Marti Roca de Torres gewinnt 888poker WSOPE Main Event

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Marti de Torres. Foto: WSOP.

Ein früherer Lehrer aus Katalonien setzt sich im Main Event im King’s Casino durch und kassiert über eine Million Euro. Salter, Ho und Farrell scheitern im Finale.

Deutsche saßen nicht am Finaltisch, obwohl eine ganze Reihe starker Vertreter am Start waren.

888poker ist in diesem Jahr Hauptsponsor sowohl der WSOP in Las Vegas als auch der europäischen Version in der Tschechischen Republik.

Irgendwie ist es dem Online-Pokeranbieter jetzt auch noch gelungen, den Sieger zu stellen. Das versteht man wohl unter „Taking back the Game“.

888poker Qualifikant de Torres erklimmt den Gipfel

Marti Roca de Torres hatte bisher gerade einmal $30.000 an Turniergewinnen zu verzeichnen. Ein Turniersieg war bisher nicht dabei. Jetzt ist er Gewinnmillionär.

Die WSOPE fand in diesem Jahr im King’s Casino statt und wird dorthin auch bei der nächsten Ausgabe zurückkehren. Zwölf Turniere standen auf dem Spielplan.

Der Main Event hatte 529 Teilnehmer, gerade genug, um die Garantiesumme von €5.000.000 zu erreichen.

Darunter waren zahlreiche internationale Stars, die dem Ruf der King’s Casino gefolgt waren, und der Finaltisch sollte das bestätigen.

Der EPT Monte Carlo Zweite Jack Salter, BOM-Moderatorin Maria Ho und EPT Malta Gewinner Niall Farrell erreichten alle den berühmten letzten Tisch, scheiterten aber letztendlich bei dem Versuch, die Krone zu ergreifen.

Stattdessen ergriff der international völlig unbekannte Katalane Marti Roca De Torres seine Chance und kann sich nun ein Jahr lang als WSOP-Champion bezeichnen.

De Torres war nach seinem Sieg glücklich, aber auch sehr erschöpft. „Ich bin jetzt aufgeregter als während des Spiels. Aber ich bin unheimlich froh, dass dieser Traum in Erfüllung gegangen ist. Ich weiß gar nicht, was ich noch sagen soll.“

Ho verspielt Führung, Farrell im Pech

Jack Salter wurde am Ende Siebter, nachdem er zwei große Pots gegen den späteren Zweiten Gianluca Speranza verloren hatte. Es war die letzte Eliminierung vor dem Ende von Tag 5.

Zu diesem Zeitpunkt waren viele andere Stars schon lange an der Bar – wie Stefan Schillhabel (78.), Dominik Panka (76.), Will Kassouf (64.), Anatoli Filatov (55.), Pierre Neuville (53.), Phil Gruissem (47.), David Peters (44.), Mike Leah (39.), Parker Talbot (25.), Rainer Kempe, (22.), Kristen Bicknell (18.) und Kevin MacPhee (10.).

Zu den deutschen Spielern, die die Geldränge nicht erreichten, gehörten u. A. Jan-Peter Jachtmann, Christopher Frank, Thomas Hossein Ensan, Dietrich Fast, Daniel Pidun und Natalie Hof.

maria ho
Maria Ho ging als Führende ins Finale.

Maria Ho kam als Chipleader an den Finaltisch und war auf dem besten Weg, der erste weibliche WSOP-Champion zu werden. Aber dann ging stattdessen alles schief.

Zuerst verlor sie zwei große Hände gegen de Torres, dann ging sie mit einem Paar Zweien gegen Niall Farrells Open Raise all-in.

Ein zweifelhafter Zug, der von Farrel mit Pocket Buben gecallt wurde. Danach war Ho auf den letzten Platz im Klassement gefallen, während Farrell auf den zweiten Platz kletterte.

Danach wurde es aber erst so richtig spektakulär. Ho musste nach einer Hand gehen, die sensationellerweise auch den zweitgrößten Stack aus dem Spiel nahm.

Ho hatte mit A-Jauf ihr Glück gehofft, doch Niall Farrell fand Könige und ging mit. Daraufhin sah de Torres zwei Asse im Big Blind, und flugs lagen über 50% der gesamten Turnierchips in der Mitte.

De Torres auf der Achterbahn der Emotionen

Die Asse hielten, und es sah so aus, als wäre damit eine Vorentscheidung gefallen. Die letzten drei Konkurrenten von de Torres würden nur noch um den zweiten Platz spielen.

Aber dann zog sich das Spiel vierhändig über sechs Stunden dahin, und es gelang nicht nur einem, sondern allen drei Gegnern von de Torres, sich zu erholen.

Chip für Chip nahmen Gianluca Speranza, Mathijs Jonkers und Robert Bickley dem Spanier ab, bis dessen Name tatsächlich der letzte im Tableau war.

Jonkers und Bickley belegten später die Plätze 3 und 4, aber zeitweise sah es so aus, also ob de Torres seine Strahlkraft verloren hatte.

„Ich dachte zuerst, ich habe das Turnier sicher. Später dachte ich, ich würde niemals gewinnen können. Aber am Ende konnte ich meinen Stack wieder Stück für Stück aufbauen. Ich habe nur von Hand zu Hand gedacht“, erklärte Torres später.

Also blieb de Torres irgendwie dran, und als schließlich Bickley und Jonkers – der übrigens Orgnisator bei den Dutch Championship of Poker ist – den Tisch verlassen hatten, begann er das Heads-up mit einem 1 zu 3 Rückstand.

Speranzas Turnier hatte eine ganz andere Laufbahn genommen, denn er war lange Zeit der Shortstack am Tisch gewesen. Damit lag der psychologische Vorteil in den Händen des Italieners.

Aber de Torres ließ sich nicht beirren, kämpfte sich zurück und übernahm schließlich die Führung. Die entscheidende Hand war wie so oft ein Coin Flip. De Torres spielte ein Paar Fünfen, Speranza A-J.

Ein Ass auf dem Flop und eine Fünf auf dem Turn versinnbildlichten die Dramatik dieses Finales. De Torres hielt danach alle Chips bis auf zwei Big Blinds und gewann das Turnier in der folgenden Hand.

Kaum zu glauben aber wahr: De Torres hatte sein Entry für den WSOPE Main Event in einem Satellite auf 888poker gewonnen.

Er war auf dem €220 Level eingestiegen und hatte sich schließlich ein Turnierpaket erspielt.

WSOPE Main Event Finaltisch Payouts

Platz

Name

Land

Preisgeld

1

Mati Roca de Torres

Spanien

€1.115.207

2

Gianluca Speranza

Italien

€689.246

3

Mathijs Jonkers

Niederlande

€476.585

4

Robert Bickley

GB

€335.089

5

Niall Farell

GB

€239.639

6

Maria Ho

USA

€174.365

7

Jack Salter

GB

€129.121

8

Luis Rodriguez

Spanien

€97.344

9

Stepan Osinovskii

Russland

€74.737

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