Die 20 schlimmsten Poker-Momente der letzten 10 Jahre – Plätze 15 bis 11

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Isildur1 lässt $4,2 Millionen Ferdern

Vielleicht ist es redaktionstechnisch eine blöde Idee, eine ganze Dekade Poker auf "schlimmste" und "beste" Momente zu reduzieren. Trotzdem versuchen wir es und präsentieren Ihnen dabei einige der größten Geschichten im Poker überhaupt.

Heute machen wir mit den schlimmsten Pokermomenten weiter und natürlich sind solche Listen immer subjektiv. Wir begrüßen deswegen Feedback in den Kommentaren. Lasst uns wissen, wer oder was aus eurer Sicht noch grauenhaft war. Los geht's!

15. Die ewigen Attacken der Mainstream-Medien auf Poker

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Was ist falsch daran, ein Kartenspiel im Internet zu spielen? Glaubt man vielen Mainstream-Medien und Casino-Mogul Sheldon Adelson: Alles.

In der Vergangenheit hat es so viele Attacken auf Online-Poker gegeben, dass es ganz nett wäre, wenn die Fraktion wenigstens grundlegende Fakten richtig benennen würde.

Newsweek hat 2014 eine der dümmsten Attacken auf Online Poker veröffentlicht. Auf dem Titelblatt war ein Bild mit einem traurig dreinblickenden Kind, das ein Tablet mit einem Royal Flush hält, zu sehen. Die Überschrift lautete "Pokerface".

In dem Artikel wurde argumentiert, dass Online-Gambling mittlerweile ein riesiges Problem für Eltern in den USA sei, da jetzt "alle Dämme gebrochen" seien. Gemeint war die Legalisierung in den US Bundesstaaten New Jersey, Nevada und Delaware.

Der Artikel ignorierte die verschiedenen Sicherheitsfunktionen der Online-Poker-Seiten komplett, es ging nur um die knackige Headline. Unterdessen singt Casinomogul Sheldon Adelson seit Jahren das ewig gleiche Lied vom bösen Online-Poker.

Auch wenn mittlerweile klar ist, dass durch die Legalisierung Einkünfte für die Bundesstaaten generiert werden und das Ganze in vernünftige Bahnen gelenkt wurde, hören solche Artikel einfach nicht auf.

Der regulierte Markt im Jahr 2016 hat nichts mehr mit dem "wilden Westen" des Jahres 2003 gemein. Wann verstehen die Medien das endlich?

14. Aufstieg der Bully-Kultur in den Pokerforen

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Die Pokerforen haben eine große Rolle beim Online-Poker-Boom gespielt und über die Jahre jede Menge Value für die Spieler geliefert. In den Foren sind lebenslange Freundschaften entstanden, es wurde über Pokerstrategie diskutiert und Action verkauft.

Es gibt aber auch eine dunkle Seite: Wie in vielen anonymen Online-Communities häufen sich Beleidigungen, die Atmosphäre ist zum Teil vergiftet. Schnell entsteht eine Art Lynchjustiz und in vielen Fällen stürzten sich Foristen auf vormalige Helden. Das Ganze kann höchst unangenehm sein.

Das schlimmste Ereignis passierte wohl im Jahr 2008, als die junge Pokerspielerin Brandi Hawbaker Selbstmord beging. Als attraktive, junge Spielerin war Hawbaker in den Foren omnipräsent, viele hielten sie aber für eine Betrügerin und die Kommentare waren dementsprechend fies.

Egal was man über die Frau denkt, ihr Selbstmord war ein unglaublich tragisches Ereignis und ein grauenvolles Ende der ganzen Geschichte. Man sollte sich der Konsequenzen bewusst sein, bevor man Böses im Internet schreibt.

Das ganze betrifft natürlich nicht nur Online-Poker, es ist aber definitiv ein Problem, mit dem viele Spieler schon zu kämpfen hatten.

13. Betrügereien während der EPT

Wer verdirbt beim Poker allen den Spaß? Die Betrüger. Es gab in den letzten zehn Jahren mehrere Vorfälle, die dem Pokerspiel und der Community extrem geschadet haben.

Die dreistesten Aktionen waren wohl der Angle-Shoot von Ivan Freitez im Jahr 2011 und auch Constant Rijkenberg, der zu viel Action von sich selbst verkauft hatte und deswegen durch seinen Sieg im Jahr 2013 Schulden machte.

Freitez hatte beim EPT Grand Final 2011 ein Full House getroffen. Nach einer Wette seines Gegners auf dem River annoncierte er einen Raise, legte aber nur Chips für einen Call. Er murmelte dann: “No, sorry. I meant call.”

Der Turnierdirektor wurde gerufen, da Freitez das wohl schon die ganze Zeit gemacht hatte. Freitez rettete sich mit "No english" raus. Der Gegner machte den verheerenden Call und tappte in die Falle. Natürlich hat Freitez das Turnier hinterher für 1,5 Millionen Euro gewonnen.

Was Constant Rijkenberg getan hatte, war simpler: Er hatte zu viel Action von sich verkauft und durch seinen 1,5-Millionen-Euro-Sieg Schulden generiert. Er prägte dadurch sogar einen Begriff, wenn man zu viel Action von sich verkauft 'rijkenbergt' man.

Dies waren nur zwei Betrugsfälle im Poker und es gibt natürlich noch viel mehr. Man sollte deswegen nie vergessen, dass es da draußen jede Menge Gauner gibt.

12. Brian Hastings beendet Isildurs Mega-Run in wenigen Stunden

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Eins gleich vorweg: Dies war mit Sicherheit kein schlimmer Moment für Brian Hastings. Für alle anderen war die komplette Vernichtung von Viktor “Isildur1” Blom für über 4,2 Millionen das Ende einer Ära.

Ein Drehbuchautor hätte sich den Aufstieg von Isildur1 nicht besser ausdenken können. Isildur1, dessen Identität bis 2011 nicht klar war, betrat die Welt der Highstakes Ende 2009 und legte sich mit Schwergewichten wie Phil Ivey, Patrik Antonius, Tom Dwan und Cole South an.

Der junge Schwede spielte quasi den ganzen Tag und hatte bis zum 15. November 2011 über 6 Millionen Dollar gewonnen. All das endete aber am 8. Dezember, als Hastings dem Schweden in wenigen Stunden satte 4,2 Millionen Dollar abknöpfte.

Später wurde bekannt, dass Hastings, Brian “sbrugby” Townsend und Cole South Informationen ausgetauscht hatten, um Isildur1 zu schlagen. Dies führte dazu, dass der Red-Pro-Status von Townsend von Full Tilt auf Eis gelegt wurde.

Wahrscheinlich wäre der Höhenflug von Isildur1 irgendwann ohnehin beendet gewesen, dies war aber mit Sicherheit ein ekelhaftes Ende für eine der größten Siegesserien im Poker überhaupt.

11. Sicherheitsprobleme der EPT in Berlin und Barcelona

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Die European Poker Tour war insgesamt ein voller Erfolg, wo Licht ist, ist aber auch Schatten. Die Sicherheit ist immer ein großes Thema bei Pokerveranstaltungen, in zwei Fällen gab es leider Probleme.

Der erste Vorfall ereignete sich im Jahr 2010 im Grand Hyatt Hotel in Berlin. Die EPT wurde überfallen, bewaffnete Männer in schwarzen Ski-Jacken und Masken stürmten  den Turniersaal und raubten eine erhebliche Geldmenge.

Die Action wurde augenblicklich gestoppt, nach 90 Minuten ging es aber weiter. Einige Spieler, darunter auch der spätere Sieger Kevin MacPhee, stellten die Frage, ob es wirklich klug war, nach einem solch schrecklichen Erlebnis einfach weiter zu machen.

Ein anderer Vorfall passierte im Jahr 2013 als Jens “Jeans86” Kyllonen davon berichtete, dass jemand während der EPT Barcelona in sein Hotelzimmer eingebrochen war und versucht hatte, seinen Laptop zu hacken.

Das Ganze ist eine lange Geschichte, Kyllonen erzählt sie in einem Thread auf Twoplustwo mit dem Namen My Unbelievable EPT Barcelona Story. Hotel Rooms in Arts Barcelona Broken into to Plant Trojans.

PokerStars half den Pokerspieler, dass örtliche Casino war darauf aber nicht so erpicht, eine schreckliche Vorstellung.

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