Daniel Negreanu verteidigt höheres Rake, Poker-Community wütend!

Daniel Negreanu Rake 2
In bed with Daniel Negreanu

Daniel Negreanu hat ein langes Interview mit Rikard Åberg geführt, in dem er über die US-Wahlen, den Glaube an Gott und die diesjährigen Veränderungen bei PokerStars bzw. Amaya spricht. Vor allem seine Thesen zur Rake-Erhöhung gefallen vielen in der Poker-Community ganz und gar nicht.

Negreanus zentrale Thesen

Negreanu stellt zunächst die folgende These auf: Für die Freizeitspieler, auch Recreational Player genannt, sei es besser, wenn der Rake auf den niedrigeren Levels höher ist, da dann nicht so viele gute Spieler am Tisch sitzen. Unterm Strich sei höherer Rake für die Freizeitspieler eine gute Sache.

Da die Freizeitspieler meist 'Losing Player' seien, gelte es, diese bei Laune zu halten, da diese im Poker-Ökosystem extrem wichtig seien, da sie frisches Geld in den Kreislauf pumpen.

PokerStars hatte im März dieses Jahres das Rake erhöht, bei Spin & Gos, MTTs,  MTTs im Hyper-Turbo-Modus und auch bei Cashgames wurden höhere Gebühren fällig, was logischerweise nicht allen gefiel. Negreanu verteidigt insofern diese Änderungen.

Negreanu verteidigt im Kern auch die Änderungen im VIP-System von PokerStars, die bei vielen überhaupt nicht gut ankamen. Die Pokergemeinschaft reagierte mit Entsetzen auf die Neuheiten, die 2016 das Rakeback für Vielspieler auf 30 Prozent beschränkten, den Highstakes-Spielern die VIP-Vorteile komplett nahmen und bestehende FPP-Guthaben um 25% entwerteten.

Dass die Änderungen auch Nachteile für das laufende Jahr beinhalteten sei laut Negreanu falsch gewesen, die Kommunikation von PokerStars sei ebenfalls ungünstig gewesen.

Negreanu
Daniel Negreanu polarisiert

An sich seien die Änderungen aber richtig, da es aus der Sicht der Freizeitspieler untragbar sei, dass ohnehin bessere Spieler auch noch zu wesentlich günstigeren Konditionen spielen. Ganz unrecht hat er damit wohl nicht.

Die wütenden Reaktionen der Community

Zunächst nahmen die Foristen auf Twoplustwo Anstoß am Interview an sich, Negreanu liege dabei faul im Bett herum wie ein "Penner". Andere fanden es "unglaublich", dass "dieser Grad an Ignoranz und Dummheit" die größte Online-Pokerseite PokerStars repräsentiere.

Einer nannte Negreanu deswegen sogar "corporate muppet", was übersetzt so viel wie "Firmen-Marionette" heißt. Andere fanden es schade, dass ihr einstiges Vorbild derartige Sachen sage und wünschten sich eine Block-Funktion für alle Medieninhalte von Negreanu.

Es gab aber auch ansatzweise Verständnis, einer meint, dass Negreanu mit seiner Grundthese, dass höherer Rake die Pros vertreibe, grundsätzlich Recht habe. Es sei aber trotzdem falsch, dass die Freizeitspieler ihr Geld mit höherem Rake langsamer verlieren und Negreanu und PokerStars wollen nur, dass die Leute ihr Geld an PokerStars und nicht an andere Spieler abgeben.

Was auch immer man von Negreanu halten mag, er hat im Poker das meiste Geld in Live-Turnieren verdient. Mit über 32,5 Millionen Dollar führt er die All Time Money List des Hendon Mob an, er ist damit der größte Turniergewinner aller Zeiten.

Hier können Sie das Interview sehen, der Teil über das Rake beginnt ab Minute 27:00:

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