Online High Stakes - Die 10 teuersten Hände des Jahres

Doug Polk
Douglas Polk gewann den größten Pot des Jahres.

Auch im Jahr 2014 prallten die Giganten der Online High Stakes in ultrateuren Händen aufeinander. Am häufigsten waren in diese Auseinandersetzungen die beiden schwedischen Poker-Freunde Viktor Isildur1 Blom und Denis Denoking Bahonjic sowie Gus Hansen verwickelt.

Fast alle der teuersten Pötte des Jahres 2014 wurden im August und September ausgespielt, und das meiste Geld auf einen Schlag strich ein Amerikaner ein, der von vielen – auch sich selbst – für den besten NLHE Heads-up Spieler der Welt gehalten wird.

Pot Nr. 1, 18.09.2014: Douglas WCGRider Polk - $383k

Das kostspieligste Duell des ablaufenden Jahres war das Heads Up zwischen den beiden NLHE-Spezialisten Denis Denoking Bahonjic, einem Bosnier aus Schweden und Douglas WCGRider Polk.

Gespielt wurde NLHE, die Limits lagen bei $200/$400, und der Amerikaner raiste zunächst auf knapp $900.

Doch diese Hand hielt ein klassisches Set-up bereit, und deshalb erhöhte Denoking auf $5k, bevor durch 4-Bet ($15k), 5-Bet ($37k) und 6-Bet (All-in für $191k) alle verfügbaren Dollar in der Mitte lagen.

Das Board wurde vereinbarungsgemäß zweimal gedealt und brachte:

Board 1:          

Board 2:          

Und tatsächlich zeigte der Showdown wie erwartet:

Denoking:    

WCGRider:    

Zu allem Unglück für Bahonjic hielt Polk ausgerechnet noch das Ace of Spades zum höheren Flush und so wanderten $383k komplett in die Tasche des WCGRider.

 

Pot Nr. 2, 20.08.2014: Viktor Isildur1 Blom - $371k

Es waren vor allem die Mixed Games, in denen es 2014 richtig teuer wurde. Bei dieser Hand wurde gerade No Limit Hold‘em gespielt, die Limits lagen bei $300/$600 und mit Daniel jungleman12 Cates und Viktor Isildur1 Blom trafen zwei echte Big Boys aufeinander.

Viktor Blom
Viktor Blom.

Der jungleman hatte UTG auf $1500 erhöht, Isildur1 auf $5400 gereraist und Gus Hansen – der ebenfalls mit am Tisch saß - war in dieser Hand ausgestiegen.

Jungleman12 blieb dabei, und die ersten drei Karten brachten

     

Viktor Blom wollte die Action weiterhin unter Kontrolle haben und setzte er von vorn $7200 an. Dan Cates ging mit.

Der Turn brachte die

 

und Blom feuerte auch die zweite Barrel ab, diesmal mit einem Wert von $18k.

Doch der Amerikaner erhöhte nun auf $48k und Isildur1 machte, ganz gegen seine eigentlichen Gewohnheiten nur den Call. Ein listiger Schachzug, wie sich noch herausstellen sollte. Die

 

auf dem River veränderte das Bild nicht mehr. Check von Blom, aber Cates wollte den Pot nun auf jeden Fall an Land ziehen.

Nach Bet, Raise und Call lagen von beiden Kontrahenten am Ende weitere $125k in der Mitte, und es kam zum Showdown. Viktor Blom zeigte

   

zur Straight, und Gegner Daniel Cates warf seine Karten ungezeigt in den Muck.

Pot Nr. 3, 21.08.2014: Denis Denoking Bahonjic und Isaac luvtheWNBA Haxton - $359k

Einige der teuersten Hände des Jahres wurden von den NLHE-Spezialisten heads-up ausgespielt. Ende August traf der unermüdliche Denoking auch auf den Amerikaner Isaac luvtheWNBA Haxton.

Denoking
Denoking.

Die Limits lagen einmal mehr bei $300/$600, Haxton hatte auf $1320 geraist und Denoking noch einmal auf $5k. Call von Ike. Auf dem Flop zeigten sich

     

und diesmal spielte Denoking mit $5k halben Pot an und bekam wiederum nur den Call. Der Turn brachte die

 

Bahonjic checkraiste die Bet von Haxton ($10k) auf $44k und der Amerikaner callte. Nach dem River

 

ging alles (jeweils $125k) in die Mitte und im Showdown zeigte sich folgendes Bild:

Denoking: K Q

luvtheWNBA: K Q

Damit teilten sich Denis Bahonjic und Isaac Haxton den größten Splitpot des Jahres in Höhe von $359k.

Pot Nr. 4, 20.08.2014: Gus Hansen - $259k und Dan jungleman12 Cates - $95k

Der viertgrößte Pot des Jahres wurde an einem Mixed Game-Tisch in der Variante PLO ausgespielt. Die Limits lagen bei $300/ $600 und am Tisch saßen Dan jungleman12 Cates im SB, Viktor Isildur1 Blom im Big Blind und Gus Hansen UTG.

Daniel Cates
Daniel Cates.

TheGreatDane hat auf $1200 geminraist, Cates auf $4200 erhöht, bevor Actionman Viktor Blom mit $14k noch einmal drüber ging. Call von beiden Kontrahenten.

Die ersten drei Karten brachten zunächst

     

Der jungleman spielte von vorn $41k an, Viktor Blom ging mit $120k all in, Gus Hansen hatte noch $73k beizusteuern und Cates machte ebenfalls den Call.

Turn und River waren

  ---  

Und der Showdown zeigte:

Isildur1: J T 9 7

Gus Hansen: 9 5 7 6

jungleman12: 9 8 T A

Gus Hansen gewann hier mit Full House und damit den Main Pot in Höhe von $259k. Den Side Pot – in Höhe von $95k - kassierte Daniel Cates mit einer Straight.

Pot Nr. 5, 18.09.2014: Denis Denoking Bahonjic - $339k

Auch der fünftgrößte Pot des Jahres entstammte dem NLHE Heads-up Duell zwischen Denis Bahonjic und Douglas Polk.

Die Limits lagen bei $200/$400. Preflop raiste erst Denoking auf $1400 und WCGRider dreibettete auf $6800.

Bahonjic – ein guter Freund Viktor Bloms – callte und somit war der Pot schon preflop knapp $14k schwer.

Die ersten drei Karten zeigten

     

Wohl aussagekräftig genug, sodass beide Spieler ihren Stack in die Mitte schoben.

Der Amerikaner Polk hatte von vorn $10k investiert und dann die Erhöhung des Denoking mit über $260k zum All In gereraist.

Denis Bahonjic hatte noch knapp $165k dagegen zu halten und so kam es zum Showdown. Und das war die Ausgangssituation, bevor Turn und River jeweils zweimal gedealt wurden.

Denoking:    

WCGRider:    

Denoking trifft hier schon auf dem Flop das Set, muss aber sowohl den Flush, als auch den Bube zur Straight für Douglas Polk fürchten. Doch weder die erste Ziehung mit

Turn   und River  

noch Ziehung 2 mit

Turn   und River   hilft WCGRider weiter.

Denis Denoking Bahonjic konnte somit $339k zu seiner Bankroll addieren.

Pot Nr. 6, 06.08.2014: Alexandre alexonmoon Luneau - $337k

Ausnahmsweise mal in einem fast voll besetzten Ring-Game wurde diese Hand ausgespielt.

Alexandre Luneau
Alexandre Luneau.

In einer Mixed Game-Session (jetzt: PLO) saßen Viktor Isildur1 Blom, Alexander PostflopAction Kostritsyn, Chun samrostan Lei Zhou, Gus Hansen (SB) und Alexandre alexonmoon Luneau (BB) an einem Tisch.

Die Blinds lagen bei $300/$600, und schon pre-flop wurde die Action zum Höhepunkt gesteigert. Nachdem zwei Spieler schon ausgestiegen waren, hatte Chun samrostan Lei Zhou zwar vorsichtig auf $1500 geraist, aber nach 3-Bet von Hansen ($5k) und der 4-Bet von Luneau ($16k) wollte er nicht mehr mitmischen.

Doch Gus Hansen erhöhte den Einsatz noch einmal, worauf Alexandre Luneau für satte $337k all in ging.

Call vom Dänen und das war die Ausgangssituation, bevor das Board (Turn und River jeweils zweimal) gedealt wurde:

Alexandre Luneau:         

Gus Hansen:        

Alexonmoon muss hier natürlich mit den Assen alles riskieren, aber auch Gus Hansen hält eine sehr gute PLO-Hand. Gedealt wurde:

Board1:           

Board2:           

TheGreatDane ist hier gleich zweimal chancenlos und so wanderten $337k auf die Seite von alexonmoon.

Pot Nr. 7 am 08.08.2014: Alexander Kostritsyn und Alexandre Luneau - $336k (Splitpot)

Wann immer es an die Mixed Games Tische ging, war die Teilnahme von Gus Hansen fast unvermeidbar. In dieser Hand wurde PLO gespielt, und die Limits lagen bei $300/ $600.

alexanderkostritsynscoop
Alexander Kostritsyn.

Alexander PostflopAction Kostritsyn saß im SB, Alexandre alexonmoon Luneau im SB und Gus Hansen raiste zunächst einmal auf $1200.

Der Russe callte, doch Luneau erhöhte auf $5k. Diesmal callte Gus, bevor Kostritsyn auf $20k erhöhte. Ein Raise, das von beiden Kontrahenten gecallt wurde, obwohl der Däne nur noch $8k dahinter hatte. Der Flop zeigte:

     

Kostritsyn setzte nun von vorn satte $57k an, und sein französischer Opponent machte den Call, während Gus Hansen tatsächlich noch aus dieser Hand ausstieg. Karte Nummer vier war die

 

PostflopAction schob nun weitere $100k zum All In über die Linie. Alexonmoon hatte noch $81k dagegen zu halten und so wurde der River – nach Vereinbarung – zweimal gedealt.

River Nummer 1:   und River Nummer 2:  

Dann kam es zum Showdown:

alexonmoon:        

PostflopAction:        

 

In Ziehung 1 macht Luneau die Straight, und in Ziehung 2 vervollkommnet Kostritsyn das Full House. Dadurch wurde auch dieser Pot in Höhe von $336k geteilt.

Pot Nr. 8, 17.08.2014: Gus Hansen - $334k

Gus Hansen
Gus Hansen.

Dieser Pot wurde zwischen Gus Hansen und den 2014 ungleich erfolgreicheren Alexander Kostritsyn und Daniel Cates ausgespielt.

Die drei trafen sich an einem Mixed Game-Tisch, die Variante hieß No Limit Holdem und die Blinds lagen bei $300/ $600.

Auch hier beantworteten die Akteure bereits preflop alle offenen Fragen. Der Däne hatte UTG eröffnet und nach 3-Bet und 4-Bet schob sein russischer Kontrahent $181k zum All In über die Linie.

Der jungleman war bereits vorher ausgestiegen, aber Gus Hansen investierte seine kompletten $166k. Wie immer in diesem Fall wurde auch hier das Board zweimal gedealt.

Und das war die Ausgangssituation:

Alexander Kostritsyn:    

Gus Hansen:    

Ein klassisches Duell zweier Monster, nur dass der sonst eher glücklose Gus Hansen hier klar favorisiert ist. Auf Flop, Turn und River wurde dann folgendes gedealt:

Board1:          

Board2:          

Beim ersten Board ergibt sich für Kostritsyn sogar noch ein Flush Draw nach dem Flop. Aber am Ende gewinnt Gus Hansen beide Ziehungen und streicht ordentliche $334k ein.

Pot Nr. 9, 22.01.2014: Isaac luvtheWNBA Haxton - $322k

Gleich zu Anfang des Jahres trafen sich Isaac luvtheWNBA Haxton and der King of Swings Viktor Isildur1 Blom zum NLHE.

Isaac Haxton
Isaac Haxton.

Die Limits lagen mit $400/$800, außergewöhnlich hoch, und bereits pre-flop begann die Action. Blom hatte auf $2400 erhöht und Haxton noch einmal auf $8k.

Die ersten drei Karten brachten

     

und der Amerikaner wollte hier nicht locker lassen. Seine $11k wurden von Blom gecallt. Der Turn zeigte die

 

und Ike Haxton feuerte die zwei Barrel, diesmal in Höhe von $34k ab.

Isildur1 blieb passiv und callte abermals nur. Der River brachte den

 

LuvtheWNBA stellte nun mit $100k zum All In ein und sein schwedischer Counterpart hatte noch $65k dagegen zu setzen.

Allerdings muckte er die Karten, als er sah, dass Haxton mit J Q den Flush gefloppt hatte. Und so wanderten $322k in die Bankroll von Ike luvtheWNBA Haxton.

Pot Nr. 10, 28.07. 2014: Mikael punting-peddler Thuritz - $306k

In dieser Hand trafen sich der chinesische Super-Wal Chun samrostan Lei Zhou, der King of Swings Viktor Isildur1 Blom und sein schwedischer Landsmann Mikael punting-peddler Thuritz.

Es wurde NLHE gespielt und die Limits lagen bei üblichen $300/$600.

Isildur1 hatte UTG auf $1800 erhöht und Mikael Thuritz - der 2014 auch unter seinem PS-Nick ChaoRen160 Gewinne einfahren konnte - noch einmal auf $6k erhöht.

Mikael Thuritz
Mikael Thuritz.

Chun Lei Zhou, der im Big Blind saß, hatte gefoldet und Blom erstmal nur gecallt. Die ersten drei Karten brachten

     

und Mikael Thuritz checkcallte die Bet Viktor Bloms  in Höhe von $8k. Auf dem Turn fiel die

 

Und jetzt nahm punting-peddler das Zepter selber in die Hand und investierte $18k, die Blom callte. Der River brachte die

 

und das gepairte Board barg nun natürlich gewisse Gefahren. Für Isildur1 schnappte die Falle dann auch zu.

Thuritz checkte, Blom setzte mit $75k ein starkes Achtungszeichen, doch sein Gegenüber schob $121k zum All-in über die Linie.

Blom ahnte wahrscheinlich Böses, war aber mehr oder weniger committed. Thuritz zeigte Q Q zum Full House, Blom warf die Karten ungezeigt in den Muck und ein Pot im Wert von $306k wechselte den Besitzer.

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