Simon Boss ist neuer Europameister im No-Limit Hold’em

Simon Boss

Die Poker EM ist eines der traditionsreichsten und prestigeträchtigsten Pokerturniere Europas. 169 Spieler sorgten für einen Preispool von €676.338 und gestern fand der Final Table statt. Die Chancen auf einen deutschen Sieg standen sehr gut, denn Ismael Bojang und Timo Schneider sorgten für eine deutsche Doppelführung und insgesamt befanden sich vier Deutsche unter den ersten Sieben! Am Ende setzte sich an einem starken Final Table nach einem Deal der letzten Drei allerdings überraschend der Schweizer Simon Boss durch, der damit Nachfolger von Artur Koren ist.

Eckdaten Poker EM No-Limit Hold’em 2015

Spieler: 169

Buy-In: €4.350

Preispool: €676.338

Siegprämie: €182.600

Die Ausgangslage zu Beginn des Final Tables:

Name

Nation

Chipcount

Ismael Bojang

D

1.669.000

Timo Schneider

D

1.636.000

Simon Boss

CH

1.336.000

Josip Simunic

A

1.119.000

Stefan Huber

CH

1.103.000

Max Lehmanski

D

618.000

Manig Loeser

D

397.000

Bernhard Haider

A

325.000

Tomasz Gluszko

PL

241.000

Grandiose Perfomance der Deutschen an Tag 2

An Tag 2 wurde bis auf den Final Table der letzten Neun heruntergespielt, und es war extrem gut für unsere Vertreter gelaufen.

Max Lehmanski
Max Lehmanski wurde Neunter für €18.900.

Ismael Bojang und Timo Schneider sorgten für eine deutsche Doppelspitze.

Max Lehmanski und Manig Loeser komplettierten auf Platz 5 und 6 das aus deutscher Sicht fantastische Ergebnis.

Ebenfalls ins Geld hatten es zuvor noch die beiden deutschen Onlinelegenden Fedor „CrownUpGuy“ Holz und Gereon "huiiiiiiiiii" Sowa geschafft.


Zu Beginn des Final Tables ging es Schlag auf Schlag

Somit standen die Chancen auf einen deutschen Sieg also ganz hervorragend. Doch so gut Tag 2 geendet hatte, so wenig lief dann im großen Finale zusammen.

Manig Loeser
Manig Loeser nahm Platz 6 und €30.400 mit nach Hause.

Max Lehmanski musste als Erster seinen Platz räumen, nachdem er mit A K direkt in die Pocket Kings des Schweizers Simon Boss gelaufen war, und keine Hilfe vom Board erhalten hatte.

Kurz darauf folgtem ihm der Pole Tomasz Gluszko und der Österreicher Bernhard Haider, ehe Manig Loeser short mit K 9 All-In pushte und von Isi mit A Q gecallt wurde. Das Ass am Turn besiegelte das Schicksal von Manig und so waren nur noch fünf Spieler im Turnier.

Schafft Ismael Bojang seinen ersten großen Sieg?

Es sah zu diesem Zeitpunkt so aus als könnte Ismael Bojang, nach unzähligen Cashes und Final Tables endlich der ganz große Triumph gelingen, doch dann kam die Zeit des Simon Boss. Er übernahm die Führung und konnte diese in der Folgezeit auch ausbauen.

Anschließend musste mit Timo Schneider der nächste Deutsche an die Rails. Nach einem Button Raise von Stefan Huber wollte Timo mit 9 8 und seinem All-In wohl restealen, bekam aber den Call von Stefan. Das Board von 2 6 5 K 6 half niemandem und Timo nahm Platz 5 für €38.900.

Ismael Bojang
Ismael Bojang war bester Deutscher, aber das wird ihn wohl wenig darüber hinwegtrösten wieder ganz knapp vor dem großen Erfolg gescheitert zu sein.

Damit ruhten die deutschen Hoffnungen auf Ismael Bojang, aber Isi konnte diese leider nicht erfüllen und scheiterte wieder einmal ganz knapp vor einem großen Erfolg.

Zunächst verlor er einen Coinflip gegen Josip Simunic, der ihn zum Shorstack machte. Wenig später war er mit J T All-In und bekam den Call von Stefan Huber mit T 9.

Eigentlich die perfekte Situation für ein Double-Up, da Isi den Schweizer dominiert hatte. Leider drehte der Dealer aber A 3 A 5 5 zum Flush für Huber um, und Bojang schied unglücklich aus.

Stefan Huber
Stefan Huber und Simon Boss ließen die Schweizer in Velden jubeln.

Es ist schon fast tragisch, wieder war Isi so nah dran, wieder hat es nicht gereicht. Dabei hätte es niemand mehr verdient als der sympathische Hamburger, der nicht nur den Rekord für die meisten WSOP-Cashes in einem Jahr hält, sondern in den letzten beiden Jahren auch elfmal (!) an einem Final Table saß.

Deal der letzten Drei

Nachdem Isi ausgeschieden waren einigten sich die letzten Drei (Simon Boss, Josip Simunic und Stefan Huber) schnell auf einen Deal und auf eine Teilung des restlichen Preisgelds. Damit hatten alle €125.133,33 sicher.

Die Trophäe und der prestigeträchtige Titel des Poker Europameisters ging an Simon Boss, der zu diesem Zeitpunkt Chipleader war.

Das Endergebnis der Poker EM im No-Limit Hold’em 2015:

Platz

Name

Nation

Preisgeld

1

Simon Boss

CH

€ 125.133*

2

Josip Simunic

A

€ 125.133*

3

Stefan Huber

CH

€ 125.133*

4

Ismael Bojang

D

€ 54.100

5

Timo Schneider

D

€ 38.900

6

Manig Loeser

D

€ 30.400

7

Bernhard Haider

A

€ 26.400

8

Tomasz Gluszko

PL

€ 22.300

9

Max Lehmanski

D

€ 18.900

10

Christian Troger

I

€ 15.938

11

Gereon Sowa

D

€ 13.500

12

Jaroslaw Sikora

PL

€ 13.500

13

Moritz Bleiker

CH

€ 13.500

14

Helmut Satzinger

A

€ 11.500

15

Dieter Albrecht

CH

€ 11.500

16

Hannes Speiser

A

€ 11.500

17

Felix Bleiker

CH

€ 9.500

18

Fedor Holz

D

€ 9.500

*Deal der letzten Drei

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