Elton Tsang gewinnt das teuerste Turnier der Welt und über 11 Millionen Euro

Elton Tsang
Elton Tsang beim Extravaganza (Bild: Neil Stoddart)

Das von Guy Laliberté veranstaltete One Drop Extravaganza war mit einem Buyin von einer Million Euro das teuerste ausgetragene Pokerturnier aller Zeiten. Letzte Nacht setzte sich Elton Tsang, ein Pokerspieler aus Hongkong, im Finale gegen den Russen Anatoly Gurtovoy durch und kassierte 11,1 Millionen Euro Preisgeld – den drittgrößten Einzelbetrag, den jemals ein Spieler kassierte.

Keine (richtigen) Profis

Das Extravaganza war ein Einladungs-Turnier und man musste sich die Teilnahme bei Guy Laliberté absegnen lassen. Explizit wurde den Pokerprofis die Teilnahme verwehrt. Die Idee des Turniers war, dass sich reiche Geschäftsmänner und eventuell Figuren aus dem Show-Geschäft zu drei Tagen Poker treffen und nebenbei elf Prozent des Buyins für die One-Drop-Foundation spenden.

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Veranstalter Guy Laliberte

Laliberté rechnete mit 35 oder mehr Spielern, am Ende wurden es jedoch nur 26. Zwei Spieler (Laliberté selbst und Andrew Pantling) nutzten die Re-Entry-Option und investierten so zwei Millionen Euro in das Turnier. Damit lagen in Summe fast 25 Millionen Euro im Preispool – ein bombastischer Betrag, aber sicherlich weniger als ursprünglich erhofft.

Auch wenn die ganz großen Namen des Pokersports fehlten, waren doch die meisten Spieler mehr oder weniger gut mit den Karten vertraut. Tatsächlich dürften einige der Teilnehmer weit mehr Pokerprofi als irgendetwas anderes gewesen sein. Zu nennen sind hier vor allem Andrew Pantling, der bei der EPT Monte Carlo 2013 den zweiten Platz belegte, James Bord, der 2010 die WSOP-Europe gewann, Mark Teltscher, der lange Zeit Online-Profi war und 2007 das Main-Event der WCOOP gewann (auch wenn ihm der Titel wegen Multiaccountings aberkannt wurde) und Talal Shakerchi, der dieses Jahr SCOOP auf PokerStars gewann.

1,5-Millionen Euro teure Bubble

Zu einem richtig teuren Turnier gehört natürlich auch eine richtig teure Bubble. Gerade einmal sechs Spieler wurden bei dem One Drop Extravaganza bezahlt und der Unterschied zwischen Platz sechs und Platz sieben betrug 1,5 Millionen Euro.

Der Autogroßhändler Brandon Steven wurde der unglückliche Bubble-Boy. Er schied mit König-Dame gegen Cary Katz' Ass-König aus.

Platz sechs ging an Andrew Pantling, der trotz des Cashes dank seines doppelten Einkaufs 500.000 Euro Verlust machte.

Das Heads-Up wurde am Ende von zwei vergleichsweise unbekannten Spielern ausgetragen: Elton Tsang aus Hongkong und Anatoly Gurtovoy aus Russland.

Straße gegen Straße zum Titel

Tsang, ein Geschäftsmann der in Asien seit fünf Jahren mindestens semi-professionell spielt, begann das Duell mit einer deutlichen Führung und diese war niemals wirklich gefährdet.

In der finalen Hand sorgte ein Setup für die Entscheidung. Auf dem Turn lagen Q 3 4 2 in der Mitte und Anatoly Gurtovoy hatte mit A 5 just eine Straße getroffen. Schnell waren alle seine Chips in der Mitte, doch seine Hand war reichlich wertlos, hatte Tsang doch mit 6 5 eine bessere Straße und sogar noch einen Draw zum Flush. Dieser Draw kam mit dem J auf dem River sogar an.

Damit stand Elton Tsang als Sieger fest. 11,1 Millionen Euro gab es für den Sieg – weniger als die Hälfte (5,4 Millionen Euro) blieben Gurtovoy.

Nach Dan Colman (15,3 Millionen Dollar beim One-Drop 2014) und Antonio Esfandiari (18,4 Millionen Dollar beim One-Drop 2012) gewann Tsang den drittgrößten Einzelpreis der Pokergeschichte. Herzlichen Glückwunsch!

Endergebnis

1 Elton Tsang Hong Kong €11.111.111
2 Anatoly Gurtovoy Russland €5.427.781
3 Rick Salomon USA €3.000.000
4 James Bord UK €2.100.000
5 Cary Katz USA €1.750.000
6 Andrew Pantling Kanada €1.500.000

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