WSOP-Randnotizen: Von Gerüchten und Pyrrhussiegen

Andreas Krause
Nein, es ist einfach nur ein Hemd.

Hat Andreas Krause einen neuen Sponsor, wieso freut sich Gus Hansen nicht über seinen Cashout, und wie war das noch mal mit Präsident Obamas Teilnahme am WSOP Main Event?

Was haben wir da letztens wieder alles lesen müssen. Z.B., dass Andreas Krause seinen Sponsor verloren hätte und nun vor dem Abschluss eines „Millionenvertrags mit Everest Poker" stünde. Fakt ist, dass Andreas Krause mit einer Jacke mit Everest Label auf einem Turnier gesichtet wurde. Fakt ist aber auch, dass in den Casinos von Las Vegas gerne ein Klima vorherrscht, wie man es sonst nur in Nordnorwegen vorfindet, und da soll eine Jacke ja helfen. Wenn man dann noch bedenkt, dass Krause vor dem Turnier einen Freundschaftsbesuch in der Everest Lounge gemacht hat, kann man sich schon denken, wie viel Schall und Rauch hinter einer solchen Meldung steckt. Zwar wurde Krauses Vertrag mit seinem Sponsor Betway tatsächlich aufgelöst, aber ob es dabei eine  Rolle gespielt hat, dass er in seinem Blog auf Overcards das PokerStars Carribbean Adventure erwähnt hat, bleibt dahingestellt. Letztlich ist Krause dank der Erfolgsgeschichten, die er in den letzten Jahren vor allem bei den Events der CAPT geschrieben hat, sowieso nicht unbedingt auf einen Sponsor angewiesen.

Gus Hansen
The Great Final Table Bubble Dane.

Gus Hansen hat beim $50k HORSE den Final Table denkbar knapp verpasst. Der Publikumsliebling schied als Neunter aus dem Königsevent aus. Immerhin wird dieses Abschneiden mit $123.895 versüßt. Ein schöner Cashout, denkt sich da der interessierte Hobbyspieler, aber der hat auch nicht 1,4 Mio. Dollar darauf gesetzt, dass Raphael Nadal die French Open gewinnt. Nadal verlor im Viertelfinale gegen den Schweden Robin Söderling, und Gus Hansen ist derzeit weder auf die WSOP noch auf den nordöstlichen Nachbarn seines Heimatlands Dänemark besonders gut zu sprechen.

Phil Gordon
Eine "4" mit wie vielen Nullen?

Womöglich denken Sie ja, dass 1,4 Mio. Dollar ein etwas hoher Einsatz sind. Dann sprechen wir jetzt doch mal über 4 Mio. Nur so zum Kopfschütteln. Ein besonders schönes Gerücht der letzten Wochen war die angebliche Teilnahme von Präsident Obama am Main Event der WSOP. Tatsächlich steckt ein Körnchen Wahrheit darin, und dieses ist ein ebenso schöner Beleg für den allgemeinen Realitätsverlust in Pokerkreisen. Richard Sklar, Neunter bei Event Nr. 53 - Seven Card Stud Hi-Lo, sprach mit Phil Gordon darüber, dass er Obama zum Main Event einladen wollte, worauf Gordon ihm in einer Art Übersprungshandlung eine Wette mit einer Quote von 20.000 : 1 (!) anbot. „Gilt", entgegnete Sklar und legte $200 auf den Tisch. Dann setzte er sich an einen Computerterminal und schrieb eine Email an seinen Präsidenten. Darin bot er ihm zwei Millionen Dollar nur dafür, dass der Präsident nach Las Vegas kommen und sich an einen Pokertisch beim Main Event der WSOP setzen würde. Natürlich wird das nicht passieren, und Sklar kann wahrscheinlich froh darüber sein, dass die CIA ihn noch nicht nach Guantanamo abtransportiert hat, aber Gordon scheint angesichts der Möglichkeit, jemandem plötzlich vier Millionen Dollar zu schulden, in den letzten Tagen etwas fahrig zu sein...

 

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