10 entscheidende Texas Hold’em Moves: Das Stop and Go

Es gibt eine Handvoll sehr wirkungsvoller Spielzüge, die den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage, zwischen Profit und Verlust ausmachen.

In dieser zehnteiligen Serie für Anfänger und Fortgeschrittene zeigen wir Ihnen, wie sie diese mächtigen Moves richtig einsetzen.

Heute kümmern wir uns um das Stop and Go, einen Spielzug, der selbst die besten Gegner verwirren und gewaltig durcheinander bringen kann.

Was ist ein Stop and Go? Grundsätzlich besteht ein Stop and Go aus einem Call vor dem Flop ohne Position, der mit der Absicht gemacht wird, auf dem Flop unabhängig von den Karten zu setzen (in der Regel All-In).

Wo kommt das Stop and Go zum Einsatz? Das Stop and Go ist ein Turnier-Move, der in MTTs und SNGs effizient zum Einsatz gebracht werden kann. Das häufigste Szenario ist ein Call in den Blinds gegen einen Raiser aus später Position.

Wann kommt das Stop and Go zum Einsatz? Am besten funktioniert dieser Move mit einem kleinen Stack zwischen fünf und zehn Big Blinds.

Was bringt das Stop and Go? Ziel des Stop and Go ist es, den Gegner mit Händen zum Folden zu bringen, mit denen er ein All-In vor dem Flop gecallt hätte. Auf diese Weise kann man seine Gewinnchancen in der Hand und die Chancen auf den Verbleib im Turnier erhöhen.

Die konkrete Anwendung des Stop and Go

Das Stop and Go ist ein kraftvoller Move, den Sie unbedingt in Ihre Turnierstrategie als Shortstack aufnehmen sollten.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind im Big Blind und halten AJ. Die Blinds betragen 600/1.200 plus 100 Ante und Sie haben 10.000 Chips. Alle Spieler folden zum Button, der auf 3.600 raist. Der Small Blind foldet und Sie müssen sich entscheiden. Gehen Sie All-In, callen Sie oder folden Sie?

Selbst mit einer sehr starken Hand wie AK gibt es gute Gründe, nur zu callen.

Das Stop and Go erhört Ihre Chancen, als Shortstack im Turnier zu bleiben.

Gehen Sie All-In, muss der Button 6.400 callen, weil er 20.000 Chips gewinnen kann. Die Pot Odds sind so gut, dass er mit jeder Hand bezahlen muss. In der Regel haben die meisten Spieler Ihren Shortstack schon vorher registriert und raisen nur, wenn Sie auch zum Call Ihres All-In bereit sind.

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Auch als Beobachter können Sie das Stop-and-go lernen.
 

Da Sie mit AK gegen zwei zufällige niedrigere Karten in etwa 35 Prozent der Fälle verlieren, ist es besser für Sie, den Pot kampflos zu gewinnen. Da Ihnen dies mit einem All-In vor dem Flop fast nie gelingt, brauchen Sie eine andere Vorgehensweise.

Und jetzt kommt das Stop and Go ins Spiel.

Callen Sie vor dem Flop mit der Absicht, unabhängig von den drei aufgedeckten Karten mit 6.400 Chips All-In zu gehen.

Gehen Sie auf dem Flop All-In, steht Ihr Gegner vor einer deutlich schwierigeren Entscheidung. Mit zwei verschiedenen Karten verfehlt er den Flop in etwa zwei Drittel der Fälle.

Zunächst foldet er viele Hände, mit denen er vor dem Flop gecallt hätte. Schauen wir uns die Hand von eben an.

Hat Ihr Gegner eine Hand wie 33, gibt es auf dem Flop fast immer drei Overcards und ein Call fällt ihm deutlich schwerer als vor dem Flop.

Hält er dagegen KQ und der Flop bringt T85, steht er ebenfalls vor einer schweren Entscheidung.

Indem Sie vor dem Flop nur callen, erhöhen Sie nicht nur die Wahrscheinlichkeit, den Pot ohne weiteren Kampf zu gewinnen, sondern zwingen Ihrem Gegner schwierige Situationen auf, in denen er Fehler begehen kann.

Daniel Negreanu erklärt das Stop and Go

Zweifeln Sie immer noch, ob das Stop and Go wirklich effektiv ist, können Sie sich hier von Daniel Negreanu weiter auf die Sprünge helfen lassen.



 


Zehn entscheidende Texas Hold'em Moves

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