotional und physisch das Schwierigste, was ich je gemacht habe. Auf allen Leveln."

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Vanessa Rousso im Big-Brother-Haus

Man könnte meinen, die Marathon-Reality-Show wäre ähnlich wie die WSOP aber Rousso kann da nicht ganz zustimmen:

"Bei der WSOP gehst Du nach den Turnieren nach Hause und schläfst. Bei Big Brother bist Du 24 Stunden am Tag, Du hast keinen Kontakt zu deinen Liebsten, keine Unterstützung.

Es ist auf mentaler Ebene viel anstrengender als die WSOP. Und härter."

"Man konnte 24 Stunden am Tag ein Spiel spielen"

Abgesehen davon war es aber auch eine unglaubliche Erfahrung für die junge Frau:

"Bei BB dabei zu sein, war eine einmalige Gelegenheit für einen Spieltheoretiker, Spieleliebhaber und Gaming-Pro wie mich. Man konnte 24 Stunden am Tag ein Spiel spielen und das vier Monate lang."

Schon mehrere Poker-Pros haben bei Reality-Shows mitgemacht: Jean-Robert Bellande, Garret Adelstein und Anna Khait waren bei "Survivor" und dann gab es z. B. Maria Ho und Tiffany Michelle bei "Amazing Race".

Sie hat in der Show zwar nie offen darüber gesprochen, dass sie professionell Poker spielt, sie hat aber definitiv gemerkt, dass sie dadurch Vorteile hat:

"Ich denke, dass jeder Pokerspieler bei BB gegenüber anderen Mitspielern einen Vorteil hat, da er auf eine andere Art strategisch denkt. Ein Durchschnittsmensch ist nicht so oft in diesen vergleichbaren Situationen."

Rousso
Rousso bei der WSOP 2016

Rousso hat bei BB kein Geld gewonnen, die Show quasi als Bubble-Girl beendet. Allerdings ist sie hierüber nicht sonderlich betrübt:

"Wenn irgendeiner bei BB auf die Rolle als Bubble-Girl vorbereitet war, dann ja wohl ich. Ich habe zehn Jahre lang Poker gespielt. Mir hat es wenig ausgemacht, zu früherer Zeit meiner Karriere hätte es mich vielleicht mehr aufgeregt."


Rousso bei der WSOP 2016

"Jetzt verstehe ich, dass es in Spielen wie Poker und BB ein Element des Risikos gibt. So lange Du die richtigen Entscheidungen getroffen hast und damit leben kannst, ist alles OK."

Man muss seine Befriedigung aus den richtig getroffenen Entscheidungen ziehen und ich war mit meiner Art zu spielen sehr zufrieden."

"Man ist völlig allein"

Ein Aspekt hat Rousso aber mehr gestört als jeder andere und auf den war sie auch nicht vorbereitet:

"Es war viel härter von seinen geliebten Menschen getrennt zu sein, als ich dachte. Ich bin ein starkes Mädchen, mir war aber nicht klar, dass ich so von meinen 'support system' abhängig bin. Es war hart. Man konnte sich nur an sich selber anlehnen, man ist völlig allein."

Trotzdem würde Rousso alles wieder genauso machen und auch nochmal in einer Reality-Show mitmachen:

"Hätte ich die Chance "Big Brother", "Survivor" oder "Amazing Race" zu machen, würde ich es sofort tun."

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