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PokerListings Awards: Wertvollster Spieler 2017

Jeff Gross

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Was hat Jeff Gross im vergangen Jahr eigentlich nicht geschafft?

Gut, er hat das Main-Event der WSOP nicht gewonnen. Aber davon abgesehen hat er eigentlich so alles erreicht. Mit ungebremster Euphorie für das Leben und Poker hat Jeff Gross seinen Twitch-Kanal, die Flow Poker Show, zu einem der beliebtesten Kanäle auf dem Sreaming-Dienst gemacht.

Mit seinen Vlogs hat Gross unzählige Pokerspieler begeistert. Er hat sich mit Bill Perkins zusammengetan für das Sreamboat (wovon Teil 2 in Kürze starten wird). Er moderierte bei der WSOP und wurde jüngst in das Team-Pro von PokerStars aufgenommen.

Lange Zeit war Gross der „Beste Freund der Profis“ – jetzt ist er selbst einer der ganz großen Spieler. Er brachte Schwimmstar Michael Phelps zum Spiel und ist auf jeden Fall ein mehr als würdiger Botschafter für das Spiel.

Liv Boeree

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Gibt es etwas, das noch nicht über Liv Boeree gesat wurde? Erstaunlicherweise eine ganze Menge! Sie hat – wie der Gitarrist von Brian May – einen Abschluss in Astrophysik, spielt selbst in einer Heavy-Metal-Band, ist seit langer Zeit PokerStars-Pro und steht seit Jahren ganz oben auf der Liste der einflussreichsten Spieler und Markenbotschafter für das Pokerspiel.

Daran hat sich in den letzten Monaten auch wenig geändert. Sie engagiert sich aktiv bei der REG-Charity, vertritt Poker immer wieder mehr als positiv in der Öffentlichkeit und Mainstream-Medien und nun hat sie auch noch ihr erstes Bracelet bei der WSOP gewonnen.

Im Team-Event holte sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten Igor Kurganov Gold und damit hat sie nun schon zwei der drei nötigen Siege für die Triple-Crown geholt (eine EPT gewann sie bereits 2010). Auch dieses war wieder ein fantastisches Jahr für Liv.

Jaime Staples

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Jason Somerville gilt vielleicht noch als König der Poker-Streams auf Twitch. Aber es gibt eine ganz klare Nummer 2: Jaime „pokerstaples“ Staples. Die liebenswürdige Kanadier ist inwzichen fast synonym mit der Plattform und er hat zahlreiche Poker-Profis animiert, ebenfalls einmal Twitch auszuprobieren.

Dabei ist er inwzischen einer der beliebtesten und konsistentesten Streamer. Die letzten Jahre waren für ihn ein wahrer Wirbelwind. Staples wurde von PokerStars verpflichtet, war regelmäßiger Gast bei Milliardär Bill Perkins und nun steckt er mitten in einer $150.000-Wette. Dieser nach muss er bis zum nächsten Jahr genausoviel wiegen wie sein Bruder. Die beiden wogen zum Zeitpunkt des Abschlusses der Wette (mit ebenjedem Bill Perkins) 138 und 61 Kilogramm. Tatsächlich sind sie im Moment auf Kurs, diese Wette zu gewinnen. Staples hat dem Pokerspiel neues Leben eingehaucht und ist deswegen eine gute Wahl für den inspiriendsten Spieler des Jahres.

Ema Zajmovic

 

Ema Zajmovic

Im Playground Poker Club in Montreal hat sie damit inzwischen fast den Status einer Legende erlangt. Ihr Ruhm ist allerdings nicht dieser modisch fragwürdigen Marotte zu verdanken, sondern ihren bislang einmaligen Leistungen im Turnierpoker. Ende 2016 wurde sie Fünfte bei der WPT Montreal als niemand geringeres als sich Mike Sexton seinen ersten WPT-Titel sicherte.Baseballmützen werden bei Ema Zajmovic verkehrt rum getragen.

Keine drei Monate später kehrte Zajmovic zurück, als die nächste WPT in Montreal augetragen wurde. Nach fast 15 Jahren wurde sie bei diesem Event die erste weibliche Siegerin eines WPT-Main-Events. Bemerkenswert war dabei, wie sehr sie den Finaltisch dominierte. Zajmovic ließ weitere Achtungserfolge folgen, als sie bei der WSOP 15. beim $1k-Online-Event wurde und nur knapp am Finaltisch vorbeischrammte.

Kenny Hallaert

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Kenny Hallaert ist vielen Poker-Freunden vielleicht erst dann bekannt geworden, als er in den letzten beiden Main-Events der WSOP zwei herausragende Ergebnisse ablieferte. 2016 wurde er Sechster und dieses Jahr legte er erneut einen beeindruckenden Lauf hin und wurde erst auf Rang 64 eliminiert.

In erster Linie war Kenny Hallaert für seine Arbeit als Turnierdirektor in zwei Casinos in Belgien bekannt. Wenn man dem belgischen Profi Pierre Neuville Glauben schenken darf, ist Hallaert der beste Floor in Belgien.

Ab 2004 begann Kenny Hallaert online zu spielen und hat dort bereits mehr als 3,8 Millionen Dollar eingenommen. Live kommen über 3,2 Millionen Dollar dazu und trotz all dieser Erfolge ist Hallaert stets bescheiden und zurückhaltend geblieben. 

John Hesp

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Vor der WSOP war der Brite John Hesp völlig unbekannt. In der Pokerwelt war er bestenfalls im Napoleon's Casino in der britischen Stadt Hull bekannt.

Er hatte nie ein großes Turnier gewonnen, er hat nie die großen Spiele mit den Superstars gespielt und sein Hendon-Mob-Eintrag sah aus, als hätte jemand einen Fehler gemacht. Es wurden sieben Cashes von wöchentlichen 10-Pfund-Turnieren verzeichnet und quasi aus dem Nichts folgte ein vierter Platz beim Main-Event der WSOP und 2,6 Millionen Dollar Preisgeld.

Beim Spiel in Las Vegas beeindruckte Hesp weniger durch sein tiefes Spielverständnis, kunstvollem Triple-Range-Merging oder ICM-Shoves, sondern durch seine offene und herzliche Art. Innerhalb kürzester Zeit wurde er zum absoluten Favoriten aller Zuschauer und zum Start am Tisch.

Zwischen all den Pokerexperten war Hesp einfach ein 64-jähriger Amateur mit buntem Jackett, der sein Glück selbst kaum fassen konnte, aber Chip um Chip gewann. Mit nicht mehr als einem Lächeln auf dem Gesicht und einem lustigen Hut machte er aus Gegnern am Pokertisch Mitspieler und aus Zuschauern wurden Fans. Kann irgendjemand mehr für Poker machen als dies?

Max Pescatori

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Er ist der beste italienische Pokerspieler aller Zeiten.

Möchte man die Biografie von Max Pescatori kurz halten, bricht man sie einfach auf diesen einen Satz runter. Seit seinem 23. Lebensjahr hat Pescatori sein Leben den Spielkarten gewidmet. Er zog nach Las Vegas, begann zunächst eine Ausbildung zum Croupier und spielte dann selbst Poker. Damals war es noch vor allem Stud.

2006 gewann der Italiener sein erstes Bracelet in einem No-Limit-Event. Es folgten weitere WSOP-Siege im Jahr 2008 und zwei weitere im Jahr 2015. Damit ist Max Pescatori der erste Europäer, dem es gelang vier Bracelet in seiner Karriere zu gewinnen. Jüngst schloss er sich mit Todd Brunson zusammen und die beiden betreiben jetzt ein italienisches Restaurant in Las Vegas. Aber natürlich werden wir Pescatori trotzdem weiterhin an den Pokertischen sehen.

Mikhail Semin

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Für viele unserer Leser dürfte der Name Mikhail Semin erst einmal völlig unbekannt sein. Der ehemalige Sportjournalist und Redakteur von Championat.com tauchte erstmals 2010 in der Poker-Szene auf.

Damals begann er den russischen Stream der EPT-Live-Übertragung zu kommentieren. Vorher war er eine bekannte Stimme im russischen Fernsehen und Radio, wo er 13 Jahre lang Sportereignisse kommentierte und zweimal zum Sportkommentator des Jahres gewählt wurde. Über 40 verschiedene Sportarten hat er dabei kommentiert, doch Poker ist inzwischen sein größtes Steckenpferd.

Denn Mikhail Semin spielt auch selbst und hat bei der WSOP 2017 gleich zwölf Mal die Geldränge erreicht, nachdem er 2016 bereits drei Finaltische bei der WSOP erreichte. Damit hat Semin sehr eindrucksvoll demonstriert, dass beim Poker auch aus einem Zuschauer ein sehr erfolgreicher Spieler werden kann.

 

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