Fintan Hand und Ben Spragg – Ein ungewöhnliches Twitch-Duo

Fintan Hand und Benjamin Spraggs PSC Barcelona 2017
Fintan Hand und Benjamin Spraggs – Neues Twitch-Duo von PokerStars

Fintan Hand und Benjamin Spragg sind hinter dem Twitch-Kanal von PokerStars die neuen treibenden Kräfte und wenn es darum geht, dass Poker unterhaltsam sein soll, werden die beiden bestens funktionieren.

Wenn man Fintan und Benjamin zusammen sieht, könnte man denken, dass sie schon seit Ewigkeiten befreundet sind. Dabei kennen sie sich erst seit drei Monaten. Sie funktionieren vor allem deshalb so gut als Team, weil sie zwei sehr verschiedene Persönlichkeiten an den Tisch bringen. Fintan hat überdies mehr einen Turnier-Hintergrund und Benjamin ist er der Cashgame-Spieler.

Der Ire Fintan Hand und der Engländer Banjamin Spragg haben sich über das Online-Streaming kennengelernt und als sie sich das erste Mal persönlich trafen, war es so, als kannten sie sich schon immer. Beide spielen online seit dem sie 18 Jahre alt sind, vor allem niedrige Limits in Cashgames und Turniere. Beide machten aus ihrem Hobby eine Profession als Twitch-Streamer bevor PokerStars auf sie aufmerksam wurde. Letztes Jahr wurden sie in das Online-Team-Pro von PokerStars aufgenommen und Barcelona ist Teil ihrer Einführung-Tour.

PokerZeit: Was schauen die Zuschauer am liebsten?

Fintan Hand Twitter
Fintan Hand's Twitter-Bild

Fintan Hand: Sie mögen große Turniere lieber als Sit-And-Gos. Große Turniere sind wie eine lange Geschichte mit einem Anfang, eine Mitte und einem Ende. Sit-And-Gos dauern in der Regel nur 40 Minuten und das reicht nicht aus, um Zuschauer zu begeistern.

Benjamin Spragg: Turniere funktionieren auf jeden Fall wesentlich besser als Cashgames. Wenn man dort einen sehr guten Tag hat, dann gewinnt man zehn Buyins – in meinem Fall 1000 Dollar. Das ist eine Menge Geld, aber nicht lebensverändernd. Ich habe jüngst in einem Turnier aus 7,50 Dollar 5000 gemacht und das ist auf jeden Fall wesentlich spannender zu verfolgen.

PZ: Es gibt sehr viele, die gut spielen, aber nur wenige, die anderen zeigen, wie sie spielen. Warum habt ihr mit dem Streamen angefangen?

FH: Hah, wir sind eigentlich gar nicht so gut. Wir sind nur süchtig nach Aufmerksamkeit.

BS: Spricht nur für dich. Mir hat dieser Aspekt des Entertainments immer gut gefallen, ich hätte also jedes Spiel gerne gestreamt. Das Problem ist, in keinem anderen Spiel bin ich gut und ich gehe so nur als passabler Pokerspieler durch. Bei keinem anderen Spiel würde mir jemand zuschauen, denn ich bin sehr schlecht.

FH: Wir haben schon einige Jahre gegrindet und das kann ganz schön ermüdend werden, denn meistens sitzt man einfach nur zu Hause. Mit Twitch hat man die Chance, eine Gemeinschaft aufzubauen und Teil davon zu sein. Es ist einfach sozialer.

PZ: Geht es beim Streamen nicht sehr viel mehr um Unterhaltung als um Poker? Denn die meiste Zeit passiert ja eigentlich gar nichts.

FH: Ja, selbst wenn man nur 30 Sekunden Pause hat, in denen man nichts sagt, ist das schon fürchterlich. Man muss die gesamte Zeit reden, ohne sich selbst zu wiederholen.

BS: Du sprichst doch die gesamte Zeit nur blanken Unsinn.

PZ: Was vermutlich das beste ist, was man in solchen Situationen tun kann.

FH: Nur, wenn man einer der besten 20 Spieler in der Welt ist kann man Streamen, ohne viel zu reden und wird immer noch geschaut.

BS: Ja, Phil Ivey könnte vermutlich ganz ohne Mikrofon dort sitzen und ihm wird immer noch ganz viele Leute zuschauen.

FH: Aber bei den meisten Leuten funktioniert das nur mit einer entsprechenden Persönlichkeit.

PZ: Was ist das Ziel eurer Streams?

fintan hand irish open
Fintan bei den Irish Poker Open

BS: Die Idee ist es, unsere beiden Streams gleichzeitig auf dem PokerStars-Kanal zu bündeln, so dass wir beide parallel spielen können und die Leute unsere Karten und unsere Tische auf einem Bildschirm sehen. Das würde viel mehr Action in unseren Stream bringen. Sollten wir beide das gleiche Turnier spielen und einer von uns ausscheiden, ist dann immer noch der andere da, der weiter spielt.

FH: Schon bevor wir beide zusammen gestreamt hatten, schauten wir uns den Kanal des anderen an und machten uns gegenseitig über uns lustig. Das ging so weit, dass die Leute glaubten, wir mögen uns gar nicht.

BS: Was natürlich nicht stimmt.

FH: Nein, wir verstehen uns sehr gut. Aber es gab diese eine Nacht und ich foppte ihn wegen seiner Klamotten. Einige Leute haben das falsch verstanden und meinten, ich wäre hier über eine Grenze getreten.

PZ: Habt ihr jemals etwas anderes im Leben ausprobiert? So etwas wie einen Beruf?

BS: Ich hatte niemals einen Beruf. Videospiele sind schon völlig in Ordnung für mich. Aber um mit dem Streamen von Videospielen ein Publikum anzuziehen, musst du entweder sehr gut oder sehr lustig sein.

FH: Ich habe als Dealer gearbeitet und hatte einige andere Jobs, etwa Regale im Supermarkt befüllen. Zwischen 16 und 21 habe ich gearbeitet, dann fing ich mit dem Streamen an.

PZ: Was sind eure nächsten Projekte?

BS: Wenn wir hier in Barcelona fertig sind, streamen wir die WCOOP.

FH: Und dann bin ich beim PokerStars-Festival in Dublin.

BS: Und im Oktober sind wir bei der TwitchCon in Long Beach, Kalifornien. Sollte einer der Leser auch da sein, kommt gerne vorbei und sagt Hallo!

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