10 entscheidende Texas Hold’em Moves: Die 3-Bet mit schwachen Händen

daniel negreanu
Die light 3-Bet und ein gutes Pokerface sind eine gefährliche Kombination.

Es gibt eine Handvoll sehr wirkungsvoller Spielzüge, die den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage, zwischen Profit und Verlust ausmachen.

In dieser zehnteiligen Serie für Anfänger und Fortgeschrittene zeigen wir Ihnen, wie Sie diese mächtigen Moves richtig einsetzen.

Heute geht es um die 3-Bet mit schwachen Händen. Sie bietet die Möglichkeit, auch ohne starke Hand Pots zu gewnnen.

Indem Sie die 3-Bet mit schwachen Händen in Ihr Repertoire vor dem Flop aufnehmen, schlagen Sie nicht nur Kapital aus loosen Preflop-Raisern, sondern gestalten auch Ihr Spektrum ausgewogen. Auf diese Weise werden Sie mit sehr starken Händen eher ausbezahlt.

Was ist eine 3-Bet mit schwachen Händen? Vor dem Flop bringen Sie mit Händen einen Reraise, die vermutlich schwächer sind als die Hand des ursprünglichen Raisers.

Wann kommt eine 3-Bet mit schwachen Händen zum Einsatz? Versuchen Sie, loose Spieler, die zu oft einen Eröffnungs-Raise bringen, zu identifizieren und anzugreifen.

Wo kommt eine 3-Bet mit schwachen Händen zum Einsatz? 3-Bets mit schwächeren Händen bringen Sie entweder in Position oder aus den Blinds. Wichtig ist, den Unterschied zwischen beiden Szenarien zu verstehen.

Tom Dwan
Alle guten Spieler beherrschen die light 3-Bet.
 

Was bringt eine 3-Bet mit schwachen Händen? Sie können aus loosen Spielern Kapital schlagen, die vor dem Flop zu oft raisen, da diese nach einem Reraise viele schwache Hände folden müssen.

Die konkrete Anwendung der 3-Bet mit schwachen Händen in der Praxis

Zur Vereinfachung sollten Sie die 3-Bet mit schwachen Händen als Semi-Bluff betrachten.

Sie reraisen mit einer Hand, die zwar vermutlich momentan nicht die beste ist, aber Fold Equity hat und sich in späteren Setzrunden zur besten Hand entwickeln kann.

Als Pokerspieler bekommt man schon als Anfänger erhöhte Aggressivität beigebracht, und genau deswegen begegnen Ihnen sehr viele Spieler, die vor dem Flop zu oft raisen.

Haben Sie diese Spieler erst einmal identifiziert, können Sie diese Tendenz selbst mit mittelmäßigen Händen durch einen Reraise ausnutzen.

Denken Sie aber daran, nicht zu übertreiben, da Ihre Spielweise ansonsten schnell eine Schwachstelle aufweist. 

Die größte Gefahr bei Anfängern besteht darin, dass sie nach einem gegnerischen Call nicht wissen, wie sie die Hand nach dem Flop weiterspielen sollen.

Verlieren Sie nicht die Kontrolle über die Hand, indem Sie generell eine Continuation Bet und weitere Einsätze in den folgenden Setzrunden bringen.

Eine gute Lösung besteht darin, nur mit sehr guten Händen und sehr schwachen Händen, die den Flop gut treffen können, zu reraisen.

Profi-Tipp: Polarisieren Sie Ihr Reraise-Spektrum, um Ihr Spiel nach dem Flop zu vereinfachen.

Lassen Sie die Finger von Assen mit schwacher Beikarte und Kombinationen aus hohen Karten, werden Ihre späteren Entscheidungen einfacher und Sie verringern die Anzahl der Fälle, in denen Sie etwas treffen, aber dominiert werden.

Gute Hände für 3-Bets

patrik antonius
Kühl überlegen, eiskalt zuschlagen.
 

Nur weil Sie Ihr Reraise-Spektrum erweitern, heißt das nicht, dass Sie mit jeder Hand eine 3-Bet bringen sollten. 

Wie beim Semi-Bluff sollten Sie Hände auswählen, die gute Chancen haben, sich auf dem Flop oder in späteren Setzrunden zur besten Hand zu entwickeln.

Niedrige Paare sind ausgezeichnete Hände für Reraises, da Sets fast immer die beste Hand sind.

Dasselbe gilt für niedrige und mittlere Suited Connectors.

Wie zuvor beschrieben, sinkt die zudem Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit der schlechteren Hand in einen großen Pot verwickelt werden.

Ausgewogene Spektren durch 3-Bets mit schwachen Händen

Die ausgewogene Gestaltung Ihrer Spektren ist eine raffinierte Methode, um Ihren Gegnern klarzumachen, dass Sie bei einem Raise vor dem Flop nicht unbedingt eine sehr starke Hand haben.

Würden Sie nur mit Assen und Königen reraisen, bekämen dies Ihre Gegner mit und Sie könnten bei einem Monster keine Auszahlung mehr erwarten.

Reraisen Sie aber mit sehr starken und spekulativen Händen, ist Ihr Spektrum ausgewogener.

Stellen Sie sich vor, Sie bringen mit 8♦ 9♦ eine 3-Bet mit einer schwachen Hand und bekommen auf dem Turn einen Flush. Zeigen Sie am Ende die Gewinnerhand, werden sich Ihre Gegner merken, dass Sie mit einer schwachen Hand reraisten.

Bekommen Sie anschließend Asse, werden Sie viel eher ausbezahlt.

3-Bet mit schwachen Händen in der Praxis

Sind Sie von diesem Spielzug immer noch nicht überzeugt, sollten Sie sich das folgende Video mit Phil Ivey, Lex Veldhuis und Barry Greenstein anschauen.

In dieser Hand wird das Konzept durch eine 3-Bet mit einer schwachen Hand, einer 4-Bet mit wenig mehr und einem 5-Bet-Bluff bis zum Äußersten getrieben.

 

 


Zehn entscheidende Texas Hold'em Moves:

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