Ty Stewart – “Die WSOPE dient nicht zum Geldverdienen”

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Ty Stewart.

Die WSOP soll in diesem Jahr das größte Event in Frankreich werden, aber die Aussichten für die Zukunft sind noch interessanter.

„Letztlich kommt für mich alles auf den Main Event an und darauf, bo wir im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung erreichen können“, erklärte uns WSOP Executive Director Ty Stewart,

Die diesjährige Veranstaltung, fährt Stewart fort, sei deutlich näher an den früheren Ausgaben. Die Kapazität des austragungsort ist groß, und er befindet sich in direkter Nähe zu einer Großstadt.

„Es ist nur fair, wenn wir jetzt erst einmal das Festival ausspielen und auf die Reaktion in Form der Spielerzahlen warten.“

„Barrière ist ein hervorragender Partner für uns. Aber es ist nicht ganz einfach, eine solche Turnierserie in Frankreich auf die Beine zu stellen.“

Stewart bezieht sich damit auf die Regulierung des französischen Markts, der inzwischen von den anderen abgeschnitten ist und wo ausschließlich Hold’em und Omaha gespielt werden dürfen.

Aus der Erfahrung in Cannes lernen

Als Alternativen nennt Stewart England und Spanien.

„Es wäre möglich, nach London zurückzukehren, wenn wir dort einen entsprechend stilvollen Rahmen fänden, der dem gleichkommt, was wir hier in Frankreich vorgefunden haben“ erläutert Stewart.

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WSOPE in Enghien-les-Bains.

„Auf der anderen Seite können wir natürlich den derzeit heißesten Markt in Europa nicht ignorieren, und das ist nunmal eindeutig Spanien.

Es wäre in gewisser Weise konsequent, dorthin zu gehen.“

Stewart gibt zu, dass man aus der Vergangenheit in Cannes zu lernen hat. Dort war die Spielerzahl in der Vergangenheit gesunken.

„in diesem Jahr haben wir stärker darauf geachtet, dass unsere Turnierserie nicht gleichzeitig mit anderen großen Events stattfindet.“

Sieben Jahre WSOPE im Rückblick

Ist es wirklich schon so lange her, seit die WSOPE ihren ersten Auftritt hatte? Damals in London, im Empire Casino, als die kleine Annette Obrestad das große Turnier gewann?

„Wir haben klein angefangen“, resümiert Ty Stewart.

„Wir mussten in mehreren Locations gleichzeitig spielen. Manche Tische standen unter der Treppe. Nebenan klingelten die Slotmaschinen, daneeben wurde Kaffee gekocht. So konnte es nicht weitergehen.“

Annette Obrestad
Annette Obrestad, die erste Gewinnerin des Main Events.

Obwohl damals nicht alles glatt lief, erinnert sich Stewart gerne an die erste WSOPE.

„Irgendwie war die erste WSOPE für mich ein Highlight. Und dann gewann auch noch Annette Obrestad. Das passte einfach perfekt zusammen.“

Trotz der großen Vergangenheit gibt es aber allgemein einige Missverständnisse hinsichtlich der WSOPE, mit denen wir aufräumen müssen. Zum Ersten ist die europäische WSOP kein Event zum Geldverdienen für uns.“

„Wir geben für die Fernsehaufzeichnungen mehr aus, als wir mit Gebühren einnehmen. Wir haben diese Veranstaltung, weil wir eine langfristige Version für Poker haben und weil wir an die Marke WSOPE glauben.“

Die World Series of Poker Europe läuft noch bis zum 25.Okt. in Enghien-le-Bains. Verfolgen Sie das Geschehen exklusiv über unser PokerZeit WSOPE 2013 Portal.

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