No Limit Hold’em – Regeln und Spielablauf

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Die Königsdisziplin unter den Pokervarianten. Hier sind die Regeln für No Limit Hold’em im Überblick. Machen Sie sich auch mit dem Spielablauf von Texas Hold’em vertraut, bevor Sie einsteigen.

Hier ist die gute Nachricht: Die Regeln von Texas Hold’em sind ziemlich einfach. Es dauert nur ein paar Minuten, bis man sie gelernt hat. Und jetzt die schlechte: Bis man das Spiel wirklich beherrscht, können Jahre vergehen. Manche schaffen es nie. Sind Sie bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen?

Texas Hold’em oder No Limit Hold’em Regeln?

Nur kurz zur Begriffsklärung: Das Spiel heißt Texas Hold’em. Es existiert in verschiedenen Limitvarianten: No Limit, Fixed Limit und Pot Limit. Das jeweilige „Limit“ beschreibt die Setzmöglichkeiten. Bei Fixed Limit ist die Setzhöhe vorher definiert, bei Pot Limit wird der Einsatz durch die Größe des Pots bestimmt und in No Limit Hold’em hat man jederzeit die Möglichkeit, alle seine Chips zu setzen.

Heute werden Texas Hold’em und No Limit Hold’em (NLHE) mehr oder weniger synonym gebraucht, weil die anderen Varianten so gut wie keine Rolle mehr spielen. Fixed Limit wird wenn überhaupt fast nur noch in Mixed Games wie 8-Game gespielt, und Pot Limit ist praktisch völlig aus den Pokerlobbys verschwunden.

Bevor wir jetzt zu den Regeln kommen, hier ein paar einschlägige Pokerbegriffe, auf die wir später noch stoßen werden. Poker wurde hauptsächlich in den USA kultiviert, weshalb die meisten Begriffe einfach aus dem Englischen übernommen und nicht übersetzt werden.

Kleines Pokerglossar

  • All-in: Wenn ein Spieler alle seine Chips auf eine Hand setzt, ist er all-in.
  • Blinds: Die Blinds sind Zwangseinsätze, die vor dem Kartengeben gebracht werden müssen, damit es auch immer um etwas geht. Der Spieler links vom Button bringt den Small Blind, der links davon den Big Blind. Der Big Blind ist das Doppelte des Small Blinds. In Cash Games werden die Blinds vor dem Spiel festgelegt, in Turnieren steigen die Blinds in regelmäßigen Intervallen.
  • Board: Die Gesamtheit der Gemeinschaftskarten wird Board genannt. Das Board besteht maximal aus Flop, Turn und River.
  • Button: Der Dealer-Button zeigt an, wer gerade als Kartengeber fungiert. Der Button wandert nach jeder Spielrunde einen Platz im Uhrzeigersinn. Der Spieler am Button ist auch der letzte, der vor dem Flop an der Reihe ist.
  • Check: Zu Deutsch „schieben“ oder „passen“. Mit einem Check gibt man die Action an den nächsten Spieler weiter. Ein Check ist nur möglich, wenn man bereits eigene Chips im Pot hat. Vor dem Flop ist daher der Spieler im Big Blind der einzige, der die theoretische Möglichkeit hat, zu checken. Nach dem Flop haben alle Spieler, die noch in der Hand sind, diese Option, wenn vor Ihnen noch kein anderer Spieler in dieser Setzrunde gesetzt hat.
  • Flop: Die ersten drei Gemeinschaftskarten. Sie werden nach der ersten Setzrunde aufgedeckt und in die Mitte des Tisches gelegt. Jeder aktive Spieler kombiniert diese Karten mit seinen eigenen.
  • Pre-flop: Die erste Setzrunde findet pre-Flop statt, also bevor Gemeinschaftskarten auf den Tisch gelegt werden.
  • Post-flop: Alles, was nach dem Aufdecken der ersten drei Gemeinschaftskarten geschieht, wird als Postflop-Spiel bezeichnet.
  • Turn: Die vierte Gemeinschaftskarte wird „Turn“ genannt.
  • River: Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte ist der „River“.
  • Showdown: Sind nach der letzten Setzrunde noch mindestens zwei Spieler aktiv, drehen diese ihre Karten um und die beste Hand gewinnt. Das ist der Showdown.

Vor dem Spiel – das Setup

Sunday Seven Million Final Table

Gespielt wird mit einem 52-er Blatt, und an einem Pokertisch sitzen 2-10 Spieler. Der Spieler am Button fungiert als Kartengeber. In einem Casino übernimmt das natürlich der professionelle Dealer.

In einem Turnier erhält jeder Spieler zu Beginn dieselbe Anzahl an Chips. Wird Cash Game gespielt, darf sich jeder Spieler – theoretisch – so viele Chips kaufen wie er will. In der Praxis gilt als Faustregel: Ein volles Buy-in entspricht 100 Big Blinds. Die Höhe der Blinds wird von den Spielern festgelegt. Unter- und Obergrenzen gibt es je nach Absprache der Spieler oder gemäß der Hausregeln des Casinos.

Die Blinds werden gebracht und die Karten werden (einzeln) gegeben. Der Spieler im Small Blind erhält die erste Karte, der am Button die letzte. Es beginnt die erste Setzrunde.

No Limit Hold’em Spielablauf

Es beginnt der Spieler links vom Big Blind. Er hat die Möglichkeit, Fold, Call oder Raise zu spielen. Bei einem Fold wirft er seine Karten ab, bei einem Call muss der Spieler so viel bezahlen, wie der Big Blind wert ist, und bei einem Raise muss der Spieler mindestens das Doppelte des Big Blinds setzen. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

Wenn es einen Raise gegeben hat, muss ein Spieler für einen Call nun die Höhe des Raises bezahlen. Es gibt nun auch die Möglichkeit eines Re-Raise, also einer weiteren Erhöhung. Der Spieler mit dem Re-Raise muss mindestens um so viel erhöhen wie der erste Raiser.

Ein Beispiel in Zahlen. Gespielt wird Cash Game mit Blinds 50c/€1. Ein Spieler erhöht auf €3. Damit beträgt die Erhöhung €2. Wenn ein anderer Spieler nun noch einmal erhöhen will, liegt der Mindestbetrag – auch „Min-Raise“ genannt – bei insgesamt €5. Einzige Ausnahme ist eine All-in-Situation. Erhöht z. B. ein Spieler auf €10, und der nächste Spieler hat nur insgesamt €11, so kann dieser trotzdem all-in gehen, obwohl er das „Min-Raise“ Gebot nicht mehr einhalten kann.

Ein solcher Re-Raise wird auch 3-Bet genannt. Dabei zählen die Blinds als die erste Wette und das erste Raise als die zweite Wette. Ein weiteres Re-Raise nennt man entsprechend 4-Bet usw. In No Limit Hold’em gibt es keine Begrenzung für die Zahl der Re-Raises. Es darf erhöht werden bis zum All-in.

Es gibt insgesamt bis zu vier Setzrunden: vor dem Flop, auf dem Flop, auf dem Turn und auf dem River. Der minimale Wetteinsatz ist immer die Höhe des Big Blinds.

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Bevor Gemeinschaftskarten aufgedeckt werden, legt der Dealer die oberste Karte des Decks beiseite. Das geschieht sowohl vor dem Flop als auch vor dem Turn und vor dem River. Diese bis zu drei Karten werden „Burn Cards“ genannt. Diese Regel stammt noch aus einer Zeit, in der Karten öfter mal gezinkt waren und kein Spieler sich einen Vorteil verschaffen können sollte.

Showdown

Der Showdown ist der Moment, in dem keine weitere Action mehr möglich ist und die Karten umgedreht werden. Das passiert entweder, wenn es keine weiteren Setzrunden mehr gibt, also nach der vierten Setzrunde auf dem River, oder wenn zwei (oder mehr) Spieler all-in sind und keine weiteren Chips mehr zum Setzen haben. Ein Showdown kann also auch schon vor dem Flop stattfinden. Sollte der Fall eintreten, dass zwei oder mehr Spieler all-in sind, bevor die letzte Setzrunde abgeschlossen ist, werden die Karten ebenfalls aufgedeckt.

Die Hand ist jedoch auch dann erst beendet, wenn alle Gemeinschaftskarten auf dem Tisch liegen. Wer die Hand gewinnt, kann sich also durchaus noch ändern, je nachdem wie das Board verläuft.

Hier finden Sie die besten Pokeranbieter. Außerdem: Pokerstrategie für Anfänger.

Genug von NLHE? Versuchen Sie es doch mal mit Fixed Limit oder Pot Limit Hold'em.

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