WSOPE Majestic – Juanda vor zwei Deutschen

John Juanda
John Juanda.

Phillip Gruissem und Tobias Reinkemeier haben den letzten Tisch des High Roller Events erreicht – aber noch nicht das Geld. Negreanu, Quoss, Rettenmaier scheitern knapp.

Es hätte ein Finaltisch werden können, an dem zur Hälfte deutsche Spieler sitzen, aber vielleicht wäre das dann doch etwas zu viel des Guten gewesen.

Als Tag 2 des Majestic High Rollers bei der WSOPE Cannes 2012 begann, traten 37 Spieler an. Die Registration war jedoch noch eine Stunde lang geöffnet, und ein paar Nachzügler nutzten die Chance, um sich noch schnell in das €50k+R einzukaufen.

Das scheint allerdings nicht das beste Rezept für dieses Turnier zu sein, denn sowohl Phil Ivey als auch Jonathan Duhamel und Emil Patel starteten spät und schieden früh wieder aus.

Insgesamt wurden 60 Buy-ins gezählt, davon elf Rebuys. Der Preispool erreichte €2.880.000.

Das Comeback des Tages

Philipp Gruissem erlebte einen spektakulären Spieltag. Nach zwei großen verlorenen Pots, davon einen mit geflopptem Set über Set gegen Tobias Reinkemeier war sein Stack auf nur noch 25k Chips geschrumpft.

Philipp Gruissem
Comeback des Tages durch Philipp Gruissem.

Danach verdoppelte er drei Mal kurz nacheinander gegen Daniel Negreanu, und jedesmal gingen die Chips schon vor dem Flop in die Mitte.

Zunächst zog sich Gruissem – schon halb aus der Tür - mit Q-6 gegen A-Q auf Turn und River unglaublicherweise eine Straight zusammen, danach traf er mit A-7 gegen K-Q ein Ass auf dem Flop, und nur Minuten später gelang ihm das gleiche noch einmal mit A-K gegen K-T. Plötzlich war Gruissem wieder bei 400k.

Daniel Negreanu konnte sich ziemlich lange in der Region von John Juanda aufhalten, der den gestrigen Tag als Chipleader beendet hatte, wurde dann aber von genau diesem jäh gestoppt, nachdem Juanda ein Set gegen Negreanus Könige gefloppt hatte.

Tony G. erlitt ein ähnliches Schicksal. Mit Pocket Assen spielte er gegen Richard Yong mit 7-5. Der Flop fiel A-6-4, der Turn war eine 3, und als alle Chips in der Mitte lagen, brauchte Tony G. trotz Top Set Hilfe, die allerdings auf dem River nicht mehr kam.

Sowohl Negreanu als auch Tony G. hatten vor dem Flop eine große 3-Bet angesetzt.

Juanda außer Atem

John Juanda, der sich am ersten Tag noch ein Rebuy „leihen“ musste, setzte sich nach dem Ausscheiden von Negreanu ab. Zeitweise hatte er über drei Millionen Chips vor sich liegen.

Juanda nahm Fabian Quoss fast den gesamten Stack ab, der schließlich auf Platz 11 ausschied, und schlug eine Kerbe in die Chipmauer von Steve O’Dwyer.

Erst gegen Ende des Spieltags musste Juanda zwei große Pots abgeben, und die Nutznießer waren Philipp Gruissem und Tobias Reinkemeier.

Damit konnten sich die beiden Deutschen auf den Plätzen drei und fünf festsetzen. Dagegen verpasste auch Marvin Rettenmaier den Finaltisch. Er wurde Zwölfter.

Eigentlich hätten gestern die letzten Acht und damit gleichbedeutend die Geldränge erreicht werden sollen. Die Spieler beschlossen jedoch gemeinsam, am Ende von Level 17 das Turnier zu unterbrechen.

Damit wird heute noch ein Spieler ausscheiden, ohne eine Auszahlung zu bekommen. Die anderen kämpfen dann weiter um den Siegerscheck über €1.000.000.

Mit Tobias Reinkemeier und Philipp Gruissem hat Deutschland seine beiden besten High Roller im Rennen.

Chipcount vor dem Finale:

1. John Juanda, 2,6 Mio. Chips
2. Richard Yong, 1,3 Mio.
3. Philipp Gruissem, 1,3 Mio.
4. Steve O’Dwyer, 1,1 Mio.
5. Tobias Reinkemeier, 904k
6. David Benefield, 551k
7. Jani Sointula, 489k
8. Winfried Yu, 368.000
9. Mike Watson, 299.000

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