Brains vs. A.I. – Menschliche Pros verlieren haushoch gegen Pokerbot!

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Brains vs. A.I. 2017

In den letzten Wochen gab es einen Kampf der besonderen Art: Die Carnegie Mellon University hat ein Pokerprogramm namens "Libratus" erschaffen und das spielte eine Challenge gegen die Poker-Pros Jason Les, Dong Kim, Daniel McAuley und Jimmy Chou. Jetzt ist die Herausforderung beendet und das Programm liegt über 1,7 Millionen Dollar vorne, die Menschen haben den Kampf haushoch verloren.

Brains vs. Artificial Intelligence

Insgesamt wurden 120.000 Hände gespielt, der Kampf fand im Rivers Casino in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania statt. Es ging um insgesamt 200.000 Dollar Siegprämie und das Ganze dauerte 20 Tage lang.

Gespielt wurde die Variante $50/$100 Heads-Up Texas No Limit Hold'em. Die vier Pros traten jeweils einzeln gegen das Programm an und die Hände wurden gespiegelt. Das bedeutet, dass es duplizierte Decks gab und parallel wurden in zwei Matches jeweils die Holecards vertauscht, um den Glücksfaktor einzudämmen.

Die vernichtende Niederlage

Die 120.000 Hände sind nun gespielt und die Pros liegen in der Summe 1.766.250 Dollar hinten. Jason Les hat dabei am schlechtesten abgeschnitten, er verlor allein über 880.000 Dollar. Am besten schlug sich noch Dong Kim, der nur etwas über 85.000 Dollar verlor.

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Dong Kim schlug sich noch am besten

Im Jahr 2015 gab es bereits eine ähnliche Challenge, die aber noch von den Menschen gewonnen wurde. Die Poker-Pros Jason Les, Doug Polk, Dong Kim und Bjorn Li traten gegen das Vorgängerprogramm "Claudico" an und die Menschen lagen nach 80.000 gespielten Händen 732.713 Dollar vorne und hatten den Kampf klar gewonnen.

Die Zeitenwende?

Die jetzige Niederlage markiert nach Ansicht vieler Fachleute einen Meilenstein in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz. Der Fortschritt der Poker-A.I. ist auch Indikator für die Entwicklung der künstlichen Intelligenz im Allgemeinen.

Ein Programm, das ähnlich wie ein Mensch denken soll, muss – ähnlich wie beim Poker – mit fehlender Information, zufälligen Ereignissen und 'unberechenbaren' Gegnern zurechtkommen. Im Gegensatz zu Spielen wie Schach, Mühle oder Go, die allesamt schon besser von Computern gespielt werden, ist Poker ein Spiel der unvollständigen Information.

Brains AI
Sieger: Die Programmierer

Man weiß nicht, welche Karten man bekommt und welche noch auf das Board gelegt werden. Deswegen kann ein Programm beim Poker nicht einfach - wie z. B. beim Schach - alle möglichen Konsequenzen der möglichen Züge durchrechnen und den besten wählen.

Ist Poker jetzt gelöst?

Libratus schien tatsächlich extrem gut zu spielen, in einem Video von Doug Polk zollen die Spieler dem Programm Respekt und bestätigen, dass es extrem sehr schwer sei, kontinuierlich gut gegen die Programmierung zu spielen. Das Programm sei von Tag zu Tag besser geworden und habe geblufft wie ein echter Profi.

Allerdings muss man beachten, dass Heads-Up gespielt wurde, an einem vollen Tisch dürfte ein Programm aufgrund der Fülle an Information derzeit keine Chance haben. Ein Gedanke, der noch beruhigt…

Brains vs. Artificial Intelligence - Ergebnis

(Zahlen in Klammern sind negativ)

Libratus

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