Phil Hellmuth bewertet US-Präsidentschaftskandidaten im TV-Duell

Gestern lief in den USA das lang erwartete TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump. Natürlich ist nun jedes politische Lager dabei, den Sieg im Duell für sich zu beanspruchen. Einer, der relativ neutral aus Sicht eines Pokerspielers an die Sache herangeht, ist Phil Hellmuth.

Hellmuth, der in seinem Leben schon über 20 Millionen Dollar in Pokerturnieren gewonnen hat, gibt beiden Politikern die Note "A" und sagt im Magazin The Stree das Folgende über die beiden Kontrahenten, die sich gestern in der Hofstra University bekriegten:

Hillary Clinton

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Zunächst bescheinigt Hellmuth der Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, dass sie sehr "präsidentenhaft" gewirkt habe. Sie habe einen tollen Job gemacht, vor allem dass sie Trump wegen seinem Mangel an politischer Erfahrung und seinem hitzigen Temperament attackierte, sei ein kluger Schachzug gewesen.

Nach Ansicht von Hellmuth hat Clinton auch den bemerkenswertesten Satz des Abends gesagt, als Trump ihr vorwarf, sich auf das Duell vorbereitet zu haben:

"Ich glaube, dass Donald mich gerade dafür kritisiert hat, mich für diese Debatte vorbereitet zu haben. Und ja, das habe ich. Und wisst Ihr, worauf ich mich noch vorbereitet habe? Ich bin darauf vorbereitet, Präsidentin zu werden und das ist eine gute Sache."

Insgesamt war Hellmuth davon überrascht, dass sie ihn so aggressiv angegangen ist. Sie habe damit gezeigt, dass sie eine gute Präsidentin sein kann.

Donald Trump

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Auch wenn viele Meinungsmacher mittlerweile Clinton als Gewinnerin des Duells ansehen, ist Hellmuth der Ansicht, dass Trump es zumindest genauso gut gemacht hat.

Trump  habe im TV Duell definitiv nicht die Kontrolle verloren und wirkte nicht polarisierend. Dazu habe er die Außenseiterkarte sehr gut gespielt.

Richtigerweise habe Trump viel über die außenpolitischen Deals gesprochen, die unvorteilhaft für Amerika seien. Laut Hellmuth seien die Menschen  sensibel für solche Dinge, das sei so ähnlich, als wenn sie ein Cousin mit einem Geschäft über den Tisch zieht.

Trump hätte aber laut Hellmuth die Debatte klar gewinnen können, hätte er nur ein paar Dinge gesagt. Hellmuth zeigt sich überrascht, dass er Hillary nicht "Crooked Hillary" genannt hat, genau wie er seine Konkurrenten Marco Rubio "Little Marco" und Ted Cruz "Lyen' Ted" genannt hatte und damit erfolgreich war.

Hellmuth betont aber, dass es in einem solchen TV Duell keinen echten Gewinner geben kann. Wer letztlich die Wahl im November gewinnt werde sich zeigen und möglicherweise werde man dann auf dieses Duell zurückblicken und es als Wendepunkt oder zumindest wichtigen Moment ansehen.

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