Zehn Winterolympioniken mit Poker-Skills

sotschi maskottchen
Die Maskottchen von Sotschi. Der Leopard links ist im Kaukasus übrigens nicht heimisch.

Poker gehört für einige der Wintersportler, die jetzt in Sotschi um Medaillen ringen, zu den bevorzugten Hobbys. Wir sagen Ihnen, welche Olympioniken gerne mal zocken und mit welchen Händen sie antreten.

Heute beginnen die Olympischen Winterspiele in Sotschi. In den kommenden zwei Wochen richten sich die Augen auf die russische Stadt.

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass abseits der Pisten, Loipen und Schanzen öfter mal eine zünftige Runde Poker gespielt wird. Das Spiel ist nämlich bei den Sportlern sehr populär.

Die norwegische Medaillenhoffnung Petter Northug stand den Kollegen von PokerListings.com ja schon während des WSOP Main Events zur Verfügung. Er bekannte, schon 2010 bei den Spielen in Vancouver im Olympischen Dorf immer mal wieder gezockt zu haben.

Da es zwischen den Wettkämpfen nicht viel zu tun gibt, sei Poker eine guter Weg gewesen, um sich die Zeit zu vertreiben, erläuterte Northug.

Der Norweger gewann zwei Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille in Vancouver. Offenbar hatte er seine Nerven gut im Griff.

Sehen Sie nun unsere Top Ten der Winterolympioniken, die auch am Tisch mit dem grünen Filz eine gute Figur machen.

Gregor Schlierenzauer, Österreich – Skisprung

Eigentlich keine Überraschung, dass ausgerechnet ein Skispringer in seiner Freizeit Poker spielt.

gregorschlierenzauer com

Skispringer haben kein Problem mit plötzlichen Adrenalinstößen, sie bekommen sie ja bei jedem Sprung.

Niemand fliegt mehr als 100m durch die Luft, ohne eine gewisse Erregung zu spüren. Was sonst könnte da mithalten als Poker?

Über seine Fähigkeiten ist wenig bekannt, aber man kann wohl davon ausgehen, dass er schon Gast in seinem heimischen Casino in Innsbruck war.

Gelernt hat er das Spiel wohl während der Wartezeiten. Man sieht die Skispringer immer wieder Karten spielen, während sie darauf warten, an die Reihe zu kommen.

„Schlieri“ gehört zu den größten Medaillenhoffnungen, er ist auf der Normal- wie auf der Großschanze einer der Favoriten.

Auch in der Mannschaftswertung ist Österreich ganz weit vorn anzusiedeln. Immerhin sind sie Titelverteidiger, denn sie errangen auch 2010 die Goldmedaille.

Schlierenzauers Chancen entsprechen:    

Petter Northug, Norwegen – Langlauf

Petter Northug ist einer der größten Namen im Langlauf. Er hat schon zahlreiche Titel gewonnen, sowohl bei Weltmeisterschaften als auch bei Olympischen Spielen und im Weltcup.

northug

Außerdem ist er sicherlich einer der erfahrensten Pokerspieler im Olympischen Dorf.

Northug trat schon bei WSOP, EPT und vielen weitern Turnieren an. 2010 erreichte er beim Main Event in Las Vegas die Geldränge, und wenn Sie gegen ihn auf PokerStars antreten wollen, dann suchen Sie nach „Northugir“.

Letztes Jahr erreichte er den Finaltisch bei einem SCOOP-Event und wurde am Ende Siebter für rund $60.000. Kürzlich versuchte er sich in High Stakes Partien, aber die erwiesen sich als eine Nummer zu groß für ihn.

Northug nimmt das Spiel sehr ernst. Er hat schon mehrere norwegische Profis als Coaches engagiert, darunter die norwegischen Stars Johnny Lodden, Mikael Blomlie und Steffen Kjerstad.

Wergen einiger Verletzungen wird es schwer für ihn, die vier Medaillen von Vancouver zu wiederholen, aber zumindest in den Teamwettbewerben sind die Norweger kaum zu schlagen.

Northugs Chancen entsprechen:    

Roberto Luongo, Kanada – Eishockey

Wenn Sie schon länger unseren Berichten folgen, erinnern Sie sich vielleicht daran, dass Luongo im Jahr 2012 viel Aufsehen erregte, weil er beim WSOP Main Event die Geldränge erreichte.

luongo

Als 418. erhielt er damals $19.227. Vielleicht nicht allzu viel für einen Nationaltorhüter, aber ins Geld kommen ist an sich schon eine Leistung, an die man sich später gern erinnert.

Luongo begann während des Spielerstreiks der NHL in der Saison 2004/2005 Poker zu spielen, also mitten im Poker-Boom. Die WSOP ist bisher der einzige internationale Event, bei dem er gesichtet wurde, aber zweifellos wird im kanadischen Eishockeyteam ein Homegame zustande kommen.

Luongo stand auch im Tor der kanadischen Goldmannschaft im heimischen Vancouver. Die Buchmacher haben Kanada und Russland als Favoriten auf dem Zettel.

Luongos Chancen entsprechen:    

Bode Miller, USA – Alpin

Bode Miller ist der erfolgreichste Amerikaner, der je auf zwei Skiern gestanden hat. 33 Weltcupsiege, zwei gewonnen Weltcups und fünf Olympische Goldmedaillen sprechen eine eindeutige Sprache.

Bode Miller wiki

Allein bei den Spielen in Vancouver gewann er einmal Gold, drei Mal Silber und einmal Bronze.

Am Pokertisch muss er seine Fähigkeiten erst noch beweisen. Teilgenommen hat er aber schon an mehreren Wohltätigkeitsturnieren.

Im Jahr 2011 spielte er ein solches Turnier u. A. mit seinen kollegen Ted Ligety, Jens Byggmark und Rainer Schönfelder sowie den Pokerpros Johan Brolenius und Erich Kollmann.

Auf Full Tilt ist ein Spieler mit dem Namen „Bode Miller“ unterwegs, aber das muss natürlich nichts heißen.

Inzwischen ist Miller 36 Jahre alt. Sotschi wird wohl seine letzte olympische Station sein. Noch aber ist er fit, und gerade in Abfahrt und Super G kann er immer noch jeden sdchlagen.

Miller Chancen entsprechen:    

Marcus Hellner, Schweden – Langlauf

Hellner ist im Langlauf der große Rivale von Petter Northug. Die beiden haben sich in den letzten Jahren schon einige packende Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert.

marcus hellner

Inzwischen haben sie ihre Duelle auch auf den Pokertisch ausgeweitet. Sie spielen nicht nur gegeneinander, sondern schließen auch Last Longer Wetten ab.

U. A. war das auch 2010 beim WSOP Main Event der Fall – Northug gewann.

Beim letzten EPT Finale in Monte Carlo veranstalteten die beiden ihren ganz eigenen Triathlon: Northug setzte sich beim Jetski-Rennen durch und gewann auch das folgende Heads-up zwischen den beiden.

Hellner konnte immerhin einen Punktgewinn erzielen, indem er im Main Event länger durchhielt als Northug, aber der Norweger gewann das Duell trotzdem mit 2:1.

Bei den letzten Spielen in Vancouver gewann Hellner zwei Goldmedaillen, darunter die 4x10km Staffel. Gerade dort sieht Hellner auch in diesem Jahr die besten Chancen.

Hellners Chancen entsprechen:    

Andreas Birnbacher, Deutschland – Biathlon

andreas birnbacher

Der 32-jährige gibt auf seiner Webseite „Poker mit Freunden“ als Hobby an. Ob es sich dabei um seine Teamkollegen im Olympischen Dorf handelt, wissen wir nicht, aber dass Poker unter Biathleten beliebt ist, ist bekannt.

Wer ein guter Biathlet sein will, muss seine Nerven und seinen Körper im Griff haben und sich extrem gut konzentrieren können. Beste Voraussetzungen für einen Pokerprofi.

Andreas Birnbacher wird an allen Biathlon-Rennen teilnehmen, seine Chancen stehen aber in der Staffel am besten. In Vancouver wurde die deutsche Mannschaft nur Fünfter. Das soll in diesem Jahr besser werden.

Birnbachers Chancen entsprechen:    

jouni pellinen

Jouni Pellinen, Finnland – Ski Cross

Laut seiner Webseite hat Jouni Pellinen mit Poker zeitweise seinen Lebensunterhalt bestritten.

Man kann ihn sich problemlos als typischen, hyper-aggressiven LAG vorstellen, der die anderen am Tisch herumschubst.

Jetzt tritt Pellinen im Ski-Cross an, jener Action-Disziplin, bei der vier Fahrer gemeinsam und gegeneinander eine schmale Bahn herunterjagen und Schubsen erlaubt ist.

Bei den Weltmeisterschaften 2011 gewann Pellinen Silber, 2013 wurde er Vierter. Er rechnet sich gute Chancen aus. Wir sind da nicht so sicher.

Pellinens Chancen entsprechen:    

KimLamarre com

Kim Lamarre, Kanada – Slopestyle

Wir freuen uns immer, wenn sich Frauen für Poker begeistern können, deshalb setzen wir sehr gerne die kanadische Freestylerin Lamarre auf unsere Liste.

Kim erwähnt Poker als eines ihrer Hobbys neben Billard, Gartenarbeit und Katzen!

Sie wird in der Disziplin Slopestyle antreten, die in diesem Jahr erstmals bei den Olympischen Spielen ausgetragen wird.

Entstanden ist die Disziplin aus Snowboarding und Freeskiing. Ein Hindernisparcours muss durchfahren und mit mehren Kunstsprüngen veredelt werden. Eine Jury entscheidet dann, wer am besten war.

Bei den Weltmeisterschaften im Jahr 2011 wurde Lamarre Vierte, im vergangenen Monat erreichte sie bei den X-Games Platz drei.

Ein Platz auf dem Treppchen könnte sie also in Sotschi durchaus erreichen.

Lamarres Chancen entsprechen:    

thomas lamparter

Thomas Lamparter, Schweiz – Bob

Der 35-jährige Lamparter ist Bremser im schweizerischen Zweier- und Viererbob. Lamperter ist begeisterter Kartenspieler.

Neben Poker nennt er auch Jassen als eines seiner Hobbys. Keine Überraschung, denn das ist in der Schweiz eine Art Nationalsport.

Außerdem spielt Lamparter in seiner Freizeit gerne Tennis und kümmert sich um – Palmen. Wie man das mit Bobfahren unter einen Hut bringt, sollte er vielleicht mal erklären.

Lamparter verfügt über einen akademischen Grad in Computerwissenschaften. Das dürfte ihm in denJahren des Poker-Booms von großem Nutzen gewesen sein.

Bei den Olympischen Spielen von Turin 2006 wurde Lamparters Bob immerhin Dritter, aber in Sotschi braucht er wohl schon einen Zauberflop, um es auf das Podest zu schaffen.

Lamparters Chancen entsprechen:    

Chris Reed, Japan – Eiskunstlauf

Wenn sich sogar Eiskunstläufer für Poker begeistern können, dann muss das Spiel ein Spiel für alle sein.

Chris reed wiki

Die Poker-Community kann sich darüber freuen, dass einer der ihren auch im Eistanzen antritt, und zwar mit seiner Schwester Cathy.

Das Geschwisterpaar tritt für Japan an, ist aber im amerikanischen Michigan aufgewachsen. Der Vater ist Amerikaner, die Mutter Japanerin.

Das Interesse für Poker dürfte eher in den pokeraffinen USA entstanden sein als im pokertechnischen Entwicklungsland Japan.

2010 wurden Chris und Cathy 17. Der Olympischen Spiele, jetzt ist Ihr Ziel ein Platz in den Top Ten. Ihre Medaillenhoffnungen sind eigentlich gleich null, aber was soll’s. Jede Hand kann gewinnen.

Reeds Chancen entsprechen:    

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