WSOPE Main Event – Moritz Kranich am Finaltisch

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Der ESPN-Finaltisch. Ab morgen mit Beteiligung von Moritz Kranich.

Es schien eine lange Nacht zu werden, aber dann ging alles ganz schnell. Moritz Kranich ist unter den letzten Acht und könnte als erster Deutscher die Triple Crown gewinnen.

Am vierten Tag des Main Events wurde von 25 Spielern bis zum Finaltisch herunter gespielt. Bei diesem Turnier bedeutete das acht Spieler. Kranich lag im hinteren Mittelfeld.

Frühe Eliminierungen

Tony G. war heute der erste Spieler, der sich verabschieden musste, Er schob mit einem Paar Fünfen all-in und war sichtlich unglücklich, als er einen Call bekam. Und dann noch von A-8 (John Eames). Er verlor und kassierte €37.000.  Danach hieß es für ihn schnell hinüber zum Caesars Cup.

Erik Seidel, unser gar-nicht-so-geheim-Favorit, beendete das Turnier auf Platz 21. Mit K-J s suchte er den Verdoppler, scheiterte aber an Alexander Dowtschenkos A-Qs, da das Board nur Blanks zeigte.

Moritz Kranich spielte eine Schlüsselhand gegen Jeremy Kottler, in der Kranich mit einem gefloppten Set Dreien verdoppeln konnte. Damit war der Deutsche nun kein Shortstack mehr.

Ein paar Stunden später kam es zur Mutter der Coin Flips zwischen Moritz Kranich (A-K) und dem zwischenzeitlichen Chipleader Amir Levahot aus Israel. Beide Spieler waren praktisch chipgleich al-in, und im Pot lagen über zwei Millionen Chips. Das Board verlief 5 8 7 - T - K. Kranich traf auf dem River und war plötzlich Dritter in der Tabelle, und Levahot blieb mit wenigen BBs zurück.

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Patrik Antonius, kurz bevor die Sache mit Chris Moorman passierte.

Danach ging es bis zur Dinner Break nur langsam bergab mit der Spielerzahl. Erst in der Stunde vor Mitternacht fielen die Spieler plötzlich in kurzer Folge.

Die letzte Stunde

Bei noch zwölf Spielern ging zunächst Thibaud Guenegou mit Q-8 vom SB aus all-in und verlor gegen das Achterpaar von Elio Fox.

Vier Minuten später: Chris Moorman erhöhte bei Blinds 15k/30k auf 65.000, Patrik Antonius ging aus den SB auf 165.000, und Moorman schob mit 940.000 all-in. Antonius bezahlte sofort mit A-Qo, und Moorman sah mit A-7 o plötzlich wie ein Verliere aus. Das Board verlief 8-6-6, Turn 8 – Antonius war schon verärgert wegen des Split Pots – River 7! Zum Entsetzen des  Finnen und der meisten Zuschauer gewann Moorman den gesamten Pot, und Antonius saß da mit nicht einmal drei BBs.

Zehn Minuten später eliminierte Elio Fox in einer Hand gleich zwei Gegner. Mit seinen Zehnen traf er ein Set auf dem Flop und dominierte damit sowohl A-K von Dowtschenko als auch die Asse von Arnaud Mattern, der damit bester Franzose wurde.

Nur zwei Hände später war es dann auch für Patrik Antonius vorbei. Sowohl Moorman als auch Buchanan callten das All-in Moorman hielt Asse gegen Antonius‘ A-T, und damit verloren wir in der letzten Hand des Abends einen der Spieler, die wir am liebsten am Finaltisch gesehen hätten.

Kranich am Finaltisch

Moritz Kranich feierte seinen ersten großen Erfolg bei der EPT Deauville, wo er das Turnier gewann und €850.000 kassierte. Im letzten Jahr triumphierte er bei der WPT Championship im Bellagio an einem Finaltisch u. A. mit Justin Smith und Phil Ivey.

In der Nacht erreichte Moritz Kranich den Final Table des WSOPE Main Events in Cannes. Sollte Kranich das Turnier gewinnen, wäre er der erste deutsche Spieler, der in den exklusiven Club der Triple Crown Träger aufsteigt. Der Spieler also, die sowohl bei einem EPT als auch bei einem WPT und einem WSOP Event den Titel davontragen konnten. Wir sprachen mit ihm, als er noch einer der Shortstacks war.

 

Chipcount am Finaltisch:

1. Elio Fox  - 3.990.000
2. Jake Cody - 2.685.000
3. Dermot Blain - 2.405.000
4. Chris Moorman - 2.230.000
5. Brian Roberts - 2.000.000
6. Max Silver - 1.825.000
7. Moritz Kranich - 1.660.000
8. Shawn Buchanan - 1.015.000

PokerZeit ist auch morgen vor Ort und berichtet LIVE vom Finaltisch des WSOPE Main Events 2011 in Cannes.

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