Was erlaube XWINK?

xwink

Kein Spieler hat in der vergangenen Woche mehr Geld an den Highstakes-Tischen umgesetzt, als jener mit dem mysteriösen Nick „XWINK“. Von $4.000 rollte er sich innerhalb von vier Tagen auf $2 Millionen. Mittlerweile ist sein Heater ein wenig abgekühlt. Nun stehen Ivey, Antonius & Co. Schlange, um sich ihren Teil aus der immer noch gut gefüllten XWINK-Bankroll zu schneiden.

Es kommt vielleicht ein, zweimal im Jahr vor, dass sich ein vergleichsweise limitierter Midstake-Spieler durch eine Glückssträhne auf die Highstakes-Tische rolled. 2011 trägt dieser Spieler ohne Zweifel den Namen XWINK.

Vergangenen Donnerstag tauchte er aus dem Nichts auf und fuhr vor allem gegen den französischen Highroller Rui Cao einen Gewinn von etwa $700k ein. Nur einen Tag später wiederholte er das Kunststück und legt mit noch einmal $1,2 Millionen Profit kräftig nach.

Am Sonntag erfuhr seine Spritztour durch die Nosebleed-Limits ein vorläufiges Ende. In 3211 Händen an den $300/$600 PLO und den $500/$1000 Cap-PLO-Tischen wurde XWINK von Cole South, Phil Ivey und Daniel jungleman12 Cates auf Maß genommen und um circa $1,2 Millionen erleichtert.

Trotz dieses Verlustes ist die Bankroll von XWINK immer noch gut gefüllt. Und schon jetzt fragt sich die Poker-Community: wie macht er das? Zunächst muss festgestellt werden, dass sich fast alle namhaften Pro`s in den vergangenen Tagen über die fehlenden Skills von XWINK ausgelassen haben. Es ist deshalb kein Wunder, dass heute Patrik Antonius, Phil Ivey, Gus Hansen und Tom Dwan Schlange an den XWINK-Tischen standen, um sich ihren Teil vom Fisch-Futter zu sichern. Ganz so leicht scheint sich XWINK aber nicht ins Boxhorn jagen zu lassen. In den frühen Morgenstunden lag er mit $500k vorn und Dwan mit $300k hinten.

Mittlerweile hat XWINK, der sich 2009 unter dem Nick XBLINK schon einmal bei UB von $11 auf eine $833.000-Bankroll gerollt hatte und danach blitzartig verschwand ein paar Erklärungen zu seinen Absichten gegeben. Im Twoplustwo-Forum schrieb er unter dem Alias „89libst“ seine vier Maximen:

A) von $4K auf $2M in vier Tagen. Das hab ich meinen exellenten Bankroll Management Fähigkeiten zu verdanken.
B) $1,2M Verlust an einem Tag.
C) Ich sitz mit einem Drittel meiner Bankroll an den Tischen..
D) Ich werde weiterspielen und euch gut unterhalten.

In den Foren wird momentan keine Personalie so auseinander genommen, wie die von XWINK, der höchstwahrscheinlich aus Vancouver, Kanada stammt. So stellten die Hobby-Analytiker fest, dass XWINK an jedem Tisch maximal 243 Hände gespielt hat, bevor er ihn wieder verließ. Seine Hit and Run-Taktik  war auch Thema in einem Online-Chat zwischen Tom Dwan und Andreas skjervoy Torbergsen: 

Skjervoy: you played him?
durrrr: ya just for a few mins
durrrr: won rly small like 20k
durrrr: he was just 1tbling
Skjervoy: he changes tables every third second with some weird martingale going on…
durrrr: ahh k

Zur Erklärung: Als Martingale-System wird beispielsweise beim Roulette jene Spielweise bezeichnet, bei der man seinen Einsatz solange verdoppelt bis man gewinnt.

Es wird angenommen das man damit früher oder später gewinnen muss. In Wahrheit war es aber auch der Ruin vieler Spieler. Die nächsten Tage werden zeigen, ob das neue Online-Phänomen XWINK ebenfalls dazu gehört.

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