Zynga heuert Spezialist von 888 an

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Nutzt der letzte Schachzug von Zynga vor allem den Nutzern oder dem Unternehmen?

Zynga ist in Schwierigkeiten. Die Aktie fällt, mit Facebook gibt’s Probleme, und hochrangige Manager verlassen die Firma gleich gruppenweise, darunter sogar zwei Vizepräsidenten.

Die Anstellung von Maytal Ginzburg soll wohl so etwas wie die Reißleine sein, die jetzt gezogen wird.

Ginzburg war Senior Vice President bei 888 Holdings und ist zweifellos ein sehr wertvoller neuer Mitarbeiter.

Derzeit herrscht bei Zynga Chaos. Zwar führt man die Liste der heruntergeladenen Apps. weiterhin mit großem Vorsprung an, aber die Probleme an der Börse sind hartnäckig, und der Versuch, in das Geschäft mit Handy-Spielen einzusteigen, was bisher nicht von Erfolg gekrönt.

Ein Deal mit Nokia soll helfen, aber auch der finnische Telefonhersteller ist derzeit nicht besonders gut aufgestellt.

Online-Poker als Rettungsanker?

Die beste Chance auf Konsolidierung besteht für Zynga daher in der Legalisierung von Online-Poker in den Vereinigten Staaten. Immerhin hat Zynga eine größere Spielerbasis als alle anderen Online-Pokerräume zusammen.

Andererseits: Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht, und wer glaubt, dass ein Unternehmen wie PokerStars sich nicht schon lange auf Zynga vorbereitet hat, der ist reichlich naiv.

Ohne Zweifel hat PokerStars schon längst ein Produkt vorbereitet, mit dem man den umgekehrten Weg gehen kann und steht schon in den Startlöchern, um auch auf Facebook präsenter zu werden. Viele neue Spieler werden sich die Frage stellen, warum sie sich bei einem Spielgeldgiganten registrieren sollen, der nun auch Echtgeldpoker anbietet, wenn sie gleich das Original haben können.

Mit der Übernahme von Full Tilt ist PokerStars nun im Besitz der beiden beliebtesten Poker-Softwares im Netz. Bwin/Party ist ein mächtiges Konglomerat, und das iPoker-Netzwerk wird mit der Eingliederung von Everest weiter wachsen. Zynga wird im offenen Markt also auf scharfe Konkurrenz treffen. Die Platzhirsche werden ihr Revier mit Zähnen und Klauen verteidigen.

Und das Zynga der Ruf vorauseilt, sein Erfolg basiere hauptsächlich auf dem erfolgreichen Kopieren der Arbeit Anderer, macht die Sache auch nicht gerade leichter.

Umso mehr Sinn macht die Anstellung von Ginzburg. Sie könnte die gute Nachricht sein, die den Aktienpreis der Zynga-Anteile wieder etwas anziehen ließ.

Zynga versucht seit längerem, sich von dem übermächtigen Partner Facebook zu emanzipieren und hat vor kurzem angekündigt, in das Echtgeldgeschäft einsteigen zu wollen. Die Vorbereitungen laufen bereits, aber ob das hier hilft?

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