German High Roller – Set over Set over Set

Jan-Peter Jachtmann und Harry Casagrande

Die 15. Staffel von German High Roller verlief lange recht verhalten, bis Pot-Limit Omaha gespielt wurde. Die Pötte und damit auch die Stimmung am Tisch schossen schlagartig in die Höhe. Die ganz große Action blieb aber zunächst aus, doch in der letzten Folge platzte dann endgültig der Knoten. Es kam gleich zu zwei Monsterpötten. Bei der spektakulärsten Hand der gesamten Staffel floppten drei Spieler ein Set, eine Konstellation, die man selbst beim PLO nur äußerst selten sieht.

Der Flush wird Besim zum Verhängnis

Im Vergleich zur letzten PLO-Folge gab es leichte Veränderungen, denn Robert Zipf hatte mit einem satten Minus den Tisch verlassen, und wurde von Besim Hot ersetzt.

Dann ging sie auch schon los die wilde Fahrt. Gleich in der ersten Hand gab es Action, nachdem Thomas Bichon den Pot mit A J 3 3 und einem Raise auf €300 eröffnet hatte und mit Horst, Besim und George drei Caller bekam.

Thomas Bichon
Thomas Bichon zieht sich bei seiner Premiere bei German High Roller sehr beachtlich aus der Affäre.

Der Flop war mit A 5 3 recht ansehnlich für Bichon, denn er brachte ihm Bottom Set. Folgerichtig machte er eine Contibet in Höhe von €1.200 und nur Besim blieb mit Q J J 8 für Middle Pair plus Flushdraw dabei.

Nach der 7 auf dem Turn checkte Hot erneut zu Bichon, der nun zusätzlich zu seinem Set auch noch den Nutflushdraw aufgegabelt hatte, und eine weitere Salve in Höhe von €2.200 abfeuerte.

Überraschenderweise machte Besim daraufhin ein sehr interessantes Check-Raise auf €10.200. Keine schlechte Idee vom Schweizer, der damit die Nuts repräsentierte, und viele Hände zum Folden bekommt. Nicht jedoch die vom Franzosen, denn diese war einfach zu stark.

Am River 7 tauchte nun eine hochinteressante Karte auf, denn sie machte Besim den Flush, doch Thomas das Full House. Hot ging mit seinen verbliebenen €3.300 All-In und Bichon bezahlte sofort. Daraufhin ahnte Besim schon Böses und fragte: „Hast du Full?“ und Bichon antwortete „Ja, Full“ und damit wanderte ein €30.600 großer Pot zum Franzosen.

Der erste Monsterpot

Doch das war nur der Anfang, denn es sollte noch besser kommen. Erneut war es Bichon, der die Action mit A Q Q 2 eröffnete und dieses Mal bekam er gleich vier Caller!

Zu fünft sah man den Flop von 2 7 3. Es wurde zu Thomas gecheckt, der mit seinem Flushdraw und Overpair €2.200 anspielte. Horst Rammé callte nur mit A K 7 2 für Two Pair und Nutflushdraw, woraufhin Jan mit 7 7 5 4 und den Nuts ein großes Raise auf €9.500 machte.

Horst Rammé
Horst Rammé riss seine Hände in die Luft, als er den River sah.

Wohlfühlen konnte sich Bichon nach dieser Action nicht mehr, dennoch ging er mit €21.300 All-In, wurde sofort von Horst und Jan gecallt, und schon lagen €66.900 in der Mitte.

Am besten gefiel das natürlich Jan, der sein Geld als 61% Favorit in die Mitte bekam, da sich die beiden anderen auch noch gegenseitig die Outs zum Flush wegnahmen.

Der Turn J war eine gute Karte für Bichon, denn er nahm den Nutflushdraw in Herz auf.

Am River schlug dann mit der T aber tatsächlich der Flush für Horst ein, und er freute sich sichtlich über den bis dahin größten Pot der 15. Staffel.

Der zweite Monsterpot

Dieser sollte aber nicht lange bestehen bleiben, denn direkt danach spielte sich eine absolut verrückte Hand ab.

Horst stackte noch die Chips, da annoncierte Harry Casagrande schon wieder „Raise Pot“ auf €900. Das kümmerte die anderen jedoch wenig und sowohl Horst als auch Jan bezahlten.

Der Flop war      

und dann brachen alle Dämme. Harry machte eine Contibet von €2.200, Horst raiste auf €6.000, und Jan schob seine verbliebenen €8.400 in die Mitte.

Harry konnte seinen Augen kaum trauen, hielt er doch die Nuts, und als die Action zu ihm zurückkam musste er kurz Überlegen wie er das Maximum herausholen kann. Die Antwort war „All-In“ mit €32.400 begleitet von einem: „Ich glaub der Rotwein fängt zu wirken an.“

Horst hatte nun eine schwere Entscheidung. Zwei All-Ins vor ihm und auch er schien eine sehr starke Hand zu halten. Nach langem Überlegen machte er den Call.

Was sich dann beim Showdown zeigte war nahezu unglaublich:

Jan:         für Bottom Set

Horst:         für Middle Set

Harry:         für Top Set

Set over Set over Set!

Harry Casagrande
Durch eine absolute Traumkonstellation katapultierte sich Harry Casagrande von einem der größten Verlierer zum größten Gewinner.

Absoluter Wahnsinn, zumal auf diesem sehr drawlastigen Board, keiner der Drei einen Straight- oder Flushdraw hatte. Die perfekte Situation für Harry, der damit eine 85% Gewinnchance auf einen €76.000 großen Pot hatte.

Sein Spruch: „Also komischerweise hab ich Nuts-Drilling und möchte kein Paar sehen“, brachte die Besonderheit dieser Situation auf den Punkt und sorgte für herzhaftes Gelächter am Tisch.

Der Turn   war ebenfalls ganz nach dem Geschmack von Casagrande, denn nur er hielt nun einen Straight- und Flushdraw. So blieb seinen beiden Gegnern nur ein einziges Out.

Der River   war keines davon, und Harry konnte sich ein „Ja“ nicht verkneifen. Dealerin Steffi stellte ihm den mit €76.000 größten Pot der 15. Staffel zu und der Österreicher katapultierte sich mit einer einzigen Hand vom größten Verlierer zum größten Gewinner.

Was für eine Hand!

Der Stand beim Pot-Limit Omaha:

Harry Casagrande

+€18.100

Thomas Bichon

HorstRammé                   

+€14.000

+€6.700

Jan-Peter Jachtmann

+€6.300

George Danzer
Besim Hot
Robert Zipf                           

-€750
-€32.950
-€37.450

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