Wynn vergleicht Verbot von Online-Poker mit Prohibition

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Ersetzen Sie "Bier" durch "Online-Poker", um die heutige Situation in den USA nachzustellen.

Steve Wynn, Chef der Wynn Resorts Ltd., kann sich nicht recht zu einer Meinung über die zukünftige Regulierung von Online-Poker durchringen.

„Ich weiß noch nicht genau, wo ich stehe“, sagt Wynn. „Im Staat New Jersey ist es legal, im Rest des Landes ist der Status völlig unklar.“

Sheldon Adelson, der sich für ein Verbot jeder Form von Online-Gambling einsetzen will, habe ein gutes Argument, wenn er sagt, dass es zu wenig Kontrolle gebe.

Der Besitzer der Las Vegas Sands Gruppe hat bereits eine Organisation gegründet, um gegen Internet-Gambling vorzugehen: die „Koalition zur Abschaffung von Internet-Gambling“.

Adelson will sogar das FBI einschalten, um die rechtliche Situation zu prüfen. Sollte Adelson mit dem Verbotsantrag durchkommen, beträfe das auch die Staaten New Jersey, Nevada und Delaware, in denen Online-Gaming seit Kurzem unter staatlicher Kontrolle erlaubt ist.

steve wynn
Aufmerksamer Beobachter - Steve Wynn.

Weitere Staaten beraten derzeit über eine regulierte Wiedereinführung von Online-Poker und anderen Spielen.

„Poker ist eben auch Amerika“, erläutert Wynn. „Ein Gesetz, nach dem Poker illegal ist, wäre wie der Volstead Act, der Bier zu einer illegalen Waregemacht hat.“

Der Volstead Act bezeichnet das 1919 ergangene Gesetz, nachdem Herstellung und Genuss von Alkohol in den USA flächendeckend verboten wurde.

Das Gesetz zeigte wenig Wirkung und wurde 1933 von Präsident Roosevelt wieder abgeschafft.

Entsprechend niedrige Erwartungen hat Casino-Dino Wynn an die Machenschaften von Sheldon Adelson.

Außerdem sei es gleichgültig, ob Gambling erlaubt oder verboten ist. „Die Leute machen es sowieso.“

„Ich bin weder Gegner noch Befürworter. Ich beobachte, was passiert, und ich muss als Geschäftsführer eines Unternehmens am Aktienmarkt auf solche Geschehnisse achten.“

Gegner von Adelson ist vor allem Gary Loveman, der CEO von Caesars, der sich entschieden für den Ausbau von Online-Gaming einsetzt.

Lesen Sie hier, wie sich Loveman und weitere Casino-CEOs aus Las Vegas zum Thema Online-Poker positionieren.

Wynn Entertainment konzentriert sich zunächst weiterhin auf das Live-Spiel. Im Moment baut das Unternehmen ein neues Resort in Everett, Massachusetts. Kosten: 1,5 Milliarden Dollar.

Das Interview erschien im Las Vegas Review Journal

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